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Donnerstag, den 09. Mai 2019 13:00

Glück auf!


Bergmännischer Anschlag für Panoramalift auf den Tabor in Steyr

Bergmännischer Anschlag für Panoramalift auf den Tabor in Steyr

Mit einem mehrfachen „Glück auf“ ist heute der sogenannte Bergmännische Anschlag für den Panoramalift gefeiert worden. Die Startphase des Baus ist gut verlaufen. Sollte alles weiter nach Plan gehen, können die ersten Passagiere noch heuer mit dem Lift auf den Tabor fahren.

Der Lift wird von der oberösterreichischen Firma Weigl-Aufzüge (Waizenkirchen) hergestellt. Die Konstruktion wird von zwei parallel gestellten Beton-Wangen zur Plattform auf dem Tabor geführt. Diese Plattform beim Taborturm besteht aus Cortenstahl und Gitterrost. Der Lift überwindet die etwa 35 Höhenmeter vom Michaelerplatz auf den Tabor ungefähr zur Hälfte im Berg und zur Hälfte im Freien. Um diese Panorama-Fahrt auch bei tiefen Temperaturen durchführen zu können, muss der Boden der Liftkabine beheizt werden. Es darf kein Kondenswasser gefrieren, auch die Scheiben dürfen nicht beschlagen. Die Liftkabine hat eine Bodenfläche von 2,20 mal 1,60 Metern sowie eine Höhe von 2,40 Metern. Sie bietet auch Platz für Fahrräder oder Kinderwägen.  Die Liftkabine kann bis zu 2000 Kilogramm oder 26 Personen befördern, sie bewegt sich mit 3,6 Kilometern pro Stunde. 180 Fahrten pro Stunde sind möglich. Sollte der Strom ausfallen, können zwei Sicherheitssysteme aktiviert werden: Erstens steht ein Notstrom-Akkumulator zur Verfügung. Sollte der auch nicht funktionieren, kann man die Liftkabine mit einem Handrad nach oben kurbeln. Die Übersetzung des Antriebs ist dabei so konstruiert, dass diese Kurbel von einer Person bedient werden kann. Die Liftkabine und der Zugang beim Michaelerplatz werden außerdem mit Video-Kameras überwacht. Die Kosten für das Projekt: Etwa zwei Millionen Euro. Die Bauarbeiten führt die Firma Felbermayr aus Salzburg durch.

Geplant hat die Aufstiegshilfe der aus Steyr gebürtige Architekt Dipl.-Ing. Helmut Reitter. Er hat sich bei einem Architekten-Wettbewerb Ende 2017 nach einem einstimmigen Beschluss der Jury gegen 17 Mitbewerber durchgesetzt. Der Vorsitzende der Jury hat Reitters Entwurf als „maximal reduziertes, überraschend reichhaltiges Projekt mit Panoramablick“  bezeichnet.

 

Bild (Magistrat Steyr): Von links: Elias Egarter (Firma Felbermayr), Stadtrat Dr. Mario Ritter, Stefan Hielle (Firma Felbermayr), vorne Stadtrat Gunter Mayrhofer, dahinter Vizebürgermeister Wilhelm Hauser, Clemens Kaiser (Firma Felbermayr), Baumeister Manuel Bugelnig (Bauleitung, Firma Felbermayr), Horst Felbermayr (Firma Felbermayr), Vizebürgermeister Dr. Helmut Zöttl, Architekt Dipl.-Ing. Helmut Reitter, Bürgermeister Gerald Hackl, Vizebürgermeisterin Ingrid Weixlberger, Mag. Peter Hochgatterer (Stadtbetriebe Steyr) und Stadtrat Mag. Reinhard Kaufmann.


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