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Samstag, den 05. Januar 2019 13:00

Buben haben die Nase vorn


v.l.n.r. Stellvertretende Stationspflegeleitung DGKP Margit Steininger, Primar Dr. Peter Neuner, Hebamme Maria Hildner.

531 Babys erblickten 2018 im LKH Freistadt das Licht der Welt

FREISTADT. 260 Mädchen und 271 Buben, davon 3 Zwillinge, insgesamt also 531 Babys, taten ihren ersten Schrei im vergangenen Jahr in der Geburtshilfeabteilung des Landes-Krankenhauses Freistadt. Das sind um 15 mehr als im Vorjahr. Das Geburtshilfeteam, rund um Leiter Prim. Dr. Peter Neuner, legt besonders großen Wert auf eine individuelle und achtsame Begleitung sowie auf eine intensive Bonding-Phase, auch nach einem Kaiserschnitt.

„Viele Frauen äußern heute ganz klar den Wunsch nach einer natürlichen Entbindung in einer intimen und vertrauensvollen Umgebung“, sagt Hebamme Barbara Röblreiter. Diesem Wunsch kommt man im LKH Freistadt auch gerne nach: „Erlaubt es der Schwangerschaftsund Geburtsverlauf begleiten hauptsächlich wir Hebammen jede Frau ganz individuell. Auch nach der Geburt haben Eltern und Kind viel Zeit für die wichtige Kuschel- und Bonding- Phase, bei der das Kind durch den direkten Hautkontakt auf Mamas und Papas Brust Urvertrauen aufbauen kann“, so Röblreiter.

Kuscheln sogar im OP
Selbst im Falle eines geplanten Kaiserschnitts bemüht sich das Team darum, den Eltern die Möglichkeit des entspannten Kennenlernens ihres Babys zu geben: „Studien belegen, dass der Hautkontakt nach der Geburt wichtig ist, besonders bei Kaiserschnittkindern. Dieses erste, emotionale Band zwischen dem Kind und seinen Eltern kann am ehesten mit einem „Sich- Verlieben“ verglichen werden. Die sichere Bindung wirkt wie ein stabiles Fundament für das spätere Leben und zeigt schon in den ersten Stunden positive Auswirkungen. Die Kinder sind entspannter, schlafen ruhiger, das Stillen funktioniert besser und Blutzucker sowie Körperwärme sind stabiler“, erklärt Prim. Dr. Peter Neuner, Leiter der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe und ergänzt: „Die Kombination aus intimer Begleitung und medizinisch kompetenter Sicherheit, erzeugt jenes Vertrauen, dass die Frauen auch in schwierigen Situationen für ein positives Geburtserlebnis brauchen.“

Geborgenheit auch nach der Entbindung
Auch nach der Entbindung finden Mutter und Kind im LKH Freistadt liebevolle Geborgenheit und Unterstützung: „Nach einer Geburt ist oft alles neu und ungewohnt aber egal ob es Probleme beim Stillen gibt, die Frauen unsicher im Umgang mit ihrem Baby sind oder sonstige Fragen haben, auf der Station finden sie immer kompetente Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner. Wir sind der sichere Hafen, der nach einer so emotionalen Reise als Erholungsraum nötig ist“, betont Röblreiter.

Statistische Kennzahlen
260 Mädchen und 271 Buben, davon 3 Zwillinge, erblickten 2018 am LKH Freistadt das Licht der Welt. Besonders beliebt war der Monat Jänner mit 53 Geburten. Am 30. November und 4. Dezember hieß es zum Beispiel gleich 5-mal „Herzlichen Glückwunsch“. Die Namens-Hitliste bei den Buben führten Jonas, David, Elias und Lukas an. Besonders beliebt bei den Mädchen waren Katharina und Marie.

 

Bild (gespag): v.l.n.r. Stellvertretende Stationspflegeleitung DGKP Margit Steininger, Primar Dr. Peter Neuner, Hebamme Maria Hildner.