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Freitag, den 18. Januar 2019 13:00

Rettung in letzter Minute


Ort des Geschehens

Hausbewohner in Sierning mit einer schweren Kohlenmonoxidvergiftung entdeckt und gerettet

Eine 38-Jährige aus Salzburg rief am 16. Jänner 2019 gegen 18 Uhr den Arbeitgeber ihres Freundes an und gab an, dass sie sich Sorgen mache, weil sie ihren Freund den gesamten Tag telefonisch nicht erreichen konnte. Daraufhin fuhr der 55-jährige Firmenchef zu der Wohnadresse seines 35-jährigen Arbeitnehmers nach Sierning. Bereits beim Betreten des unversperrten Hauses fiel dem 55-Jährigen ein stechender Geruch auf. Er konnte den Mann bewusstlos im Bett liegend vorfinden. Er versuchte noch, den 35-Jährigen aufzuwecken bzw. in das Wohnzimmer zu bringen, was jedoch nicht gelang. Aufgrund des immer intensiver werdenden Geruches und eintretender Gesundheitsprobleme musste der 55-Jährige das Haus wieder verlassen. Er verständigte daraufhin sofort über den Notruf die Rettung.

Als die beiden Sanitäter in das Haus gingen, schlugen sofort die CO-Warner an. Daraufhin wurde die FF Sierning alarmiert. Mit schwerem Atemschutz wurde die Bergung des Verunfallten durchgeführt. Der 35-Jährige, welcher zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht ansprechbar war, wurde in das Landeskrankenhaus Steyr eingeliefert. Sein Hund und die beiden Meerschweinchen wurden ebenfalls aus dem Haus gebracht. Im Bereich der Wohnküche wurde eine Kohlenmonoxid-Konzentration von mehr als 69 ppm gemessen. Nach ausreichender Lüftung wurde festgestellt, dass im Schlafzimmer offenbar ein Petroleum-Ofen in Betrieb gewesen war. Dadurch dürfte es zu einer übermäßigen CO-Bildung und folglich zu der Vergiftung des 35-Jährigen gekommen sein.