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Dienstag, den 09. Oktober 2018 08:00

Hürden für berufstätige Frauen


SPÖ-Frauen aus Wels-Stadt und Wels-Land zeigen einige der vielen Hürden auf

Wels-Land: Fast 30 Prozent weniger Verdienst im Bezirk mit der zweithöchsten Frauenerwerbsquote

Der Lebensweg vieler Frauen ist wie ein Hürdenlauf. Darauf machen SPÖ-Frauen aus Wels-Stadt und Wels-Land anlässlich des „Equal Pay Day 2018“ und der Eintragungswoche für das Frauenvolksbegehren aufmerksam. „Frauen sollen wissen, warum sie so viel weniger verdienen als Männer", so die SP-Frauenvorsitzenden LAbg. Roswitha Bauer und Vzbgm.in Silvia Huber.

Durch die Einführung des 12-Stunden-Tages ohne gleichzeitig raschem Ausbau der Kinderbetreuung werden die Hürden immer größer. Nur jeder zweite Kindergartenplatz in Österreich ist mit einem Vollzeitjob vereinbar und kaum ein Kindergarten hat länger als 12 Stunden geöffnet. Ganz zu schweigen von der Leistbarkeit der Nachmittagsgebühren für Familien mit geringem Verdienst. Auch der Ausbau von Ganztagsschulen wurde auf den „Sankt Nimmerleinstag“ verschoben.

Das Ziel gleicher Lohn für gleiche Arbeit rückt mit den unsozialen Maßnahmen der schwarz blauen Regierung immer weiter in die Ferne. In Wels-Land verdienen Frauen im Jahr 2018 im Schnitt um 14.215 Euro weniger als Männer. Das entspricht einem Unterschied von 27,3 %!

Der Bezirk Wels-Land hat die zweithöchste Frauenerwerbsquote in Österreich. Ausgerechnet hier liegt der Gehaltsunterschied über dem bundes- und landesweiten Schnitt. Österreichweit verdienen Frauen knapp 20 Prozent weniger als Männer (OÖ: 24,2 %). Nicht viel besser ist die Lage für berufstätige Frauen in Wels-Stadt, wo der Verdienstunterschied bei 8.815 Euro (- 19 %) liegt (Vergleich ganzjährig vollbeschäftige ArbeitnehmerInnen).

„Frauen werden durch die unsoziale Politik der schwarzblauen Bundesregierung noch mehr in schlecht bezahlte Teilzeitjobs gedrängt“, kritisieren
Roswitha Bauer und Silvia Huber.

Statistisch gesehen arbeiten Frauen im Bezirk Wels-Land seit dem 20. September 2018 gratis und in Wels-Stadt ab dem 23. Oktober (siehe Tabelle im Anhang). Männer haben an diesem „Equal Pay Day“ bereits jenes Einkommen erreicht, wofür Frauen noch bis Jahresende erwerbstätig sein müssen.

„Lasst uns das zum Anlass nehmen, um das Frauen-Volksbegehren zu unterschreiben“, appellieren die SPÖ-Frauen. Eintragung noch bis 8. Oktober auf allen Gemeindeämtern möglich oder online unter: www.frauenvolksbegehren.at

 

Bild (SPÖ): SPÖ-Frauen aus Wels-Stadt und Wels-Land zeigen einige der vielen Hürden auf.