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Samstag, den 13. April 2019 13:00

Auf historischem Tiefstand


Vizebürgermeisterin Christa Raggl-Mühlberger

In Zusammenarbeit mit den Genossenschaften ist die Stadt Wels bestrebt, der Bevölkerung auch weiterhin ausreichend leistbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

Wels befindet sich in der glücklichen Lage, zu den günstigsten Wohnorten Österreichs zu gehören. Mit einer durchschnittlichen Netto-Warmmiete von 6,99 Euro pro Quadratmeter im genossenschaftlichen Wohnbau liegt Wels im Spitzenfeld.

Positiv zu bewerten ist außerdem, dass die Zahl der Wohnungssuchenden in der Stadt laufend sinkt und einen historisch niedrigen Wert von 676 Personen erreicht hat. Im Jahr 2013 lag dieser noch bei 1.900 Wohnungssuchenden. Ebenfalls rückläufig sind die Neuanträge. Die Stadt Wels bietet im zweiwöchigen Rhythmus Wohnungssprechtage an, um für Wohnungssuchende Wohnraum zu vermitteln. Im Schnitt stehen beim Wohnungssprechtag zirka 80 freie Wohnungen zur Wahl.

Durch vorausschauende Wohnraumpolitik ist es der Stadt gelungen, Situationen, wie sie derzeit in Deutschland und anderen österreichischen Bundesländern vorzufinden sind, entgegenzuwirken. Denn nur sozialer Wohnbau verhindert deutsche Verhältnisse, bei denen nach Enteignung gerufen wird, um Immobilienspekulationen vorzubeugen. Rund 900.000 Wohnungen in Österreich gehören den Gemeinden oder gemeinnützigen Genossenschaften.

Durch rege Bautätigkeiten der Genossenschaften wird es auch zukünftig ein ausreichendes Angebot an leistbarem Wohnraum in Wels geben. Derzeit befinden sich 196 gemeinnützige Wohneinheiten in Bau und werden im laufenden Jahr 2019 übergeben.

Auch im Bereich der privaten Investoren entsteht laufend neuer Wohnraum. Im Mai findet der Spatenstich für das erste Projekt „Junges Wohnen“ in Wels im Wohnpark Neinergutstraße statt. Das „Junge Wohnen“ erleichtert jungen Menschen bis 35 Jahren leistbares Wohnen in den ersten eigenen vier Wänden. Hier entstehen die ersten 14 Wohneinheiten nach diesem Modell. Insgesamt entstehen 138 Einheiten im Bereich Eigentum, Mietkauf und Mietwohnungen.

Wohnungsreferentin Vizebürgermeisterin Christa Raggl-Mühlberger: „Es ist mir ein persönliches Anliegen, dass wir als Stadt Wels auch in Zukunft leistbares Wohnen für Familien anbieten können. Wohnungsgesellschaften zu enteignen, um die Wohnungsnot einzudämmen, ist reiner Populismus. Diese Maßnahme würde keinesfalls neuen oder billigen Wohnraum schaffen.“


Bild (Stadt Wels): Wohnungsreferentin Vizebürgermeisterin Christa Raggl-Mühlberger