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Montag, den 19. November 2018 08:15

KV-Abschluss der Metaller


WKOÖ-Präsidentin Hummer

WKOÖ-Präsidentin Hummer: „Einigung positiv – Sozialer Friede muss bewahrt werden!“

Die Vertreter der Arbeitgeber und der Gewerkschaften haben gestern Abend einen neuen Kollektivvertrag für die rund 130.000 Beschäftigten in der metalltechnischen Industrie abgeschlossen. In der siebten Verhandlungsrunde haben sich die Arbeitgeber- und die Arbeitnehmerseite darauf geeinigt, dass die Löhne und Gehälter um 3,0 bis 4,3 Prozent oder durchschnittlich 3,46 Prozent angehoben werden. Umfangreiche Zugeständnisse gibt es auch im Rahmenrecht als Ausgleich für die neuen Arbeitszeitregeln, die den 12-Stundentag und die 60-Stundenwoche erleichtern. Ab 1. Juli 2019 gibt es Zuschläge von 100 Prozent für die elfte und zwölfte Arbeitsstunde bzw. ab der 51. Wochenstunde. Auch Lehrlinge bekommen künftig mehr Geld.
 
Angesichts der nachlassenden Wirtschaftsdynamik und einer Wachstumsprognose im kommenden Jahr von unter 2 Prozent ist für Oberösterreichs Wirtschaftskammerpräsidentin Doris Hummer die ausverhandelte Erhöhung an der Grenze dessen, was die zum größten Teil exportorientierten Betriebe gerade noch verkraften können. Als äußerst positiv betrachtet Präsidentin Hummer, dass „gleichsam kurz vor 12“ doch noch eine Lösung am Verhandlungstisch gefunden wurde: „Die zuvor angedrohten ‚echten‘ Streiks hätten den Wirtschaftsstandort schwer beschädigen können. Lang andauernde Arbeitskämpfe bedeuten für die betroffenen Betriebe Planungsunsicherheit und in der Folge den Verlust von Kunden, die ja letztlich die Gehälter der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bezahlen.“ Das hohe und sensible Gut des sozialen Friedens in Österreich muss bewahrt werden. Umso wichtiger ist für Hummer die rasche Weiterentwicklung der Sozialpartnerschaft zu einer innovativen Standortpartnerschaft.


Bild (WKOÖ): WKOÖ-Präsidentin Hummer