Sie sind hier: BEZIRK STEYR
Donnerstag, den 11. April 2019 08:00

Fordernd und interessant


Szenen der Übung

Katastrophenschutzübung der Wasserrettung in Ebensee

Die Mitglieder der Tauch und Wildwassergruppe der Österreichischen Wasserrettung Landesverband Oberösterreich hatten am Samstag die Möglichkeit, bei der jährlichen Katastrophenschutzübung, mit einem Hubschrauber des Österreichischen Bundesheers in Ebensee, unter der Einsatzleitung von Gerhard Pucher, zu üben.

Die Ausgangslage war, dass am späten Abend des Vortags mehrere Personen mit dem Kajak den Rindbach befahren wollten. Auf Höhe Karbatalgraben wurde das starke Schmelzwasser relativ wild und eigentlich unbefahrbar. Genau in diesem Abschnitt kenterten mehrere Kajakfahrer, bis auf zwei konnten sich alle in Sicherheit bringen. Eine Schnellsuche der Gruppe ergab das die 2 Leute unauffindbar waren. Sie verständigten unverzüglich die Einsatzkräfte, die leider auf Grund der beginnenden Dunkelheit die Suche abbrechen mussten. Ein Fischer meldete das ein herrenloses Kajak in Bereich der Mündung des Rindbachs trieb. Daher wurden für den nächsten Tag Taucher und Fließ/Wildwasserretter, sowie ein Hubschrauber des Bundesheers (Aigen/Ennstal) für die Suche alarmiert.

Der für die Suche im teilweise sehr engen Rindbachtal eingesetzte Hubschrauber Alouette III ist für solche Aktionen am geeignetsten. Die kleine aber sehr wendige Maschine kann die Einsatzkräfte mit der eingebauten Seilwinde fast an jedem Punkt des Tals absetzen und aufnehmen. Das sehr erfahrene Team des Hubschraubers machte es innerhalb kurzer Zeit möglich, dass die Einsatzkräfte rasch zu ihren Positionen geflogen wurden und die Suche nach der vermissten Person beginnen konnte. Kurz vor dem Waltergraben wurden die Retter fündig und die Person wurde mittels Seilzug ca. 100m bergaufwärts bis zu einem geeigneten Übergabeplatz gebracht.

Die Taucher der Wasserrettung und der Wasserwehr Altausseeführten 2 Tauchgänge bis zu 30 Meter im Bereich der Ostseite des Traunsees durch. Beim 2. Tauchgang wurden sie in einer Tiefe von 23m fündig. Sie konnten die vermisste Person (Tauchpuppe) bergen und mit einem Einsatzboot ans Ufer bringen.

65 Personen der Wasserrettung, Bergrettung, Rotes Kreuz und der Feuerwehr nahmen an dieser sehr, für alle interessanten Übung teil. Bei der Nachbesprechung wurde vom Team des Hubschraubers den Fließ/Wildwasserrettern ein sehr großes Lob für ihr Professionalität ausgesprochen.

Die ÖWR LV OÖ möchte sich bei der Marktgemeinde Ebensee, den Österr. Bundesforsten (Revierleiter Wiesauer Martin), bei der Bergrettung Ebensee, der Feuerwehr Rindbach, dem Roten Kreuz Ebensee und der Wasserwehr Altaussee für die gute und problemlose Zusammenarbeit sehr herzlich bedanken.

 

Bilder: (c) ÖWR Ebensee


Mehr in dieser Kategorie: