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Sonntag, den 08. Oktober 2017 17:00

Versöhnlicher BL-Abschluss 2017


Mannschaft von LZ Multikraft Wels

Flachgau : Multikraft Wels 5 : 9

Nachdem am Freitag Sabrina Filzmoser mit ihrem großartigen 5. Platz beim Grand Prix in Tashkent vorgelegt hat, gewann die Mannschaft von LZ Multikraft Wels am Abend in der Judo Herren Bundesliga nach einem 4:3 Pausenrückstand noch klar und überzeugend 9:5 auswärts in Strasswalchen gegen Flachgau. Im zweiten Durchgang holten die Welser Multis sechs von sieben möglichen Punkten und fügten den Flachgauern damit die erste Saisonniederlage zu.

„Erstmals mit allen drei Borchasvhili-Brüdern – Shamil und Wachid erhielten erst vor Kurzem die österreichische Staatsbürgerschaft und Kimran gab nach seiner langen Verletzungspause ein überzeugendes Comeback – und mit allen drei Legionären war es für uns eine Standortbestimmung für nächstes Jahr. Sowohl der aktuelle Weltranglisten-Dritte Krisztian Toth und der Weltranglisten-Siebte Miklos Cirjenic, beide aus Ungarn, als auch der Tscheche Michal Horak werden auch nächstes Jahr wieder für uns antreten. Wenn wir im Gegensatz zu heuer in der kommenden Saison kein Verletzungspech zu beklagen haben, dann ist für uns alles drinnen, mit dem Minimalziel Final Four“, ist Manfred Dullinger, Coach der Multis, nach der Begegnung gegen Flachgau optimistisch. „Heuer kostete die langwierige Verletzung von Nationalteam-Kämpfer Kimran Borchasvhili nach zwei Jahren in Folge knapp die Teilnahme am Final Four. Wir haben gesehen, dass so ein Punktegarant für uns einfach unersetzbar ist und trotzdem hätten wir es beinahe geschafft. Wir werden also nächste Saison voll angreifen, dass nach oben alles möglich ist, hat der zweite Durchgang in Strasswalchen gezeigt“, so Dullinger.

Kimran Borchasvhili machte bis 60 kg genauso wie sein Bruder Wachid Borchasvhili bis 66 kg beide Punkte für die Multis. Bis 81 kg musste Shamil Borchasvhili im ersten Durchgang zwar seine heuer einzige Bundesliga-Niederlage hinnehmen, zeigte aber im zweiten Durchgang, was im noch jungen Welser Eigenbaukämpfer alles steckt: er besiegte den ungarischen WM-Fünften Laszlo Csoknyai im Golden Score. Für die weiteren Welser Punkte sorgten die beiden Grand Prix-Sieger vom letzten Wochenende in Zagreb, Miklos Cirjenic (zwei Mal bis 100 kg), der im zweiten Durchgang zum Einsatz gekommene Krisztian Toth über 100 kg und Michael Winkler im zweiten Durchgang bis 73 kg.

Colop-Masters: Nächstes Wochenende Großkampftag für Nachwuchs-Multis
Am Sonntag, 15. Oktober, ab 10.30 Uhr in der Sporthalle Lichtenegg wird bereits „Ein Vierteljahrhundert Colop-Masters“ gefeiert. In dieser Zeit waren bei diesem großen Jugend-Turnier in Wels insgesamt rund 7800 Judokas aus genau 20 Nationen am Start. Jahr für Jahr tragen rund 60 ehrenamtliche Mitarbeiter vom Bundesligaklub LZ Multikraft Wels zum Gelingen dieser Großveranstaltung bei. Weltklassekämpferin Sabrina Filzmoser, die als erste Welserin im Jahr 1992 das Colop-Masters gewinnen konnte, wird als Turnier-Botschafterin fungieren. „Auch heuer haben wir ein halbes Dutzend Medaillenanwärter“, freut sich Turnier-Organisator Willi Reizelsdorfer schon auf diesen sportlichen Saison-Höhepunkt.


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