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Montag, den 07. August 2017 11:20

Handwerkerbonus verlängern


Spartenobmann Leo Jindrak

Spartenobmann Jindrak: 33,5 Mio. haben 211,5 Mio. Euro ausgelöst! - Hebelwirkung spricht deutlich für Fortsetzung der Förderaktion

Berechnungen der Bausparkassen zufolge hat der Handwerkerbonus von 2016 bis Ende Mai 2017 Arbeitsleistungen in Höhe von rund 211,5 Mio. Euro ausgelöst und das bei einer Förderhöhe von bis dahin 33,5 Mio. Euro. „Ein Förder-Euro hat damit mehr als sechs Euro Arbeitsleistung bewirkt. Der Handwerkerbonus ist also ein Bombenerfolg, denn eine solche Hebelwirkung können wohl nur wenige Förderungen vorweisen“, betont Leo Jindrak, Obmann der oö. Sparte Gewerbe und Handwerk. Vor dem Hintergrund, dass „die Mittel für den Handwerkerbonus noch im August ausgeschöpft sein werden“, fordert Jindrak die Fortsetzung und auch eine Höherdotierung.
 
Handwerkerbonus ist in erster Linie ein „Konsumentenbonus“
Der Handwerkerbonus schafft einen klaren Mehrwert für den Konsumenten. „Deshalb müsste man den Handwerkerbonus eigentlich richtigerweise ,Konsumentenbonus‘ nennen“, so Jindrak. Denn am meisten profitiert der private Auftraggeber von der Mehrwertsteuerreduktion auf Arbeitsleistung — Zusatznutzen: anders als beim gewerbsmäßigen Pfuscher erhält er auch Gewährleistung.
 
Gewinner ist aber auch der Staat. „Denn die Aktion spült dem Fiskus gleich viel, wenn nicht mehr Steuereinnahmen in die Kassen — abgesehen von dem Mehr an Sozialversicherungsabgaben aufgrund des Zurückdrängens des gewerbsmäßigen Pfuschs“, unterstreicht Jindrak. Berechnungen von „Schwarzarbeitsexperten“ zufolge hat der Handwerkerbonus den Pfusch um 200 bis 250 Mio. Euro reduziert.
 
„Es profitieren darüber hinaus auch unsere Gewerbe- und Handwerksbetriebe — und hier vor allem die kleinen und mittleren draußen in den Regionen“, nennt Jindrak den dritten Vorteil. Die kleinbetriebliche Struktur auf dem Land wird gestärkt, denn zu ihnen kommt der Private mit den kleineren Aufträgen. „Genau diese Klein- und Mittelbetriebe brauchen diese Aufträge“, so Jindrak weiter. „Denn die letzten Konjunkturerhebungen haben gezeigt, dass sich die Betriebe mit weniger als 10 Mitarbeitern derzeit von der sehr positiven gesamtwirtschaftlichen Konjunktur abkoppeln und sich schwächer entwickeln. Aber genau diese Betriebe sind wesentliche Faktoren — als Rückgrat für Beschäftigung und Ausbildung in den Regionen.“

 

Bild (WKOÖ): Spartenobmann Leo Jindrak