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Mittwoch, den 20. März 2019 08:00

Komplettsanierung notwendig


Stadtrat Gunter Mayrhofer und Fraktionsobmann Markus Spöck

Veraltete Leitungen am Grünmarkt in Steyr werden in den nächsten Jahren nochmalige Aufgrabungen und massive Mehrkosten verursachen

Am Steyrer Grünmarkt wird speziell im Hinblick auf die Landesausstellung 2021 nach der abgeschlossenen Baustelle am Stadtplatz ab Juli ebenfalls die Straßenoberfläche saniert.

Wenig Verständnis für die nur eingeschränkte oberflächliche Straßensanierung findet das Wahlbündnis ÖVP/Bürgerforum Steyr. "Dass man die Warnungen der Leitungsträger dermaßen ignoriert und so das Risiko von Rohrdefekten an Wasser, Strom und Internet an den über 60 Jahre alten Leitungen riskiert, verstehe ich überhaupt nicht", so Fraktionsobmann Markus Spöck (ÖVP).

Spöck sorgt sich vor allem um die Sicherheit der Anrainer: "Besonders die Warnungen der Stadtbetriebe und des Bauamtes vor Defekten bei den bereits in die Jahre gekommenen Gasleitungen sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, diese Leitungen haben die Haltbarkeit bereits überschritten und sind stark sanierungsbedürftig".

Spöck spricht damit die Warnungen der Stadtbetriebe vor Schäden an Gas-, Wasser- und Kanalrohren an. Aber auch die Energie AG, Post und Liwest meldeten Sanierungsbedarf an. Veraltete Kabel, Kanäle und Leitungen können in den nächsten Monaten und Jahren zu größeren Problemen führen.

Stadtrat Gunter Mayrhofer (ÖVP): "Es hilft den Bewohnern und Geschäftsinhabern vor Ort ganz sicher nicht, wenn innerhalb kürzester Zeit wieder neu aufgegraben werden muss, um alle Leitungen neu zu verlegen. Bei dieser Überlegen sind die horrenden Mehrkosten für die Stadt noch gar nicht eingeflossen. Natürlich sei auch bei der Baustelleneinrichtung das höchste Augenmerk darauf zu setzen, dass während der gesamten Baustelle die betroffenen Hausbewohner und Geschäftsinhaber die dauerhafte Möglichkeit der Erreichbarkeit zu Fuß gegeben ist. Nur so können private oder geschäftliche Einbußen hintangehalten werden."

Und ein weiteres Problem gesellt sich dazu: Die Leitungen wurden damals nicht auf Normmaß unter dem Boden verlegt, sondern liegen bereits knapp unter der Aufgrabungsschicht. "Wir möchten uns das Szenario erst gar nicht vorstellen, wenn hier während der Bauzeit bei Gas oder Wasser etwas passiert. Immerhin rüttelt eine Baustelle durch schwere Geräte und Fahrzeugen enorm", warnt Spöck.

"Ebenfalls ungünstig wäre ein verzögerter Leitungsdefekt während der Landesausstellung 2021", zeigt sich Mayrhofer besorgt. Beides verursacht hohe Mehrkosten, da bei einer vollflächigen Sanierung inklusive Leitungen laut Bauamt von der Stadt 1,3 Mio. aufgewandt werden müssen. Die derzeit budgetierten 400.000 Euro für die Oberflächenbehübschung fallen dann für den Steuerzahler zweimal an.

Beiden stellt sich jedoch allem voran die Frage, wie die politisch Verantwortlichen nun vorsorgen, dass bei auftretenden Gasleitungsschäden dieser veralteten Leitungen die Sicherheit für alle gewährleistet bleibt.

An einer erneuten Aufgrabung des Grünmarkts wird in den nächsten Jahren kein Weg vorbeiführen. Im Gegensatz zur jetzigen Variante wäre jedoch die Versorgungssicherheit bei einer vollflächigen Erneuerung des Grünmarktes für die nächsten Jahrzehnte gesichert. " Wenn wir den Grünmarkt einmal, dafür aber vernünftig sanieren, könnte dieser in Sachen Wohnqualität und das Einkaufsflair punkten. Und es können dabei massive Gefahren in den nächsten Monaten und Jahren abgewandt werden. Auch die Bewohner und Geschäftsinhaber hätten aufgrund neuer Leitungen jahrzehntelang keine lärm- und schmutzverursachende Baustelle am Grünmarkt", so Spöck und Mayrhofer abschließend.


Bild (ÖVP Steyr): Stadtrat Gunter Mayrhofer und Fraktionsobmann Markus Spöck