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Montag, den 16. April 2018 08:00

Kostenfaktor Eisenbahnübergänge


LAbg. Michael Gruber

LAbg. Gruber: Eisenbahnkreuzungen auflassen, um Nebenbahnen zu attraktivieren

„Die Erhaltung ist aus finanzieller Sicht ein schwieriges Unterfangen“, so LAbg. Michael Gruber hinsichtlich der Nebenbahnen wie etwa der Almtalbahn, „deswegen sind Attraktivierungsmaßnahmen vonnöten, um den Betrieb zu sichern.“

„In Oberösterreich gibt es rund 450 Eisenbahnkreuzungen, die gemäß Eisenbahnkreuzungsverordnung 2012 bis zum Jahr 2024 überprüft und bis 2029 hinsichtlich der Sicherung modernisiert werden müssen. Die Kosten hierfür tragen zur Hälfte jeweils der Eisenbahnbetreiber sowie der Träger der Straßenbaulast, welcher in vielen Fällen die Standortgemeinde ist. Bei geschätzten Kosten von 400.000 bis 500.000 Euro pro Kreuzung ist dies eine erhebliche Mehrbelastung, die in den nächsten Jahren auf viele Kommunen zukommen wird. Mein Vorschlag ist daher, mit dem Eisenbahnbetreiber zu verhandeln mit dem Ziel, die Nutzung der bestehenden Kreuzungen zu überprüfen. Durch kürzere Fahrzeiten, da bei weniger Kreuzungen nicht mehr so oft abgebremst werden muss, können Nebenbahnen, wie etwa die Almtalbahn, attraktiviert werden. Zusätzlich würden die Gemeindehaushalte massiv entlastet und auch für den Eisenbahnbetreiber entstünden Vorteile“, nennt Gruber die mögliche zukünftige Vorgehensweise.

„Viele der genannten Kreuzungen sind ohnehin obsolet, da sie in der heutigen Zeit nicht mehr oder nur sporadisch genutzt werden. Natürlich werden einige wenige dadurch längere Wegstrecken zurückzulegen haben, jedoch muss mit Bedacht zwischen den Interessen abgewogen werden.“

„Ich sehe dies auch als einen Punkt für die bestehende Arbeitsgemeinschaft zur Almtalbahn, um Vorschläge dieser Art zu sammeln und mit einer etwaigen Studie zielorientiert anzusetzen“, so LAbg. Gruber abschließend.