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Dienstag, den 12. Juni 2018 08:00

Ein Projekt der Superlative


Grundsteinlegung für neue A 7 Bypassbrücken

Grundsteinlegung für neue A 7 Bypassbrücken

Mehr Kapazitäten und Sicherheit auf der Mühlkreis Autobahn
Seit Anfang des Jahres laufen an beiden Donauufern die Vorarbeiten für die  neuen Zusatzbrücken der Linzer Voestbrücke auf Hochtouren. Bald werden die beiden „Bypässe“ für die A 7 Donauquerung auch Stück für Stück sichtbarer: Mit einer Grundsteinlegung durch die Spitzen aus Bund,  ASFINAG, Land Oberösterreich und Stadt Linz erfolgt heute der Auftakt für den Bau der Brückenpfeiler im Fluss.

Das  Versenken eines Steins von Bord des Schiffs „MS Linzerin“ ist quasi der traditionelle „Spatenstich“ für die Brücke, ein feierlicher Akt um einen (symbolischen) Grundstein, auf dem das neue Bauwerk errichtet wird.

Ab Frühjahr 2020 stehen täglich 100.000 Lenkerinnen und Lenker zusätzlich vier Fahrspuren zur Verfügung – jeweils zwei links und rechts der Hauptbrücke. Letztere bleibt mit Fertigstellung der Bypässe dem Durchzugsverkehr in Richtung Mühlviertel bzw. A 1 West Autobahn vorbehalten. Lenkerinnen und Lenker, die im Bereich der Donau auf- oder abfahren, tun das künftig über die beiden neuen Zusatzbrücken. Die aktuell größte Stauursache, das mühsame Einordnen und Spurwechseln, fällt dann auf der Hauptbrücke weg.

Die A 7 soll durch drei Brücken mit insgesamt acht Fahrspuren – und durchgehenden Pannenstreifen – aus den Staunachrichten verschwinden und gleichzeitig einen neuen Akzent im Erscheinungsbild von Linz bringen.  Realisiert wird der siegreiche Entwurf aus einem internationalen Architekturwettbewerb, der den Eindruck einer „Brückenfamilie an einem Ort“ vermittelt.

„Voestbrücke neu“: Ein Projekt der Superlative
Die Zusatzbrücken sind mit einer Investitionssumme von rund 170 Millionen  Euro das derzeit größte laufende Bauvorhaben der ASFINAG. Jeder Strompfeiler steht auf 25 Pfählen, die 14 Meter in den Boden unter der Donau reichen. Insgesamt 720 Pfähle aus Beton und Eisen, mit teilweise mehr als 30 Meter Länge, werden in den Boden eingebracht um dort das enorme Gewicht der Bauteile abzutragen. 7.800 Tonnen Stahl verbaut die ASFINAG für die neuen Brücken. Im Vergleich dazu: Der Eiffelturm in Paris besteht aus 7.300 Tonnen Stahl.

Die Erweiterung der Voestbrücke, der anschließende Ausbau der A 7 Mühlkreis Autobahn für mehr Verkehrssicherheit und der Neubau der A 26 Linzer Autobahn als Westumfahrung: Längerfristig ist für die oberösterreichische Landeshauptstadt eine Investitionssumme von einer Milliarde Euro budgetiert.

Norbert HOFER,
Bundesminister für verkehr, Innovation und Technologie
„Der Sicherheitsausbau der A7 sowie die Sanierung der Voest-Brücke und der damit einhergehende Bau zweier Bypass-Brücken dient einerseits der Verkehrsentlastung von täglich rund 100.000 Autofahrerinnen und Autofahrern und andererseits der Verkehrssicherheit. Die sogenannten Bypass-Brücken werden auch nach der Sanierung der Voest-Brücke als Entlastungbestehen bleiben. Durch diese ‚Entflechtung‘ der Verkehrsströme soll es zukünftig zu weit weniger Staufallen kommen. Diese Investition in den Straßenbau ist also nicht nur eine dringend notwendige sondern eine nachhaltige im Sinne eines fließenden und damit auch ökologischeren Verkehr.“

Karin Zipperer, ASFINAG VORSTANDSDIREKTORIN
„Der wichtige Industriestandort Linz steht aktuell und in den kommenden Jahren im Fokus unserer Infrastruktur-Investitionen. Die Erweiterung der Voestbrücke, die täglich von 100.000 Lenkerinnen und Lenkern benutzt wird, ist    dabei eines der wichtigsten Autobahn-Projekte in ganz Österreich. Unsere Ziele für die Menschen in der Landeshauptstadt und die Tausenden Pendelnden sind weniger Stau und mehr Verkehrssicherheit, insbesondere bei der Fahrt über die Donau.“

VIKTOR SIGL, PRÄSIDENT DES OBERÖSTERREICHISCHEN LANDTAGS
„Die Verkehrsströme nach Linz weiten sich stetig aus. Mit der Errichtung der beiden Bypass-Brücken wird die Leistungsfähigkeit der überlasteten Voestbrücke deutlich erhöht. Der Verkehr kann sich besser entflechten und so Staus vermieden werden. Für die Pendlerinnen und Pendler aus dem Mühlviertel sowie die Linzer Bevölkerung wird es eine Erleichterung geben. „Intelligente Verkehrslösungen sind für die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes Oberösterreich wichtig. “

Günther Steinkellner, Landesrat für Infrastruktur
„Das Jahr 2018 wird als das Linz-Brückenjahr in die Geschichtsbücher eingehen. Gleich 3 überaus wichtige Brücken-Projekte werden heuer in Umsetzung gebracht. Daraus resultiert eine Entlastung der Pendler, die Stärkung unseres Wirtschaftsstandortes sowie eine Steigerung der Verkehrssicherheit.“

Klaus Luger, Bürgermeister der Stadt Linz
„Mobilität zählt zu einem der wichtigsten Standortfaktoren. Für den Wirtschaftsstandort Linz sind schnelle Verbindungen sowohl stadtintern als auch überregional wachstumsfördernd. Nur so können auch die Arbeitsplätze der Zukunft entstehen. Wenn wir auch künftig mehr Arbeitsplätze als Einwohner zählen wollen, ist ein zukunftsorientierter Ausbau des Verkehrsnetzes im Zentralraum ausschlaggebend. Die Stadtautobahn A7 bildet eine der Hauptschlagadern dieses Verkehrsnetzes. Darum handelt es sich bei den Projekten der ASFINAG um nachhaltige Investitionen in die positive Entwicklung der Industriestadt Linz. Die Bypässe ermöglichen einen schnelleren Verkehrsfluss für hunderttausend Autofahrer. Sie bringt für den Auto- und Busverkehr eine deutliche Erleichterung.“

MARKUS HEIN, INFRASTRUKTURSTADTRAT DER STADT LINZ
„Linz, der Wirtschaftsmotor der Region, ist die einzige Großstadt Österreichs, die    – mit 205.000 Arbeitsplätzen – deutlich mehr Arbeitsplätze als Einwohner aufweist und somit wirtschaftlich sehr gut aufgestellt ist. Dieses enorme Überangebot an Arbeitsplätzen beschert der Stadt aber auch eine überdurchschnittlich hohe Einpendlerquote und Verkehrsbelastung aus dem Umland. Die A7 ist im Bereich der VOEST-Brücke eine der wichtigsten Verkehrsadern. Sie wird täglich von mehr als 100.000 Fahrzeuge gequert und kommt damit an ihre Kapazitätsgrenze. Die Folge ist der tägliche Stau, den tausende Verkehrsteilnehmer spüren. Die beiden neuen Bypassbrücken sollen Verkehrsströme entflechten, aber auch mehr Kapazität zur Verfügung stellen. Ab der geplanten Verkehrsfreigabe im März 2020 werden die beiden Brücken für eine deutliche Verbesserung der Verkehrssituation in Linz sorgen“.

Ausbau der Voestbrücke für weniger Stau    
Die Mühlkreis Autobahn A 7 vom Knoten Linz bis Urfahr ist über 40 Jahre alt und wird täglich von etwa 100.000 Fahrzeugen benutzt. Die österreichweit – nach der Wiener Südost Tangente – am zweitstärksten belastete Straße ist daher grundlegend zu erneuern.   

Der erste und spektakulärste Bauabschnitt ist die Voestbrücke: Sie bekommt an jeder Seite eine sogenannte Bypass-Brücke. Während der Bauzeit von Jänner 2018 bis März 2020 sind auch insgesamt 14 Rampen (Auf- und Abfahrten) zu adaptieren oder neu zu errichten.  

Der Plan der ASFINAG für weniger Stau bei der Donauquerung zielt auf eine „Entflechtung“ der Verkehrsströme ab: Lenkerinnen und Lenker, deren Fahrt Ausgangspunkt oder Ziel Linz hat, werden von jenen getrennt, die in Linz „nur“ durchfahren. Die Bypassbrücken sind allerdings voll in die A 7 integriert und keineswegs rein innerstädtische Verbindungen. Der Weg führt genauso über sie, wenn man beispielsweise aus dem Mühlviertel kommend in Linz-Hafenstraße abfahren möchte. Oder umgekehrt: Die Fahrt von Linz-Hafenstraße nach Freistadt führt ebenfalls ausnahmslos über die neuen Bypassbrücken.

Bild (ASFINAG) v.l.n.r.: Viktor Sigl, Präsident des Oberösterreichischen Landtags, Klaus Luger, Bürgermeister der Stadt Linz, Karin Zipperer, Vorstandsdirektorin ASFINAG, Norbert Hofer,  Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie, Günter Steinkellner, Landesrat für Infrastruktur, Markus Hein, Infrastrukturstadtrat der Stadt Linz