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Mittwoch, den 10. Oktober 2018 13:00

Wechselvolle Geschichte


die versammelte Hohe Geistlichkeit

725 Jahre Stift Engelhartszell & Markt Engelhartszell

Im Jahr 1293 – also vor genau 725 Jahren – wurde das Stift Engelszell vom Passauer Bischof Wernhard von Prambach gegründet. Im Stiftungsbrief wurde die Gemeinde Engelhartszell erstmals schriftlich beurkundet als Markt bezeichnet. Wann genau Engelhartszell aber ein Markt wurde, ist nicht genau belegt; vermutlich gemeinsam mit der bayerischen Nachbargemeinde Obernzell, die 1263 ihre Marktrechte erhalten hat. Engelhartszell der jedenfalls der erste Markt im Bezirk Schärding. Selbst die Stadt Schärding wurde später ein Markt und in weiterer Folge eine Stadt.

Die Geschichte des Stiftes Engelszell ist eng mit der wechselvollen Geschichte des Marktes Engelhartszell verknüpft. Ursprünglich als Zisterzienserkloster gegründet, bewohnen seit 1925 Trappistenmönche, also Zisterzienser der strengen Observanz, die ehrwürdigen Mauern des Stiftes. Jedes Jahrzehnt der letzten 725 Jahre, hatte seine Herausforderungen: es gab Seuchen, Brände, Klosteraufhebungen und zwei Weltkriege, die den Menschen im Kloster und im Markt schwer zugesetzt haben.

Doch der Donaumarkt und das Stift haben all diese Wirren überdauert und so wurde Engelhartszell zu dem, was es heute ist: eine Marktgemeinde, die regional, national und international eingebunden ist, in aktive und gelebte Beziehungen zu anderen Kommunen und Institutionen. Eine Marktgemeinde, die auch jetzt noch – wie vor 725 Jahren – als „angenehme Erholungsstätte für Leib und Seele“ bezeichnet wird, was jährlich Tausende von Radfahrern, Wanderern und Schifffahrtsgästen bezeugen und nicht zuletzt eine Marktgemeinde, die sich durch eine hohe soziale Kompetenz der Bürgerinnen und Bürger auszeichnet, was vor allem auf die engen Beziehungen zum Kloster zurückzuführen ist.

So stellte Bürgermeister Roland Pichler in seiner Rede abschließend fest: „Wir sind stolz auf das Erreichte! Der Rückblick auf 725 Jahre Stift Engelszell & Markt Engelhartszell erfüllt uns aber auch mit Demut und Ehrfurcht vor den Menschen, die hier lebten, arbeiteten und beteten und damit den Grundstein für unser heutiges Engelhartszell legten. Sie machten Engelhartszell zu ihrer Heimat und zu unserer Heimat. Dieses Erbe wollen wir erhalten und uns dafür einsetzen, dass unser Donaumarkt auch in den kommenden 725 Jahren Menschen eine Heimat bietet, in der sie glücklich und zufrieden leben können! – So wünsche ich mir in den nächsten Jahren für die Marktgemeinde Engelhartszell eine Steigerung der Einwohnerzahl und für das Stift Engelszell, dass der Konvent aus mindestens 10 Mönche besteht!“

 

Bild (Wundsam, Markt Engelhartszell): (v.l.n.r.) Abt Mag Johannes aus Stift Zwettl; Abt Dom Dominique aus Oelenberg; Abt Dr. Maximilian aus Stift Heiligenkreuz; Päpstlicher Nuntius Dr. Peter Stephan Zurbriggen; Abt Reinhold aus Wilhering; P. Hubert Superior aus Engelszell; Br. Günter aus Engelszell; Br. Casimir aus Heiligenkreuz; Br. Bernhard Maria aus Vyssi Brod; Äbtissin Mechthild aus Thyrnau; Prior Justin aus Vyssi  Brod; Priorin Magdalena aus Donnersberg; Alt Abt Wolfgang aus Stift Zwettl; Br. Christoph aus Oelenberg; P. Justin aus Wilhering