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Mittwoch, den 21. November 2018 08:00

OÖs Trafikanten zeigen Optimismus


V.l.: Peter Schweinschwaller, Auslandsbeauftragter des Bundesgremiums, Landesgremialobmann Erwin Keschbaummayr, Geschäftsführer Monopolverwaltung Hannes Hofer, Fachgruppengeschäftsführerin Sabine Tobisch und Bundesgremialobmann Josef Prirschl.

Jeder 30. Steuer-Euro wird von Trafiken erwirtschaftet

Unter dem Motto „Meine Trafik – Meine Zukunft” lud das Gremium der Tabaktrafikanten der WKO Oberösterreich zum Fachgruppentag in das Kulturzentrum Hörsching. 200 Trafikantinnen und Trafikanten wurden dabei über die neuesten Entwicklungen der Branche informiert.
 
„Ja, unsere Trafiken haben eine Zukunft und wir werden diese auch sichern, denn wir glauben an uns. Die Tabaktrafik ist ein Kommunikationszentrum und kein anonymer Handelsplatz ohne persönlichen Kontakt. Der Aufbau und Erhalt der Vertrauensbasis mit den Kunden sind ein ganz wesentlicher Faktor für uns“, beantwortete Landesgremialobmann Erwin Kerschbaummayr die Frage nach der Zukunft der Trafik in Zeiten von Rauchverboten und Regulierungen. Dies spiegelt sich auch im gezeigten Film des Landesgremiums wider, der die Stärken der Trafiken als Fachgeschäfte für Genuss deutlich macht, wo sich die Leute treffen und Menschlichkeit und Kommunikation zu finden sind.
 
Zum viel diskutierten Thema Jugendschutz gibt Kerschbaummayr ein klares Bekenntnis ab: „Wir werden ab 1. Jänner 2019 keine Tabakprodukte mehr an unter 18 Jährige verkaufen. Kurioserweise ist das Rauchen unter 18 Jahren ja weiterhin erlaubt, hierfür bedarf es einer Änderung im OÖ. Jugendschutzgesetz. Unsere Automaten werden mit großem finanziellen Aufwand auf die neuen Technologien zur Altersabfrage umgerüstet, um einen regelkonformen Verkauf auch über diese zu gewährleisten. In den Trafiken wird es Ausweiskontrollen geben.“
 
Markus Fichtinger vom Economica Institut für Wirtschaftsforschung präsentierte die im Auftrag der Monopolverwaltung erstellte umfassende Studie über die Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte im Trafikbereich mit interessanten Ergebnissen: Die österreichischen Tabaktrafiken führten im Jahr 2016 rund 2,5 Mrd. Euro an Abgaben an den Staat ab. Diese Summe an eingehobenen bzw. geleisteten direkten Steuern und Abgaben machen rund 3 Prozent der Bruttoeinnahmen des Bundes aus. Etwa jeder 30. Steuer-Euro, den der Bund jährlich erhält, wird durch die Trafiken an ihn abgeführt.
 
Beliebteste Trafik in Oberösterreich
Im Rahmen des Fachgruppentags wurde die beliebteste Trafik in Oberösterreich gekürt: mit über 3000 Stimmen ging das Linzer Tabakfachgeschäft Höller-Prantner als Sieger hervor.


Bild (Röbl). V.l.: Peter Schweinschwaller, Auslandsbeauftragter des Bundesgremiums, Landesgremialobmann Erwin Keschbaummayr, Geschäftsführer Monopolverwaltung Hannes Hofer, Fachgruppengeschäftsführerin Sabine Tobisch und Bundesgremialobmann Josef Prirschl.


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