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Donnerstag, den 14. März 2019 13:00

Stadt hungert „Tandem“ aus


Fraktionsvorsitzender Stefan Ganzer

Aufstockung der Fördermittel für Kinderschutzzentrum dringend notwendig

Die SPÖ setzt sich bei der Gemeinderatssitzung am Montag, 18. März für die finanzielle Absicherung des Kinderschutzzentrums „Tandem“ ein und beantragt in einem Initiativantrag die Aufstockung der jährlichen Fördermittel für dieses Projekt auf 65.000 Euro. Diese Fördersumme, die zur Aufrechterhaltung der wertvollen und notwendigen Arbeit dieser Institution dient, wurde bereits 2015 vom Gemeinderat beschlossen, nur leider nicht umgesetzt. „Stattdessen hat man die städtischen Fördermittel für das Kinderschutz-zentrum laufend verringert“, kritisiert SP-Fraktionschef Stefan Ganzert. Aufgrund der gestiegenen Kosten steht „Tandem“ nun mit einem fünfstelligen Jahresverlust für 2018 da.

Der Verein „Hilfszentrum für junge Menschen“ wurde 1987 in Wels gegründet und entwickelte sich mit dem daraus entstandenen Projekt „Tandem“ zu einer anerkannten Familienberatungsstelle und Opferhilfe-Einrichtung mit dem Schwerpunkt Kinderschutz.

„Tandem leistet wertvolle Betreuungsarbeit für Kinder, die Gewalt und Missbrauch erlebt haben. Die Erhöhung der Fördermittel ist ein entscheidender Beitrag zur finanziellen Absicherung dieser Einrichtung“, begründet Gemeinderat Ganzert die SPÖ-Initiative.

Wegen der gestiegenen Aufwendungen und der Bedeutung dieser Institution, beschloss der Gemeinderat bereits am 6. Juli 2015 die Aufstockung der jährlichen Unterstützung von € 52.000 auf maximal € 65.000. Statt diesen einstimmigen Beschluss umzusetzen, wurden die städtischen Fördermittel laufend verringert: 2016: € 45.000 (plus € 7.000 Sonderförderung), 2017/18 bekam der Verein nur noch € 40.000 von der Stadt Wels. Darüber hinaus reduzierte auch der Bund Fördermittel. Aufgrund dieser Einschnitte musste Personal abgebaut werden und die finanzielle Situation ist weiterhin sehr angespannt.

„Hier wird an der falschen Stelle gespart, wenn man diese Kinderschutzeinrichtung finanziell so aushungert, dass sie ums Überleben kämpfen muss!“, so Ganzert.

Durch die Verringerung der Fördermittel und laufend steigende Personalkosten u. a. durch Kollektivvertrags-Erhöhungen, kann das Kinderschutzzentrum „Tandem“ nicht mehr abgangsfrei wirtschaften und steht für das abgelaufene Jahr 2018 vor einem fünfstelligen Jahresverlust.

Dazu SP-Gemeinderat Ganzert:
„Unser Ziel muss die finanzielle Absicherung des laufenden Betriebes dieser wichtigen Einrichtung sein, die im öffentlichen Interesse tätig ist. Geschieht das nicht, dann droht dem Kinderschutzzentrum eine Betriebseinstellung.“

 

Bild (Marion Penninger): Fraktionsvorsitzender Stefan Ganzer