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Donnerstag, den 11. Januar 2018 18:00

Neue Wege in der Ambulanzabwicklung


LKH Kirchdorf

Faire Reihenfolge für Patient/-innen im LKH Kirchdorf - Behandlung nach dem Manchester-Triage-System

KIRCHDORF. Das LKH Kirchdorf geht neue, moderne Wege in der Ambulanzabwicklung. Mit Anfang Jänner wurde auf Terminambulanzen umgestellt.

Patient/-innen, die ohne Termin ins Krankenhaus kommen, werden künftig über eine ambulante Erstversorgungseinheit aufgenommen. Ein standardisiertes Verfahren (Manchester Triage System – MTS) dient zur Ersteinschätzung der Patient/-innen beim Eintreffen in der Ambulanz. Damit sollen diese, entsprechend der Schwere ihrer Erkrankung, gereiht werden. Ausgenommen davon sind Unfallpatient/-innen, Kinder bis 18 Jahre und Schwangere. Diese werden, wie bisher, direkt in den jeweiligen Bereichen versorgt.

Das Manchester Triage System wird von diplomierten Pflegekräften nach internationalen Standards durchgeführt und ermöglicht so eine optimierte Reihung der Patient/-innen. Die Wartezeit richtet sich somit nicht nach dem Eintreffen in der ambulanten Erstversorgungseinheit, sondern nach der Behandlungsdringlichkeit. Die Erstbegutachtung erfolgt schließlich von den Ärzt/-innen in der Erstversorgungseinheit.

Mit Anfang des Jahres wurden alle Fächer auf Terminambulanzen umgestellt. „Durch die Einführung der Terminambulanzen und der ambulanten Erstversorgungseinheit mit dem Manchester-Triage-System, wollen wir einerseits die Wartezeiten minimieren und andererseits unseren Akutpatient/-innen die Sicherheit geben, entsprechend der Schwere ihrer Erkrankung behandelt zu werden“, erklärt Pflegedirektor Mag. Horst Konrad, MSc, die Zielsetzung der Umstellung. „Wichtig ist uns daher, dass Patient/-innen, sofern es sich nicht um einen Akutfall handelt, unbedingt einen Termin in der jeweiligen Ambulanz vereinbaren“. Innerhalb kurzer Zeit wird der Patient oder die Patientin beispielsweise nach den Symptomen – „Lebensgefahr“, „Schmerzen“, „Blutverlust“, „Bewusstsein“, „Temperatur“ und „Krankheitsdauer“ eingeschätzt und dementsprechend einer von fünf Dringlichkeits-Stufen zugewiesen. Stufe 1 bedeutet demnach eine sofortige Behandlung ohne Wartezeit, Stufe 5 bedeutet eine nicht dringende Notwendigkeit der Behandlung.

Europaweit erprobt
Das Manchester-Triage-System ist ein erprobtes Verfahren und wird seit Mitte der 1990er Jahre ausgehend vom englischen Manchester zunehmend in Krankenhäusern in ganz Europa eingesetzt. Das Manchester-Triage-System wird in allen Häusern der oö. Gesundheits- und Spitals-AG eingesetzt. „Die Wartezeit der Patient/-innen richtet sich dabei nach der Behandlungsdringlichkeit und nicht nach dem Eintreffen in der ambulanten Erstversorgungseinheit“, ist die Kollegiale Führung vom Manchester-Triage-System überzeugt.

 

Bild (GESPAG): LKH Kirchdorf


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