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Samstag, den 09. September 2017 08:46

Trans Nationalpark


V.l.: DI Herbert Wölger, Direktor Nationalpark Gesäuse, Tourismusreferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl und Dr. Erich Mayrhofer, Direktor Nationalpark Kalkalpen

Auf 2 Rädern durch 2 Nationalparks

Einzigartig in Österreich: 10tägige MTB-Tour verbindet den Nationalpark Kalkalpen mit dem Nationalpark Gesäuse – 450 Km/11.500 Hm

Die Trans Nationalpark führt in einem Rundkurs vom Oö. Enns- und Steyrtal durch den Nationalpark Kalkalpen in die Urlaubsregion Pyhrn-Priel und weiter in den Nationalpark Gesäuse in der Steiermark; über das Hügelland der Voralpen schließt sich der Kreis. Die außergewöhnlichen Landschaften der Nationalparks und deren Umgebung versprechen einmalige Erlebnisse: auf einsamen Forststraßen führt die MTB-Tour zu atemberaubenden Ausblicken, durch die Waldwildnis des Hintergebirges und in die bizarre Felswelt der Gesäuseberge. Auf den urigen Almhütten warten regionale Köstlichkeiten zum Aufladen leerer Energietanks. Ortskundige Guides, die auf geführten Touren manch Unbekanntes offenbaren, stehen bereit und wissen, wo die nächste gemütliche Alm für die Einkehr liegt.

Entlang der Strecke kann zwischen komfortablen Gasthöfen, Pensionen und Hütten als Unterkunft gewählt werden. Die Nationalpark Kalkalpen Bikespezialisten stehen für optimale Betreuung der Biker. Buchbar ist die Trans Nationalpark über Angebote mit Guide und / oder Gepäckstransfer.

Die Trans Nationalpark ist auch für E-Bikes geeignet. Mehrere Ausgangspunkte ermöglichen einen unkomplizierten Einstieg in die Tour.

Die Eckdaten zur Trans Nationalpark
Länge
: 450 Km
Höhenmeter
: 11.500 Hm
Dauer
: 5 bis 10 Tagesetappen
Einstiegspunkte
: Losenstein, Molln, Windischgarsten, Spital/Pyhrn, St. Gallen, Admont.

Details zum Projekt
Vorbereitungszeit
: 3 Jahre
Projektkosten
: € 80.000,00 (Kostenaufteilung: 1/3 Steiermark, 2/3 Oberösterreich)
Projektpartner
: TVB NP Region Ennstal, TVB NP Region Steyrtal, TVB Pyhrn Priel, Nationalpark Kalkalpen sowie TVB Gesäuse und Nationalpark Gesäuse

Förderungen: Leader Region Nationalpark Kalkalpen, Land OÖ, Leader Region Gesäuse und Land Steiermark

Information & GPS-Daten: www.transnationalpark.at

Statement Tourismusreferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl
„Mit der Trans Nationalpark durch die beiden Nationalparks Kalkalpen und Gesäuse wird ein weiteres einzigartiges Mountainbike-Angebot geschaffen. Es verbindet zwei Nationalparks und zwei Bundesländer, bietet 450 km MTB-Strecken in allen Schwierigkeitsstufen und Längen und vor allem ein einzigartiges Naturerlebnis, das seinesgleichen sucht. Auf die Bedürfnisse der Mountainbiker eingestellte Gastgeber runden das Angebot an und machen jede Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis. Oberösterreich kann damit sein Angebot für Radurlauber und -sportler noch weiter ausbauen und entwickelt sich immer stärker zur erfolgreichen Raddestination. Mountainbiken liegt bei den Urlaubern im Trend. Laut einer Gästebefragung bezeichnen 15 Prozent der Sommerurlauber in Oberösterreich ihren Aufenthalt als Radfahr- oder Mountainbikeurlaub.“

 

Die Regionen
Nationalpark Region Ennstal

Bevor die Enns in die Donau mündet, schlängelt sie sich im südlichen Oberösterreich durch ein malerisches Hügelland, wo sich Wald, Wiesen und Felsen aufeinander folgen und den Reisenden in ihren Bann ziehen. Einst war die Enns ein wichtiger Transportweg vom Erzberg, entlang dessen sich wichtige Wirtschaftszentren bildeten, wie die Losensteiner Nagelschmieden oder die Messingfabrik in Reichraming. Heute ist der Fluss die Lebensader des Tales, dient der Stromerzeugung und wird für zahlreiche Freizeitaktivitäten genutzt.

Naturliebhaber sind hier richtig:  Wandern, Radfahren und Klettern
Die Nationalpark Region Ennstal bietet endlose Möglichkeiten, sich aktiv in der freien Natur zu erholen: Die naheliegenden, traditionsreichen und heute noch bewirtschafteten Almen locken Wanderer ebenso wie Mountainbiker ins Reichraminger Hintergebirge – wobei Ihnen hunderte Kilometer an Wegen und MTB-Routen zur Verfügung stehen. Weitwanderer am Kalkalpenweg, Mariazeller- oder Voralpenweg kommen durch die Nationalpark Kalkalpen Region. Auch für Mountainbiker stehen mehrere mehrtägige Touren zur Auswahl, wie z.B. die Trans Nationalpark. Trekkingbiker lernen die Region oft über den Ennsradweg kennen und schätzen. Für Kletterer hingegen bietet das Ennstal die größte Klettergartendichte in Österreich: über 1.300 Routen in allen Schwierigkeitsgraden in mehr als 30 Klettergärten. Mit der 2014 eröffneten Kletterhalle in Gaflenz kann auch im Winter trainiert werden. Im Familienskigebiet Forsteralm machten unzählige Kinder der Umgebung ihre ersten Schwünge.

Kulturschätze entlang der Eisenstraße
Die Spuren der Vergangenheit können heute noch besucht werden: z. B. die Nagelschmiede in Losenstein mit der weltgrößten Sammlung an handgeschmiedeten Nägel; das Tal der Feitelmacher in Ternberg-Trattenbach, wo seit 600 Jahren Taschenmesser hergestellt werden und von der UNESCO als Immaterielles Kulturerbe gewürdigt wurde; das Kutschenmuseum Gruber, wo über 80 Fahrzeuge die Entwicklung unserer Fortbewegungsmittel veranschaulichen; eine der ältesten Burganlagen Oberösterreichs ist in Losenstein frei zugänglich.

Südlich der Enns erstreckt sich seit 1997 der Nationalpark Oö. Kalkalpen, der mit dem größten unbesiedelten Waldgebirge seit Jahren Besucher aus aller Welt anzieht. Seine naturnahen Buchenwälder wurden 2017 von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt.

In dieser Waldwildnis mit über 800 Quellen sind drei Dutzend verschiedenen Waldarten, über 30 verschiedene Orchideen und Pflanzen und Tierarten beheimatet, die anderswo vom Aussterben bedroht sind. Ein Besuch im Nationalpark Besucherzentrum Ennstal gehört für jeden Gast der Region einfach dazu.

Nationalpark Region Steyrtal
Gesäumt von Uferwäldern, bahnt sich die smaragdgrüne Steyr den Weg durch die Landschaft. Sie hat dem lieblichen Tal den Namen gegeben und eine urtümliche Konglomerat Schlucht geformt. Von dort verzweigt sich das Steyrtal in viele romantische Seitentäler. Auf Schritt und Tritt findet man seltene Blumen, farbenprächtige Schmetterlinge, sprudelnde Quellen, Almen und aussichtsreiche Berggipfel. Unentdeckte Landschaften, faszinierende Naturschauspiele und herrliche Gipfelerlebnisse bietet die Nationalpark Region Steyrtal in einer Ruhe, wie man sie anderswo kaum findet.

Auf gut markierten MTB Strecken – darunter Etappen der neuen TRANS NATIONALPARK -  findet jeder Biker seine individuelle Herausforderung! Ob familienfreundlich oder wettkampferprobt, ob sportlich oder mit motorischer Hilfe.

Der familienfreundliche. Zu den schönsten Flussradwegen Oberösterreichs zählt zweifelsohne der Steyrtal Radweg, er ist aufgrund der ebenen Streckenführung entlang des Steyr Flusses besonders bei Familien sehr beliebt! Von Grünburg (oder Steyr) ausgehend führt er entlang des Steyr Flusses über Leonstein nach Molln und weiter bis Klaus (ab Grünburg 24 km – ab Steyr 44 km). Für besondere Naturgenießer empfiehlt sich die Rückfahrt über den Wallfahrtsort Frauenstein und die wunderschönen Seitentäler nach Molln und retour nach Grünburg.

Als Geheimtipp gilt die Anreise mit der Steyrtal-Museumsbahn von Steyr nach Grünburg. Die älteste dampfbetriebene Schmalspurbahn Österreichs fährt durch die wunderschöne Aulandschaft des Steyr Flusses – ein Erlebnis für Groß und Klein! Die Bahn fährt von Juni bis Sept. jeweils am Wochenende - der Radtransport ist gratis!

Auch kulturell hat die Region einiges zu bieten:
interessante Museen und handwerkliche Schaubetriebe, wie z. B. der Maultrommelmacher, das Freilichtmuseum Schmiedleithen, das Messerer Museum, das Krippenhaus mit über 600 Krippen aus 100 Ländern in Steinbach a. d. Steyr oder die Schwert- und Kunstschmiede in Molln zeigen die Wurzeln des traditionellen Handwerks im Steyrtal.

Noch ein Tipp als „Mitbringsel“ für zu Hause!
Das „Steyrtaler Bschoad Binkerl“ als kleines Mitbringsel für die Daheimgebliebenen mit Produkten aus der Nationalpark Region Steyrtal!

Urlaubsregion Pyhrn Priel
Sie ahnen es: Früher waren wir richtig hinterwäldlerisch. Unsere Wilderer machten reiche Beute. Dass wir ein wenig versteckt liegen, hat uns unsere Einzigartigkeit erhalten und unser kulturelles Erbe bewahrt. Heute sind wir stolz auf unsere dick verschneiten Wälder im Nationalpark, auf die reichlich sprudelnden Quellen, die munteren Bäche in weißem Felsbett, die erhabenen Gipfel hoch über enzianübersäten Wiesen. Danke können wir sagen, dass uns das alles geblieben ist – intakt und wertvoll.

Wandern, Bergsteigen, Golfen, Radeln, Ski fahren, Langlaufen, Winterwandern, Maibaumkraxeln, Erntedankfeiern oder einfach nur Innehalten: In der Region Pyhrn-Priel im südlichen Oberösterreich werden Sie verstehen, was es heißt, im Juwel der Alpen zu sein.

Auch in Sachen Bike hat die Sportarena Pyhrn-Priel einiges zu bieten. Sie verfügt über 250 km bequeme Genussradwege und 100 km spritzige Mountainbikestrecken. Neu beschilderte Routen führen zu Naturjuwelen wie Schiederweiher und Pießling Ursprung oder ins romantische Veichltal. Auch die mehrtägige Kalkalpentour XL und die beliebte 3 Pässe Rennradtour durchziehen die Region.

Der im Juni 2016 eröffnete Bikepark Wurbauerkogel umfasst drei Mountainbikestrecken in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden: Einen Flowtrail (leicht), eine Freeride-Strecke (mittel) und eine Downhill-Strecke (schwer). Das neueste Bike-Angebot in Pyhrn-Priel: Der Wurzeralm-Singletrail. Er wurde sowohl für Profis als auch für Familien konzipiert. Der Start befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Bergstation der Wurzeralm-Standseilbahn auf einer Seehöhe von rund 1400 Metern. Die Streckenlänge ins Tal beträgt fünf Kilometer. Mit der Trans Nationalpark führt nun eine weitere Top-Mountainbikestrecke durch die Region.

Das Gesäuse
Das Gesäuse gibt Kraft. Wir behaupten das nicht, weil es sich gut anhört oder gerade im Trend liegt. Nein, wir sagen das, weil wir das selbst fast jeden Tag an Leib und Seele zu spüren bekommen. Das Gesäuse ist keine Check-Liste zum Abhaken, das Gesäuse will von jedem ganz persönlich gefunden werden.

Natur3
Jedem sein Gesäuse! Die einen finden es in der Ruhe und Erhabenheit der Natur. Und die spielt im Gesäuse ganz groß auf. Nicht umsonst gibt es hier Nationalpark und Naturpark auf engstem Raum. Der Nationalpark steht dabei für streng geschützte und unberührte Wildnis wie sie in Europa kaum mehr zu finden ist. Der Naturpark hingegen ist Synonym für naturnahes Leben und Wirtschaften und ist mit seinen geologischen Besonderheiten ganz nebenbei auch ein UNESCO Geopark.

Universität des Bergsteigens
Im wilden Wasser und steilen Fels dieser beiden Naturjuwele finden die anderen ihr sportliches Gesäuse. Die »Universität des Bergsteigens« ist hier zu Hause, nicht als Hochschule mit Studiengebühr, sondern als Begriff für fast 150 Jahre Alpinismus, in denen das Gesäuse Bergsteigergeschichte geschrieben hat. Natürlich gibt es auf jeden Berg auch immer einen leichteren Weg als den direkten über die Felswand. Mit über 500 Kilometern Wanderwegenetz und einer der größten Schutzhüttendichten wird im Gesäuse auch Genusswandern großgeschrieben.

Wildwasser in Reinstform
Am Fuße der mächtigen Kalkgipfel fließen wild und ungezähmt Enns und Salza. Das Gesäuse hat seinen Namen ja vom Sausen und Brausen der Enns am Gesäuseeingang. Im wilden Wasser dieser beiden unzerstörten Naturflüsse wartet ein Wildwassererlebnis der Sonderklasse, das in dieser „Reinstform“ nirgendwo in Österreich mehr zu finden ist.

Hochkultur trifft Volkskultur
Wieder andere finden ihr Gesäuse beim Eintauchen in die fast tausendjährige Hochkultur eines Stift Admont mit seiner weltgrößten Klosterbibliothek und seinen drei Museen. Für die richtige Portion Emotion wartet dann noch die ebenso alte wie gelebte Volkskultur mit den zahlreichen Festen und Veranstaltungen rund um Musik und Brauchtum.

Das Gesäuse gibt dir keine To-do Liste zum Abarbeiten: Es gibt dir eine Sammlung an Möglichkeiten, mit denen du die Kraft für Körper, Geist, Seele und Emotion wieder bekommst, die im herausfordernden Alltag so oft verloren scheint.

 

Bild (Thomas Sattler): V.l.: DI Herbert Wölger, Direktor Nationalpark Gesäuse, Tourismusreferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl und Dr. Erich Mayrhofer, Direktor Nationalpark Kalkalpen