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Montag, den 18. Mai 2020 13:00

365 Tage im Jahr


Christine und Alexander Reisenbauer engagieren sich seit 2008 freiwillig im Essen auf Räder-Team in Windischgarsten

Corona ändert Arbeitsalltag in Mobiler Pflege und bei Essen auf Rädern

Pflegekräfte, Gesundheitspersonal, Menschen in versorgungsrelevanten Berufen oder freiwillige Helfer. Sie alle zählen zu den Leistungsträgern, die unser Leben am Laufen halten. Auch die Mitarbeiter des OÖ. Roten Kreuzes sind da, um zu helfen. Mit Bekanntwerden der Corona-Erkrankungen änderte sich ihr Alltag grundlegend. Neue Hygienestandards, Maßnahmen und Aufgabenfelder prägen das Bild der Hilfe. Auch bei den Mitarbeitern in der Mobilen Pflege und bei Essen auf Rädern.

Warme Mahlzeiten gehören zu den angenehmen Dingen des Lebens. Besonders in Zeiten von Ausgangbeschränkungen und Ansteckungsgefahr sind ältere Menschen auf Unterstützung anderer angewiesen. Abhilfe schaffen die Mitarbeiter von Essen auf Rädern. Zwei davon sind Christine und Alexander Reisenbauer aus Spital/Pyhrn. Jedes Wochenende sind sie und ihr Team für Menschen da, die Hilfe brauchen. Seit 2008 sind Christine und Alexander freiwillig beim Roten Kreuz. „Wir wollen für andere Menschen da sein und uns sinnvoll engagieren“, erklären die zwei. Mundschutz, Handschuhe und Desinfektionsmittel sind auch bei ihren Einsätzen immer in Gebrauch. Um die Ansteckungsgefahr zu minimieren, stellen sie jetzt die Mahlzeiten an den Haus- und Wohnungseingängen ab und machen sich dann bemerkbar. Zum Schutz der Klienten halten sie derzeit aber Abstand, dadurch kommt der oftmals gewünschte persönliche Kontakt leider etwas zu kurz und das fällt auch unseren Essen auf Räder Mitarbeitern sichtlich schwer.

Täglicher Covid19-Selbsttest vor Dienstbeginn
365 Tage im Jahr sind die Mitarbeiter der Mobilen Pflege im OÖ. Roten Kreuz im Einsatz. Eine von ihnen ist Karin Humpl (52) aus Roßleithen. Seit mittlerweile 30 Jahren versorgt sie Menschen, die ohne fremde Hilfe ihren Alltag nicht mehr alleine bewältigen können. Mit Kolleginnen und Kollegen betreut sie 243 Patienten im Bezirk Kirchdorf. Schon vor den Covid19-Erkrankungen war Hygiene ein großes Thema. Die Besuche bei den Klienten erfolgen nun mit Schutzmasken und – wie auch schon vor Corona – mit Handschuhen. „Um mögliche Ansteckungen zu verhindern, machen die Pflegepersonen vor Dienstbeginn einen täglichen Selbsttest. Menschen, die möglicherweise am Corona Virus erkrankten oder bestätigte Covid19-Fälle sind, versorgen die von uns speziell dafür ausgestatteten und ausgebildeten Covid-Teams“, erklärt Humpl. „Wir wollen Menschen Sicherheit geben und für sie da sein. Das gelingt uns gut“, meint sie und freut sich über die vielen positiven Rückmeldungen. „Ich mache meinen Job gerne“, zieht Karin Hump ihr Resümee. Würde, Respekt, Ausdauer, Herz, Zeit, Dankbarkeit und Menschlichkeit spielen eine große Rolle.

Seit vielen Wochen stehen die 24.000 Mitarbeiter des OÖ. Roten Kreuzes im Corona-Einsatz. Auch die Bevölkerung ist aufgerufen, im „Team Gesundheit“ mitzuarbeiten. Dank des großen Engagements einer verantwortungsvollen Zivilgesellschaft konnten schon viele Schritte in die richtige Richtung gesetzt werden. „Nur gemeinsam können wir eine Ausbreitung des Corona Virus minimieren“, erklärt OÖ. Rotkreuz-Präsident Dr. Aichinger Walter.

 

Bild (OÖRK): Christine und Alexander Reisenbauer engagieren sich seit 2008 freiwillig im Essen auf Räder-Team in Windischgarsten


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