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Donnerstag, den 07. November 2019 07:00

Entgelt mehrmals vorenthalten


AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer

Arbeiterkammer erkämpfte 5.900 Euro für Marketingleiter aus dem Bezirk Linz-Land

Immer wieder halten manche Arbeitgeber die Fristen zur Lohnauszahlung offenbar für unverbindliche Empfehlungen. So blieb eine Firma aus Urfahr-Umgebung ihrem Marketingleiter mehrmals die zeitgerechte Auszahlung seines Lohnes schuldig. Nach zwei Jahren beliefen sich die Außenstände auf mehrere Monatsgehälter. Erst als der Mann die Arbeiterkammer einschaltete, kam er zu dem ihm zustehenden Geld. „Leider gibt es nach wie vor Firmenchefs, die wenig Respekt vor den Leistungen ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben und ihnen den Lohn erst nach wiederholter Aufforderung auszahlen“, so AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Fast zwei Jahre lang arbeitete der Mann aus dem Bezirk Linz-Land für die Firma als Marketingleiter. Nachdem diese bereits einmal vier Monatsentgelte erst mit Verspätung ausbezahlt hatte, enthielt sie ihrem Angestellten abermals das Entgelt vor. Daraufhin erklärte der Marketingleiter seinen „berechtigten vorzeitigen Austritt“ und wandte sich an die Arbeiterkammer Linz, um rasch zu seinem Geld zu kommen.

Doch trotz AK-Intervention zahlte der Arbeitgeber vorerst nicht, sodass die Ansprüche des Mannes aus Linz-Land – insgesamt 5.900 Euro – eingeklagt werden mussten. Erst vor Gericht konnte ein Vergleich erreicht werden. Der Arbeitgeber übernahm schließlich alle eingeklagten Ansprüche des Arbeitnehmers (Gehälter, Sonderzahlungen, Kündigungsentschädigung, Urlaubsersatzleistung) zu 100 Prozent sowie sämtliche Gerichts- und Anwaltskosten und ersparte sich damit ein Zahlungsurteil. „Vorenthaltene Auszahlungen können Beschäftigte in existenzielle Nöte bringen. Daher ist es für Betroffene wichtig, schnell zu reagieren und sich rechtzeitig an den AK-Rechtsschutz zu wenden“, betont Kalliauer.

 

Bild (AK-OÖ): AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer