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Dienstag, den 23. April 2019 13:00

Teamarbeit als Erfolgsfaktor


DKGP Karl Prenninger.

10 Jahre interdisziplinäres Intensiv-Zentrum am LKH Steyr

STEYR. Das interdisziplinäre Intensiv-Zentrum am LKH Steyr feiert 10-jähriges Jubiläum und blickt auf eine reine Erfolgsgeschichte zurück. In den drei Fächern Innere Medizin, Neurologie und Lungenheilkunde wurden in diesem Zeitraum 16.650 Akut-PatientInnen kompetent versorgt und betreut.

Neben der modernen Ausstattung und dem hohen fachlichen Können aller Beteiligten bilden vor allem das gute Miteinander der drei Abteilungen die Basis für den Erfolg. Besonderes Augenmerk wird auf Teamkultur und Umgangsformen gelegt. „Arbeitsatmosphäre, Arbeitsfreude und Zufriedenheit stehen in enger Beziehung zu gepflegter Umgangskultur“, ist sich Markus Reiter, Leiter des 50-köpfigen Pflegeteams, sicher. „Gesprächskompetenz im klinischen Alltag der Zusammenarbeit ist nicht zuletzt ein grundlegender Faktor des Behandlungserfolges im interdisziplinäreren Team.“

Team mit außergewöhnlicher Erfahrung
Einen weiteren Trumpf bildet die außergewöhnliche Erfahrung des Teams, wie auch der Primar der Abteilung Innere Medizin, Rudolf Vikydal, bestätigt: „Besonders hervorzuheben ist die Kompetenz der Pflege. Sie zeichnen sich durch ihre langjährige Tätigkeit und damit einhergehender Erfahrung im Intensivbereich aus. Es besteht ein stetes Bemühen, den PatientInnen und Angehörigen diese schwierige Zeit zu erleichtern und sie entsprechend zu begleiten.“

Immerhin verfügen 25 Personen im Intensiv-Team aktuell über eine durchschnittliche Diensterfahrung vom 18,7 Jahren bei einem Teilzeit-Anteil von 79 Prozent. Das „jüngere“ Überwachungsteam inklusive Abteilungshilfsdienst, ebenfalls bestehend aus 25 Personen, verbucht aktuell immerhin noch 8,7 Jahre Diensterfahrung bei einem Teilzeit-Anteil von 62 Prozent. Das gute Arbeitsklima als Erfolgsformel bestätigt auch die Leiterin der Neurologie, Prim. Dr. Eva Laich: „Bei akuten neurologischen Erkrankungen mit der Notwendigkeit von raschen diagnostischen und therapeutischen Entscheidungen ermöglicht ein ‚in Augenhöhe Hand in Hand arbeiten‘ von Pflege, ÄrztInnen und TherapeutInnen einen auf die Bedürfnisse der betroffenen PatientInnen und deren Angehörige konzentrierten Ablauf. Diese empathische Atmosphäre unter den MitarbeiterInnen führt zu einem wechselseitigen Getragen werden in belastenden Situationen, die sich auch wohltuend auf die Befindlichkeit von PatientInnen und Angehörigen auswirkt.“

Respiratory Care Unit für bestmögliche, schonende Beatmung
Die dritte wesentliche Säule des interdisziplinären Intensiv-Zentrums bildet die Lungenabteilung mit der RCU (Respiratory Care Unit), zuständig für die Betreuung von PatientInnen mit akutem oder chronischem Versagen der Atmung. „Die besondere Bedeutung der RCU liegt darin, dass invasive Beatmungen, die oft für die lungenkranken PatientInnen sehr problematisch sind, verhindert bzw. reduziert werden sollen“, erklärt Primar Josef Bolitschek. „Für diese Aufgabe steht ein geschultes und sehr engagiertes Team zur Verfügung, ohne das die oft aufwendige Einstellung der PatientInnen auf eine positive Druckbeatmung nicht möglich wäre.“

Der Leitsatz des Intensivzentrums „Modernste Technik und Menschlichkeit“ zieht sich durch alle Bereiche des interdisziplinären Intensiv-Zentrums des LKH Steyr, bestätigt auch DGKPin Iris Schmidthaler, die sich „nach 35 Jahren Arbeiten im Intensivbereich keinen besseren Arbeitsplatz vorstellen kann“ – und bestätigt damit auch von dieser Seite die außergewöhnliche Teamstabilität in der Abteilung.

 

Bild (OÖ Gesundheitsholding): DKGP Karl Prenninger