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Samstag, den 22. Dezember 2018 08:00

Aufatmen kurz nach der Firmenpleite


AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer

Dank der AK haben die Beschäftigten von Steyr Motors ihr Weihnachtsgeld bekommen

Knapp vier Wochen vor Weihnachten, am 30. November, war ein schwarzer Tag für die 168 Beschäftigten der Firma Steyr Motors GmbH: Die Firma meldete Insolvenz an. Sofort rückte ein Team des AK-Insolvenzrechtsschutzes aus, um vor Ort die betroffenen Arbeitnehmer/-innen zu informieren und um ihr offenes Weihnachtsgeld so schnell wie möglich vom Insolvenz-Entgelt-Fonds für sie einzufordern. Die schnelle Arbeit der AK-Experten/-innen hat sich ausgezahlt: Die Beschäftigten haben das Weihnachtsgeld erhalten.

Eine Insolvenz ist immer ein Schock, ist die Sorge um den Arbeitsplatz doch berechtigt. Besonders dramatisch sind aber die Insolvenzen kurz vor Weihnachten. „Die Menschen brauchen ihre Einkommen, um den Lebensunterhalt zu bestreiten, und wenn das Weihnachtsgeld dann auch noch aussteht, kann das für viele Familien zu einem echten Problem werden“, sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Damit die von Insolvenz betroffenen Beschäftigten rasch zu ihren offenen Zahlungen kommen, arbeitet der Insolvenzrechtsschutz der Arbeiterkammer immer so schnell wie möglich. Er kümmert sich um die Anmeldung und Beantragung der offenen Ansprüche bei Gericht und beim Insolvenz-Entgelt-Fonds. Die Vertretung ist für die Betroffenen kostenlos. Die Gerichtsgebühren werden vorgestreckt.

Bei der Firma Steyr Motors zeigte die rasche und professionelle Hilfe der AK Wirkung: „Wir haben gestern am Nachmittag ein Mail aus der Firma erhalten und erfahren, dass die Beschäftigten ihr Weihnachtsgeld erhalten haben. Das ist so kurz vor den Feiertagen natürlich doppelt erfreulich“, so Kalliauer.

 

Bild (AK-OÖ): AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer