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Mittwoch, den 16. Mai 2018 13:00

Einstimmigkeit bei Tiergarten-Masterplan


Stefan Ganzert und Vizebürgermeisterin Silvia Huber

Begehbares „Dschungelhaus der Kobolde“ macht Welser Tiergarten zur ganzjährigen Attraktion

Einstimmig gab der Gemeinderat am Montag, 14. Mai, grünes Licht für die weitere Umsetzung des Tiergarten-Masterplans mit neuer Ausrichtung. Damit kann dieser innerstädtische Naherholungsbereich zur ganzjährigen Attraktion umgestaltet werden und die Tiere werden künftig auch bei schlechtem Wetter und im Winter sichtbar sein. Hauptattraktion wird das „Dschungelhaus der Kobolde“, ein für die BesucherInnen begehbares Krallenaffen-Haus. Positiver Nebeneffekt: 10 Prozent weniger Betriebskosten. Die für den Tiergarten zuständige Vizebürgermeisterin Silvia Huber freut sich auch über das Bekenntnis aller Parteien zum Gratiseintritt.

Als ältester Tiergarten Oberösterreichs (1930 gegründet) ist der Welser Zoo eine seit Generationen beliebte Erlebniszone im Welser Stadtpark. Aus dieser besonderen Lage erklären sich die langen Öffnungszeiten und der Gratiseintritt. Das soll auch so bleiben, beschloss der Welser Gemeinderat einstimmig.

„Ich bin froh über das parteiübergreifende Bekenntnis zum Gratiseintritt und zur Fortsetzung des Tierpark-Masterplans“, sagt Vizebürgermeisterin Silvia Huber.

Das Erlangen der Konzession als Zoo der Kategorie A vor acht Jahren, war ein Meilenstein für diese zoologisch wertvolle und besucherwirksame Expositur. Seither darf der Welser Tiergarten nicht nur alle Wirbeltierarten halten und herzeigen, sondern kann auch einen Forschungsauftrag zur Haltung von Wildtieren und ganz besonders den Bildungsauftrag – Erhöhung des Bewusstseins für Tier-, Natur- und Artenschutz - erfüllen.

Der Masterplan von 2006 wurde zum zweiten Mal evaluiert und es ist trotz zehnprozentiger Reduktion des Tiergartenbudgets gelungen, ein Konzept auf Schiene zu bringen, wodurch diese Welser Erlebniszone in den nächsten zehn Jahren ganzjährig an Attraktivität gewinnen wird.

Bislang verfügt die Zooanlage über keine begehbaren Tierhäuser und die Winterquartiere der beliebten Krallenaffen und vieler Vogelarten sind für BesucherInnen nicht einsichtig. Nun soll nach dem Konzept des zoologischen Leiters Dr. Gyula Gajdon eine Themenlandschaft entstehen, die einem modernen Tiergarten entspricht und die auch im Winter oder bei sommerlichem Schlechtwetter sehenswert ist.

Das geplante „Dschungelhaus der Kobolde“, ein in seiner ganzen Länge für die Besucherinnen und Besucher begehbares Tierhaus wird die Hauptattraktion. Hier können die beliebten Krallenaffen in Vergesellschaftung mit anderen Tierarten gezeigt werden. Kostenschätzung: 451.000 Euro. Für das neue Krallenaffenhaus stehen noch nicht verbrauchte Mittel aus den Vorjahren und aus dem Budget für 2018/2019 zur Verfügung. „Ein ganzjährig attraktiver Tiergarten wird das Nutzen-Kosten-Verhältnis deutlich verbessern, im Vergleich zum bisherigen Konzept mit wenig Programm im Winter, bei gleichen Betriebskosten,“ betont Vizebürgermeisterin Huber.

Im Tierprogramm setzt Zoologe Gajdon verstärkt auf winterfeste Arten wie den Tapir. Besucherwirksamer werden in Zukunft auch die Katta und Schildkröten präsentiert. Das pädagogische Konzept lautet: „Tiere entdecken und erforschen“ u. a. in Kinderführungen.

Daneben sollen auch die Spielplätze mit Elementen aus dem Tierreich und einem neuen Spiel- und Kletterschiff ergänzt werden. Auf dem Hügel zwischen Teich und Vogel-Schreitanlage ist ein Panoramaplatz vorgesehen. Auch die Sichtbarkeit des Eingangs in der Maria-Theresia-Straße und die Beschilderung werden verbessert.

„Dieses tolle Konzept wird die Freizeitqualität für Familien in Wels deutlich verbessern“, sagt SPÖ-Fraktionsvorsitzender Stefan Ganzert.


Bild (SPÖ Wels): Stefan Ganzert und Vizebürgermeisterin Silvia Huber