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Donnerstag, den 07. Februar 2019 08:00

Lebensinhalt Schnee


Ottilie Fuxjäger - die Schneemesserin vom Hengstpass

Ottilie Fuxjäger - die Schneemesserin vom Hengstpass

 

260 cm Schnee – auf 830 Metern Seehöhe: einen Winter wie in diesem Jahr hat selbst Ottilie Fuxjäger noch nicht erlebt – und das soll was heißen. Schließlich gilt die 86jährige als Österreichs älteste Schneemesserin! Ihr Wohn- und Arbeitsort: Mooshöhe am Hengstpass, ein winziges Dörfchen am Rande der Urlaubsregion Pyhrn-Priel in Oberösterreich. Von den einst 33 Bewohnern lebt außer ihr heute keiner mehr am Berg. Wegziehen kommt aber trotzdem nicht in Frage, denn Schneemessen ist für Ottilie Fuxjäger längst zur Lebensaufgabe geworden …

 

Frau Fuxjägers Gespür für Schnee
Kaffee kochen, Kater Max füttern und dann – bewaffnet mit einem langen Zollstock –  hinaus vor die Haustür: Seit numehr fast elf Jahren beginnen so ihre Wintertage – bei jedem Wind und jedem Wetter.

Im Auftrag des oberösterreichischen Lawinenwarndienst misst die 86jährige allmorgendlich die aktuellen Schneehöhen und Neuschneemengen – und überwacht außerdem die automtische Wetterstation. Sämtliche Daten werden dann fein säuberlich in ein Büchlein übertragen und von den Verantwortlichen in Linz per Telefon abgefragt. Fuxjägers Aufzeichnungen dienen zur exakten Einschätzung der Wetterlage und spielen, trotz Satellitenaufzeichnungen, auch heute noch bei der Erstellung von Prognosen eine wichtige Rolle.

 

Für Ihre Tätigkeit erhält die rüstige Dame einmal jährlich eine kleine  Aufwandsentschädigung. Doch um die geht es ihr nicht. Viel wichtiger ist es, eine Aufgabe zu haben, gebraucht zu werden, dem Tag Struktur zu geben.

Denn das Leben in ihrem kleinen Dorf ist einsam – zumindest im Winter: Von den fünf Holzhäusern auf der Mooshöhe ist heute nur noch ihres bewohnt.

Seit dem Tod ihres Mannes 2012 und dem ihrer Schwägerin vier Jahre später, ist sie hier oben ganz allein mit ihrem Kater und den zehn Hühnern. Dass sie im Januar fünf Tage lang eingeschneit war –  für Ottilie Fuxjäger kein Problem: "So ist es halt manchmal in den Bergen. Wobei der heurige Winter mit dem vielen Schnee schon ein ganz besonderer ist. In meinen Aufzeichnungen habe ich nichts Vergleichbares gefunden und ich kann mich auch nicht an solche Schneemengen erinnern", erzählt Fuxjäger und fügt hinzu: "Die Skifahrer und Tourengeher bei uns in der Urlaubsregion Pyhrn-Priel freut's jedenfalls, denn denen bieten sich heuer Traumkonditionen bis weit ins Frühjahr hinein."

 

Und die weiteren Aussichten: heiter bis gästereich
Wie es wettertechnisch in den nächsten Monaten am Hengstpass weitergehen wird, weiß auch Ottilie Fuxjäger nicht zu beantworten. "Fest steht aber, dass auf jeden Winter ein Sommer folgt" – und mit dem kommen dann auch wieder die Gäste hinauf auf die Mooshöhe.
Von Mai bis Oktober ist in einem der leerstehenden Nachbarhäuser eine Radlereinkehr eingerichtet. Dann wird die Schneemesserin vom Hengstpass wieder draußen vor der Tür sitzen, den Blick über die Berge schweifen lassen und den vielen vorbeikommenden Bikern von ihrem Leben erzählen – und natürlich auch vom vergangenen Jahrhundertwinter in der Urlaubsregion Pyhrn-Priel.

 

Über die Urlaubsregion Pyhrn-Priel
Im Winter: So schön so schneereich und so schnell da: Die Urlaubsregion Pyhrn-Priel präsentiert sich als nahegelegener Geheimtipp im Herzen Österreichs. Die beiden Skigebiete Hinterstoder und Wurzeralm bieten mehr als 50 km Pistenspaß und sind mit einer einzigen Liftkarte befahrbar. Dazu kommen 120 Loipenkilometer in vier Höhenlagen, 2 beleuchtete Naturrodelbahnen und zahllose geräumte Winterwanderwege. Außerdem können die Gäste mit den Rangern aus dem Nationalpark Kalkalpen auf Schneeschuhwanderung gehen und dabei das Leben im Winterwald erkunden.
Highlight im kommenden Winter:
- die FIS-Weltcup-Skirennen, die vom 29.02. bis 01.03.2020 in Hinterstoder stattfinden werden!

Im Sommer:
Mit einem mehr als 250 km großen Radwegenetz gilt die Urlaubsregion Pyhrn-Priel als Paradies für Genussradler, E-Biker und Rennradfahrer. Mountainbiker kommen auf zahlreichen Trails sowie im Bikepark Wurbauerkogel voll auf ihre Kosten.
Außerdem verfügt die Region über zahllose, bestens beschilderte Wanderwege in allen Schwierigkeitsgraden, idyllische Badeseen und ein reiches kulturelles Angebot.

Highlights in diesem Sommer:
- der Lückenschluss im Steyrtalradweg R8, der die Strecke von Steyr nach Spital am Pyhrn ab Mitte Mai auf 145 km Länge befahrbar macht
- die Eröffnung von Österreichs längstem Klettersteig, der über 2.130 m Länge und 900 Höhenmetern auf den  neuen Priel-Klettersteigs hinauf auf den Großen Priel (2.515 m) -– mit 2.130 Meter
- die Pyhrn-Priel AktivCard, die bereits ab einer Übernachtung in über 180 Partnerbetrieben inkludiert ist und u.a. die kostenlose Benutzung der Bergbahnen sowie zahlreiche weitere Leistungen beinhaltet

 

Bild (TVB Pyhrn-Priel / Markus Kohlmayr): Ottilie Fuxjäger - die Schneemesserin vom Hengstpass