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Sonntag, den 12. Januar 2020 07:00

Fieber stoppte Bettina Plank


Bettina Plank in action - Symbolbild

25.000 Flug-Kilometer für einen Kurzauftritt | Wels-Kämpferin mühte sich in Chile vom Bett auf die Tatami, erreichte Remis

„Sie machte alles, was sie unter diesen Bedingungen konnte“, war Karate-Teamchef Juan Luis Benitez Cardenes vom Einsatz seines fieberkranken Schützlings, Bettina Plank, beim Serie A-Turnier in Santiago de Chile beeindruckt. Gegen die Afrika-Meisterin Aicha Sayah (Mar) konnte die European Games-Siegerin einen 0:1-Rückstand wettmachen, erreichte ein 1:1, verlor aber durch Senshu (erster Punkt zählt bei Remis). Durch das Aus in Runde zwei (nach Freilos) waren die 25.000 Flugkilometer für die Heeressportlerin fast umsonst.

Die 27-Jährige wurde gleich nach der Ankunft in Chile vom Fieber erwischt. Ärzte kamen ins Hotel-Zimmer, konnten aber in der Kürze nur wenig bewirken. Bettina Plank schleppte sich mit 38 Grad Fieber vom Hotel-Bett auf die Tatami – erreichte nach einem Freilos gegen Sayah nach einem äußerst ausgeglichenen Kampf ein 1:1-Remis, verlor aber durch Senshu.

Damit startete die Karate-do Wels-Athletin mit einem Rückschlag ins Olympiajahr. Doch schon beim Premier League-Auftakt Ende Jänner in Paris will die Nummer sechs der Welt ihren guten Formaufbau, den sie sich beim Teamcamp auf Gran Canaria geholt hatte, in wertvolle Weltranglistenpunkte ummünzen. Dort startet auch der Rest des A-Teams in die neue Saison.

Österreichs Talente, die sich auf die Nachwuchs-EM in Budapest (6.-9.2.) konzentrieren, fiebern dagegen dem Austrian Champions Cup in Hard (18.1.), wo es um die letzten EM-Tickets geht, entgegen.

Auf EM-Medaillen hoffen dabei Österreichs Kata-Heldinnen wie Funda und Isra Celo, genauso wie U18-Weltmeisterin Marina Vukovic, Europameisterin Hanna Devigili, die WM-Dritte Aleksandra Grujic oder Youth-Cup-Sieger Adrian Nigsch.

 

Bild (c) Martin Kremser