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Dienstag, den 04. Dezember 2018 13:00

Zertifikatsverleihung in Sankt Wolfgang


Foto der Preisverleihung

Die Stadtgemeinde Rohrbach-Berg wurde von Familienministerin Dr. Juliane Bogner-Strauß mit dem Gütezeichen familienfreundlichegemeinde ausgestattet.

Im Rahmen einer festlichen Zertifikatsverleihung in Sankt Wolfgang verlieh Familienministerin Dr. Juliane Bogner-Strauß gemeinsam mit dem Präsidenten des Österreichischen Gemeindebundes, Mag. Alfred Riedl, an insgesamt 102 Gemeinden das staatliche Gütezeichen familienfreundlichegemeinde für ihr familienfreundliches Engagement. „Die Gemeinden leisten einen enormen Beitrag zu einem familienfreundlichen Österreich. Von gelebter Familienfreundlichkeit in der Gemeinde profitieren nicht nur die Bürgerinnen und Bürger sondern auch die lokale Wirtschaft. Vor allem aber setzen familienfreundliche Gemeinden auch ein wichtiges gesellschaftspolitisches Signal. Sie zeigen die Wichtigkeit dieses Themas auf und das über die Gemeinde- und Landesgrenzen hinweg“, so die Familienministerin.

„Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister wissen: Kinder und Familien sind die Zukunft der Gemeinde und gelebte Familienfreundlichkeit ist ein wichtiger Standortfaktor für die Kommunen“, betont Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl. „Von Kinderbetreuung, über Freizeitmöglichkeiten bis zum Zusammenleben aller Generationen – in allen Bereichen sind die Gemeinden gefordert, gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern, die lokal richtigen und notwendigen Lösungen zu finden. Vom staatlichen Gütezeichen, und dem partizipativen Prozess, profitieren Gemeinde und Familien gleichermaßen“, so Riedl.

Von der Stadtgemeinde Rohrbach-Berg nahmen an dieser Verleihung Stadträtin Bettina Stallinger (Obfrau des Ausschusses für Familie, Jugend, Sport und Bildung), Stadtrat Roland Straußberger, Amtsleiterin Mag. Karin Fellhofer und die Gemeinderäte Ing. Gerhard Kraml und Reinhard Hacker teil.

Am Beginn steht der Auditprozess familienfreundlichegemeinde, ein kommunalpolitischer Prozess, in dem unter aktiver Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger aller Generationen das bereits vor Ort bestehende familienfreundliche Angebot evaluiert und neue bedarfsorientierte Maßnahmen entwickelt werden. Dass ein Mehr an Familienfreundlichkeit in der Gemeinde nachweislich auch positive Effekte für den Standort hat, zeigt eine aktuelle Studie der Familie & Beruf Management GmbH, in der zertifiziert familienfreundliche Gemeinden mit nicht zertifiziert familienfreundlichen Gemeinden verglichen wurden. „Dabei hat sich gezeigt, dass das Bevölkerungswachstum in den zertifizierten Gemeinden stärker und die Erwerbsquote höher ist. Wer also Abwanderung vorbeugen will, wer qualifizierte Arbeitskräfte will, der sollte sich mit der Frage der Vereinbarkeit von Familie & Beruf gezielt auseinandersetzen und genau dabei hilft das Audit familienfreundlichegemeinde“, betont die Familienministerin.

Ziel des Audits ist es, das Vorhandensein familienfreundlicher Maßnahmen in der Gemeinde zu identifizieren und den Bedarf an weiteren zu ermitteln. Unter Einbindung aller Generationen und Fraktionen entwickelt eine Projektgruppe anhand von definierten Lebensphasen und Handlungsfeldern individuell und bedarfsorientiert neue Maßnahmen zur Erhöhung der Familienfreundlichkeit.

Im Rahmen des Audits werden maßgeschneiderte Maßnahmen für die Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen, Familien, Singles und älteren Menschen sowie auch generationenübergreifende Projekte erarbeitet. Die gesetzten Ziele sind innerhalb von drei Jahren umzusetzen. Nach positiver Begutachtung der umgesetzten Maßnahmen durch eine externe Zertifizierungsstelle wird die Gemeinde vom zuständigen Bundesministerium mit einem staatlichen Gütezeichen ausgezeichnet. Das Gütezeichen familienfreundlichegemeinde erhöht die Attraktivität Ihrer Gemeinde als Lebens- und Wirtschaftsstandort und schafft einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Es trägt dazu bei, dass sich Familien mit Kindern in der Gemeinde ansiedeln und sendet ein positives Signal weit über die Gemeindegrenzen hinaus.

Die Obfrau des Familienausschuss Bettina Stallinger, die federführend den Prozess mit unermüdlichen Engagement leitete und zu den beiden sehr gut besuchten und interessanten Workshops eingeladen hat, erklärt dazu.  „Insgesamt wurden 11 Maßnahmen erarbeitet. Die gesetzten Ziele sind innerhalb von drei Jahren umzusetzen. Nach positiver Begutachtung der umgesetzten Maßnahmen durch eine externe Zertifizierungsstelle, wird die Gemeinde vom zuständigen Bundesministerium mit einem staatlichen Gütezeichen ausgezeichnet. Ich bin sehr stolz über diese schöne Auszeichnung für unser Rohrbach-Berg und es war eine würdige Feier in St. Wolfgang, bei der wir in Vertretung des Bürgermeisters Andreas Lindorfer das Zertifikat entgegen nehmen durften.“

 

Bild (Elena Azzalini Photography): – Foto der Preisverleihung - v. li. nach re.: Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl, AL Mag. Karin Fellhofer, Familienministerin Dr. Juliane Bogner-Strauß, Stadtrat Roland Straußberger, Stadträtin Bettina Stallinger und LAbg. Martina Pühringer


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