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Dienstag, den 15. Mai 2018 08:00

Was Familien brauchen


Mag.a Barbara Lanzerstorfer-Holzner, Projektleiterin ElternTelefon, Mag. Josef Lugmayr , Leiter BEZIEHUNGLEBEN.AT, Familienreferent LH-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner und Mag.a Silvia Breitwieser

15. Mai - Internationaler Tag der Familie

Am 15. Mai wird weltweit der Internationale „Tag der Familie“ gefeiert. Er wurde 1993
durch eine Resolution der UN-Generalversammlung geschaffen. An diesem Tag soll die Bedeutung der Familie als grundlegende Einheit der Gesellschaft in den Fokus gerückt werden. Auch die öffentliche Unterstützung für Familien soll damit verstärkt werden. Weiters geht es um die Rolle der Familie in der Gesellschaft, gesellschaftliche Gleichberechtigung, Recht auf freie Wahl des Ehepartners, um Frauen- und Kinderrechte und um den Schutz der Familie vor staatlichen Eingriffen.

Familie ist die Grundlage menschlichen Zusammenlebens
Die Familie ist für die Österreicherinnen und Österreicher das Wichtigste im Leben und steht noch vor der Arbeit und den Freunden an oberster Stelle. Dennoch gestaltet sich der Alltag oft nicht ganz einfach. Immer häufiger sind beide Elternteile berufstätig. Während der Woche bleibt wegen der langen Arbeitszeit oft nur wenig Raum und auch am Wochenende müssen zu viele Dinge erledigt werden. Hinzu kommen weitere konkurrierende Faktoren: Karriere, Weiterbildung, Freizeitbeschäftigungen etc. Auch die neuen Medien, die mittlerweile einen hohen Einfluss auf das Leben aller haben, spielen hierbei eine entscheidende Rolle.

Familie ist ein zentraler Wert in unserer Gesellschaft
Damit die Politik die richtigen Maßnahmen und Entscheidungen setzen kann, bedarf es einer gründlichen Erforschung der Familien und ihrer Werte. In Oberösterreich nimmt die Familienpolitik einen hohen Stellenwert ein. Deshalb ist das Land Oberösterreich auch laufend mit wissenschaftlichen Experten in Kontakt, um die Situation der Familie zu erfassen und so auf zukünftige Herausforderungen rechtzeitig reagieren zu können.

Aus diesem Grund wurde im Jahr 2014 die erste Familien- und Wertestudie erstellt, mit dem finalen Ziel, einen Familienwertindex zu entwickeln. Dieser maß die Bedeutung der Familie in der Gesellschaft und gab Auskunft über ihre Werthaltung. Die dritte Befragung wurde im letzten Jahr 2017 abgeschlossen und veröffentlicht. Das Ergebnis bestätigt, dass Familie in Österreich nach wie vor IN ist und dass die Familie für die Bevölkerung ein essentieller Teil des Lebensglücks ist.

Die wesentlichen Aussagen der Familien- und Wertestudie:
80 % der Österreicher beurteilen den Kontakt und den Zusammenhalt innerhalb der Familie als sehr bzw. ziemlich stark.
Drei Fünftel der Österreicher sind davon überzeugt, dass man heutzutage eine Familie braucht, um wirklich glücklich zu sein.
Für die Bevölkerung ist die Familie ein essentieller Teil des Lebensglücks.
Mehr als die Hälfte der Befragten wünschen sich zwei Kinder als ideale Familiengröße.
Das traditionelle Familienessen am Sonntag erfüllt eine wichtige Kommuni-kationsfunktion.
Hingegen wird der moderne Medienkonsum kritisch gesehen.
Herausforderungen für junge Familien sind laut Befragung vor allem: Zeitmangel bzw. Zeitmanagement oder Vereinbarkeit von Familie und Beruf, schulischer Erfolg des Nachwuchses, die Kindererziehung und die eigene finanzielle Situation.

Auch die Rollenverteilung zwischen Vater und Mutter ist laut Befragung klar geregelt: Mütter vermitteln primär gute Umgangsformen, Fähigkeiten wie Haushalt, Sparsamkeit und Bescheidenheit. Mädchen und Frauen fühlen sich vor allem durch die Mutter besonders geprägt. Väter hingegen sehen sich nicht mehr nur als „Ernährer“, sondern wollen am Familienleben teilhaben. Sie lehren vorrangig Attribute wie Fleiß, Ehrgeiz, Zielstrebigkeit und Durchhaltevermögen. Erfreulichen sind auch die Zahlen, dass sich Väter heute viel stärker in die Kinderbetreuung einbringen. Umso wichtiger ist es, dass beide Elternteile die Kinder beim Erwachsenwerden begleiten. Schließlich profitieren Kinder ungemein davon, dass beide Elternteile eine starke emotionale Bindung aufbauen und beide den Kindern ihr Wissen und ihre Werte vermitteln.

Das Land Oberösterreich unterstützt Familien mit zielgerichteten finanziellen Leistungen, wenn besondere Belastungen drohen bspw. mit dem Kinderbetreuungs-bonus, dem Mehrlingszuschuss, der Schulveranstaltungshilfe, den Gratisliftkarten bei Skikursen in Kindergärten und Schulen. Die Förderungen werden laufend evaluiert, damit die finanziellen Mittel zielgerichtet eingesetzt werden. Ein wichtiges Instrument stellen auch die Elternbildungsgutscheine dar, mit denen Eltern gezielt Elternbildungs-

Veranstaltungen besuchen können und damit im Sinne der Präventionsarbeit einen wesentlichen Beitrag in der Eltern-Kind-Beziehung leisten.
Seit Gründung des Familienreferates hat sich auch eine Vielzahl von ehrenamtlich und auch professionell geführten Einrichtungen im Umfeld der Familien organisiert. Diese werden seitens des Familienreferates subventioniert. Familienorganisationen unterstützen die Familien in unterschiedlichsten Belangen bzw. in unterschiedlichsten Bereichen wie z.B. der Stillberatung, der stundenweisen Kinderbetreuung, in Erziehungsfragen oder nach Scheidung.

„Eine wesentliche und bedeutende Rolle nehmen auch die qualitativ hoch-wertigen Angebote der Familienberatungsstellen in Oberösterreich ein. Damit werden vor allem Eltern in schwierigen Lebens- und Beziehungssituationen unterstützt. Familienberatungsstellen tragen wesentlich zum Gelingen von Beziehungen bei. Die im letzten Jahr durch das Sozialressort erfolgte Streichung der Fördermittel hätte auch eine Einstellung dieses Angebotes bewirkt. Deshalb werde ich für die Organisation BEZIEHUNGLEBEN den Förderbetrag aus Mitteln des Familienreferates aufbringen, damit dieses Angebot weiterhin aufrecht bleiben kann“, betont Familienreferent LH-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner.

BEZIEHUNGLEBEN.AT unterstützt Familien mit Beratung, Bildung und Begleitung
BEZIEHUNGLEBEN.AT, das ist die Abteilung Beziehung, Ehe und Familie im Pastoralamt der Diözese Linz, ist seit mittlerweile 50 Jahren im Dienst von gelingenden Beziehungen. Die Abteilung bündelt die Aufgabenfelder von der Ehevorbereitung, Ehebegleitung durch verschiedene Familienbildungsangebote bis hin zur Begleitung der Menschen in den schwierigen Zeiten, wenn die Beziehung in die Krise kommt oder in Brüche geht. In der Beratung betreibt BEZIEHUNGLEBEN.AT insgesamt 24 Beratungsstellen verteilt über das ganze Bundesland und weitere sechs Beratungsstellen bei Gericht. Im Jahr 2017 wurden von 95 Beraterinnen und Beratern in OÖ 9.411 Klienten/innen in insgesamt 20.144 Beratungsstunden in den notwendigen Klärungsprozessen und Anliegen kompetent begleitet. 61 % der Klienten/innen waren Frauen, 39 % Männer.

In der Ehe-, Familien- und Lebensberatung kommen die Menschen mit Beziehungs-themen in allen Facetten und holen sich in den klärenden Beratungsgesprächen eine neue Orientierung für anstehende Veränderungen in der Beziehung. Dabei geht man mit ihnen auf die Suche nach neuen Wegen, die wieder mehr Lebendigkeit und Zufriedenheit in der Beziehung ermöglichen. Auch bei Trennungs- und Scheidungs-situationen werden Menschen begleitet, wenn sie Hilfe benötigen. Dabei geht es meist um die Entscheidungsfindung, um die Verarbeitung der emotionalen Berg- und Talfahrten eines solchen Prozesses, und vor allem auch um das Finden einer neuen Form der Sorge um die Kinder, die in einer getrennten Lebenssituation der Eltern gut überlegt und ausgehandelt werden muss. Ebenso werden Menschen bei Erziehungsthemen und bei schwierigen Situationen im Umgang mit ihren Jugendlichen unterstützt: die Erziehungs- und Jugendberater/innen können hier gut begleiten. Speziell ausgebildete Gewaltberater begleiten die Menschen sowohl bei häuslicher Gewalt, Mobbing, sexuellen Übergriffen und anderen Facetten der Gewalt aus dem Gewaltkreislauf.

BEZIEHUNGLEBEN ist zudem auch Partner der diözesanen Stabstelle für Gewaltprävention.
Beziehung braucht immer wieder neue Impulse, damit sie lebendig bleibt und sich entsprechend den aktuellen Herausforderungen weiterentwickeln kann. Solche Impulse setzt BEZIEHUNGLEBEN auch in der Bildungsarbeit mit den Ehe-Briefen, den Elternbriefen und diversen Seminaren für Paare bis hin zu Kommunikationstrainings, die konstruktive Gespräche in Konfliktsituationen unterstützen. Präventionsarbeit ist genauso wichtig (Elternbriefe, Seminare für Eltern, …) wie die konkrete Begleitung in Veränderungsprozessen und Krisenzeiten (Beratung), aber auch das Feiern mit Menschen, bei denen Beziehung auch auf Dauer gelungen ist.

„Wir sind dankbar, dass das Land Oberösterreich auch weiterhin in die Arbeit für und mit Familien investiert. Wir sind überzeugt, dass das eine Investition in die Zukunft ist, die auch zum sozialen Frieden in unserem Land beiträgt“, betont Mag. Josef Lugmayr, Leiter Abteilung Beziehung, Ehe und Familie im Pastoralamt der Diözese Linz, BEZIEHUNGLEBEN.at.

ElternTelefon – Notruf 142: Darüber reden hilft!
Es ist nicht immer leicht, Eltern zu sein. Sich mit Kindern auseinanderzusetzen, ist anspruchsvoll, verlangt große Flexibilität und kann bis an die Grenzen der Belast-barkeit gehen. Oft entstehen in Folge verschiedenster Mehrfachbelastungen enormer Stress und Druck. So berichten 47 Prozent der im Jahr 2016 für die AOK-Familienstudie befragten deutschen Eltern, dass sie unter zeitlichem Stress leiden. Dieser wirkt sich einerseits auf den Gesundheitszustand der Eltern aus und wird andererseits auch auf die Kinder übertragen, beides verstärkt (vorhandene) familiäre Probleme. Vor allem Alleinerziehende leiden unter den Mehrfachbelastungen: 36 Prozent bezeichnen ihren Gesundheitszustand als mittelmäßig, 17 Prozent gar als schlecht. Eine von der Zeitschrift „Eltern“ beauftragte Studie aus dem Jahr 2014 zeigt, dass die eigenen Erwartungen an sich selbst (41 Prozent), aber auch die gesellschaftlichen Normen (40 Prozent) den größten Druck auf Eltern ausüben.

Eltern benötigen daher jegliche Unterstützung, die ihre Erziehungskompetenz fördert und ihre Ressourcen stärkt. Denn: Familien kann niemand ersetzen. Das Wohlergehen der Eltern bedingt das Wohlergehen der Kinder und dieses ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft.
Investitionen in eine gelungene Elternschaft beeinflussen Kindheit, Jugend und Erwachsenenleben positiv. Sie sind folglich gesellschaftspolitisch, aber auch sozialökonomisch nachhaltig wirksam und überaus notwendig. Der Soziologe und Bildungsforscher Prof. Dr. Klaus Hurrelmann sagte schon 2011: „Familien benötigen ein gutes Umfeld, um richtig stark sein zu können. Die Familien heute sind klein, sie schaffen es nicht, all die Anforderungen an Erziehung und gesundheitliche Entwicklung, alleine zu bewältigen. Das Erziehen der Kinder ist eine öffentliche Verantwortung, an der sich die ganze Gesellschaft beteiligen muss.“

Das ElternTelefon ist ein erster Schritt in diese Richtung. Stellvertretend für alle Eltern ist die Äußerung einer Mutter zu den elterlichen Bedürfnissen zu sehen, die sagt: "Ich finde es wichtig, dass viel für Kinder getan wird, aber auch wir Eltern brauchen manchmal einen Ansprechpartner und Beistand in der Erziehung."

Mit dem niederschwelligen Angebot einer telefonischen Beratung für Eltern leistet die TelefonSeelsorge einen Beitrag zur Förderung der psychischen Gesundheit von Eltern in Oberösterreich. Dies ist umso wichtiger, als das Wohlergehen der Eltern das Wohlergehen der Kinder bedingt und dieses entscheidend für die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft ist.

Was ist das ElternTelefon?
Eltern zu sein, ist eine Lebensaufgabe und - bei allen schönen Seiten der Elternschaft - oftmals psychisch wie physisch enorm kräfteraubend. Kinder und ganz besonders Jugendliche verlangen nach Auseinandersetzung, Authentizität, Interesse, klaren Haltungen und Präsenz. Das ElternTelefon will Eltern ermutigen, den eigenen und den Fähigkeiten ihrer Kinder zu vertrauen. Niemand ist fehlerlos, auch Eltern nicht. Sollte die Situation in der Familie zu belastend werden, ein Konflikt nicht mehr lösbar erscheinen, das Familienleben aus den Fugen geraten, dann ist Hilfe von außen nötig. Das ElternTelefon, das vom Familienreferat des Landes finanziell unterstützt wird, ist in solchen Situationen ein erster Ansprechpartner. Unter der Nummer 142 ist es an allen Tagen des Jahres rund um die Uhr, vertraulich und kostenlos erreichbar. Und das innerhalb der eigenen vier Wände, in der Akutsituation, ohne den eigenen Namen nennen oder einen Beratungstermin vereinbaren zu müssen.

Wie wird geholfen?
Auch beim ElternTelefon zeigt sich, dass in schwierigen Situationen und Krisen ein Gespräch schon sehr viel weiterhilft. Denn es gibt Tage, an denen Eltern einfach nicht mehr weiterwissen, sich alleine gelassen fühlen und jemanden zum Reden brauchen. Die Anrufenden können ohne Angst vor Bewertungen oder Konsequenzen, ohne das Gefühl, versagt zu haben, und ohne Scham mit einer neutralen Person über ihre Erziehungsschwierigkeiten, Sorgen, Ängste, Nöte sprechen. Individuelle Eltern haben individuelle Kinder, die wiederum individuell herausfordernd sind. Am ElternTelefon wird daher gemeinsam nach gangbaren, situationsangemessenen Lösungen inkleinen Schritten gesucht. Eltern werden bei Bedarf  ermutigt, passende Unterstützungsangebote in Anspruch zu nehmen und mit Adressen von Hilfs-/Beratungseinrichtungen versorgt. Die Mitarbeiter/innen des ElternTelefons bieten den anrufenden Eltern auf diese Weise Entlastung und Unterstützung. Sie versuchen, die Kompetenzen und Ressourcen der anrufenden Eltern zu stärken, damit sie diese herausfordernden Lebensphasen entsprechend bewältigen können. Auch Eltern dürfen Probleme, Sorgen und Ängste haben; ärgerlich, traurig oder wütend sein. Das ist ganz normal - Erziehung ist eben kein Kinderspiel. Sich dann Hilfe zu holen, ist keine Schande, sondern ein Zeichen von Verantwortungsbewusstsein.

www.elternnotruf.at oder www.ooe.telefonseelsorge.at
Telefonberatung kann man lernen
Die nächste Grundausbildung beginnt Ende September 2018 und dauert bis November 2019. In zwölf Ausbildungswochenenden und zwei Tagesseminaren (jeweils Samstag von 9.00 – 17.00 Uhr) werden die Teilnehmer/innen für die Mitarbeit in der TelefonSeelsorge OÖ qualifiziert. Die Schwerpunkte der Ausbildung sind Gesprächsführung und Krisenintervention, um Menschen in schwierigen Lebenssituationen kompetent am Telefon beraten und begleiten zu können.
Nähere Infos unter www.ooe.telefonseelsorge.at oder telefonisch unter 0732/731313.

Bestmögliche Rahmenbedingungen durch moderne Familienpolitik
Familien müssen sich in der heutigen Zeit großen gesellschaftlichen Herausfor-derungen stellen. Ziel einer modernen Familienpolitik muss sein, bestmögliche Rahmenbedingungen zu schaffen, um Familienleben zu ermöglichen und zu fördern. Zu den Rahmenbedingungen gehören Steuererleichterungen, eine bessere Berück-sichtigung der Leistungen der Mütter im Pensionssystem und Verbesserungen in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf:
Pensionssplitting: Ist eine freiwillige Vereinbarung der Eltern. Der Elternteil, der hauptsächlich erwerbstätig ist, kann für die ersten vier Jahre ab Geburt des Kindes bis zu 50 % seiner Pensionskonto-Teilgutschrift auf das Konto des anderen Elternteiles übertragen. Bei Mehrlingsgeburten sind es fünf Jahre ab der Geburt des Kindes.
Kindererziehungsersatzzeiten im Pensionskonto: Berücksichtigt werden max. die ersten 48 Monate (bei Mehrlingsgeburten 60 Monate) nach der Geburt eines Kindes; Monatliche Beitragsgrundlage ist derzeit 1.828,22 Euro
Familienbonus Plus ab 1.1.2019: 1.500 Euro pro Kind und Jahr bzw. 500 Euro für Kinder ab 19 Jahren, sofern noch Familienbeihilfe bezogen wird, als Steuerab-zug; 250 Euro Kindermehrbetrag pro Kind und Jahr für Familien mit geringerem Einkommen
Ab 1.1.2019: Indexierung des Alleinverdiener- und Alleinerzieherabsetzbetrages, des Unterhaltsabsetzbetrages sowie des Familienbonus

JA zum arbeitsfreien Sonntag
Die Sinngebung der eigenen Kinder ist bei den Eltern unumstritten. Wie viel Lebensfreude ein Kind den Eltern schenken kann, erkennen Eltern erst dann, wenn sie ein eigenes Kind haben. Diese positiven Aspekte sollen über der finanziellen Situation bzw. der Karriere stehen. In Familien mit Kindern sollte jedoch auch die Partnerschaft nicht zu kurz kommen. Neben dem Wohl des Kindes sollten Eltern auch auf die eigene Beziehung bzw. eigenen Bedürfnisse achten. Deshalb muss am „arbeitsfreien Sonntag“ festgehalten werden. Denn die Zeit, die Familien für bewusste gemeinsame Momente und Erlebnisse zur Verfügung steht, wird in der heutigen schnelllebigen Zeit immer rarer. Demnach wird auch dem familiären Sonntagsessen eine hohe Bedeutung beigemessen.

Erfreulicher Geburtenanstieg
Besonders erfreulich ist, dass seit 2011 in Österreich wieder ein kontinuierlicher Geburtenanstieg zu verzeichnen ist. Laut Statistik Austria kamen im Jahr 2017 in Ober-österreich 15.333 Babys zur Welt. In Österreich gab es insgesamt 87.258 Geburten (vorläufiges Ergebnis). Dabei erfolgt die Familiengründung immer später. In den ver-gangenen drei Jahrzehnten hat sich das Durchschnittsalter der Mutter bei der Geburt ihres ersten Kindes kontinuierlich erhöht. Es stieg von 23,9 auf 29,2 um 5,3 Jahre an.

„Eine eigene Familie stärkt den Stellenwert im persönlichen Leben. Eltern mit Kindern messen Familie, Partnerschaft und Kindern eine überdurchschnittlich hohe Bedeutung bei. Die Aufgabe in der Politik sehe ich darin, jungen Erwach-senen zu vermitteln, dass neben Leistung und Bildung auch die Familie wichtig ist. Zum morgigen Internationen Tag der Familie möchte ich Familien darauf aufmerksam machen, sich bewusst Zeit für die Familie und damit für die Kinder zu nehmen und sich immer wieder auch den Luxus einer ‚Offline-Zeit‘ zu gönnen, denn manches lässt sich nie mehr nachholen. Schließlich stärken gemeinsame Aktivitäten den Familiensinn und fördern den Zusammenhalt in der Familie“, appelliert Familienreferent LH-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner und verweist auf die attraktiven Aktionen für Familien im Rahmen der OÖ Familienkarte:
OBRA-Kinderland: bis 21. Mai zum Halbpreis: 2 Elternteile und Kinder zahlen 13 Euro (statt 26 Euro); 1 Elternteil und 1 Kind zahlen 7,50 Euro (statt 15 Euro)
Landesausstellung 2018 in Enns bzw. Schlögen und Oberranna: Familieneintritt im Mai mit 50 % Ermäßigung: Familieneintritt 8 Euro (statt 16 Euro)
Muttertag in der Therme Geinberg: 14. bis 18. Mai für Mütter und Großmütter zum Halbpreis: Therme 13,10 Euro (statt 26,20 Euro), Therme+Sauna 17,60 Euro (statt 35,20 Euro), Aufpreis Oriental World: 15,00 Euro (statt 25,00 Euro)
Höhenrausch 2018 von 24. Mai bis 14. Oktober Eintritt: 2 Erw./Kinder: 16,50 Euro (statt 19 Euro); 1 Erw./Kinder 12 Euro (statt 15 Euro)
Erzählkunst bei „LinzSTORY“ im Brucknerhaus vom 26. bis 29. Mai: Erwachsene und Kinder/Jugendliche: z.B. nur 7 Euro (statt 15 Euro)
Badespaß in der Piratenwelt Aquapulco den ganzen Juni zum Halbpreis: Preisbeispiel: 2 Erwachsene und 2 Kinder zahlen 46 Euro (statt 91 Euro).
Broadway Gala für die ganze Familie am 5. Juni im Oberbank Donau-Forum Linz zum Halbpreis: 15 Euro (statt 30 Euro) je Ticket.
Fest der Natur am 16. Juni zwischen 10.00 und 18.00 Uhr im Volksgarten Linz bei freiem Eintritt
Hits for Kids - zauberhafte Familien-Konzerte am 17. Juni von 14.00 bis 17.00 Uhr in Schärding bei freiem Eintritt
Family-All-in-Days am 24. Juni und 1. Juli am Wurbauerkogel: 4-Stunden-Ticket am Wurbauerkogel am 24. Juni bzw. 1. Juli: 2 Elternteile + Kind/er: 44 Euro; 1 Elternteil + Kind/er: 29,50 Euro.

Gutschein unter www.familienkarte.at anfordern!
Weitere Informationen: www.familienkarte.at

 

Bild (Land OÖ/Kraml) v.l.: Mag.a Barbara Lanzerstorfer-Holzner, Projektleiterin ElternTelefon, Mag. Josef Lugmayr , Leiter BEZIEHUNGLEBEN.AT, Familienreferent LH-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner und Mag.a Silvia Breitwieser, Leiterin TelefonSeelsorge OÖ


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