Sie sind hier: BEZIRK KIRCHDORF » ST. PANKRAZ
Dienstag, den 10. Januar 2017 09:47

Keine Gefährdung durch Wintersport


Skitouren - Beispielbild

Wald ist Erholungsraum für alle, Nutzung muss aber in geregelten Bahnen ablaufen

Der Winter lockt viele Wintersportbegeisterte in die Natur. Zahlreiche Schneeschuhwanderer, Tourengeher und Alpinschifahrer sind dabei auch in oder neben den Wäldern unterwegs. „Ich appelliere an alle, die gerne im Wald Sport betreiben, sich dabei so zu verhalten, dass es zu keinen Schäden an den jungen Bäumen kommt“, so ÖR Ing. Franz Reisecker, Präsident der Landwirtschaftskammer OÖ.
Der Wald hat nicht nur große wirtschaftliche Bedeutung, er hat – vor allem im alpinen Gelände – auch wichtige Schutzfunktionen. „Es braucht Jahrzehnte, bis ein Baum vor Lawinen oder Vermurungen schützen kann, aber nur wenige Sekunden, in denen ein unachtsamer Schifahrer mit den scharfen Stahlkanten ein kleines Bäumchen ruiniert“, erläutert Reisecker.

Grundsätzlich können Schifahrer und Schneeschuhwanderer den Wald für ihren Sport nutzen. Im Bereich von Schiliften oder Seilbahnen ist das Abfahren allerdings nur auf markierten Pisten oder Schirouten gestattet. Das Skifahren im Wald daneben ist nach dem Forstgesetz verboten, wobei Geldstrafen bis zu 150 Euro verhängt werden können.

Langlaufen ist im Wald erlaubt
Das Langlaufen außerhalb von gespurten Loipen ist von Gesetzes wegen im Wald nur unter Anwendung der nötigen Vorsicht gestattet. Es ist daher darauf zu achten, dass Bäumchen nicht geknickt oder beschädigt werden. Ebenso muss auf Forsteinrichtungen, gelagertes Material etc. geachtet werden. Mit diesen Normen soll sichergestellt werden, dass das sensible Ökosystem Wald nicht mutwillig gefährdet wird.