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Sonntag, den 28. Juni 2020 07:00

Effektives COVID-19-Monitoring in Linz


Bürgermeister Klaus Luger

Corona-Cluster „Pfingstkirche“ erfasst und Betroffene abgesondert | Linzer Gesundheitsbehörde verstärkt Maßnahmen zur Eindämmung des Virus

„Ein einzelner Cluster hat die Zahl der mit COVID-19 Infizierten in Linz angehoben. Durch die rasche und akribische Arbeit unserer Gesundheitsbehörde konnte der Kreis der Betroffenen und Kontaktpersonen aber schnell erfasst und abgesondert werden“, berichtet Bürgermeister Klaus Luger in der Funktion als Bezirkshauptmann aus der heutigen Sitzung des städtischen Krisenstabs. Insgesamt neun Personen aus dem Umfeld der „Pfingstkirche - Freie Christengemeinde“ haben sich bis dato mit dem Virus infiziert.

Clusterbildungen wie der genannte oder jener in Salzburg werden die Gesundheitsbehörden auch in den kommenden Wochen beschäftigen. Der Magistrat Linz reagierte bereits auf diese punktuellen Anstiege mit einem verstärkten Personaleinsatz beim Contact Tracing. Grundsätzlich werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Meldung eines neuen Falles sofort aktiv. Im Rahmen des Contact Tracings werden in genauer Recherchearbeit die Kontakte der Betroffenen erfasst. Danach erfolgt die Absonderung der Kontaktpersonen, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. „Linz geht beim Management der Viruserkrankung über die vorgeschriebenen Maßnahmen hinaus: So werden etwa alle Kontaktpersonen in sensiblen Bereichen wie Schulen oder Gesundheitseinrichtungen oder bei hohen Risiko auf Clusterbildung auf das Virus hin getestet – auch jene ohne Symptome“, sagt Bürgermeister Luger.

Das Management der COVID-19-Krise in der Stadt Linz erfolgt im Krisenstab, der seit März des Jahres von der Linzer Berufsfeuerwehr geleitet wird und in dem alle zentralen Bereiche des Magistrats zur Bewältigung der Pandemie vertreten sind. Darüber hinaus sind auch die Einsatzorganisationen im Stab eingebunden.

Derzeit sind in Linz 27 Personen an Covid-19 erkrankt, 175 Personen befinden sich aktuell in Quarantäne. Insgesamt 9 Infizierte zählen alleine zum Cluster „Pfingstkirche“. Die übrigen Betroffenen sind Einzelfälle, die sich durch die umgehenden Maßnahmen der Gesundheitsbehörde nicht zu Clustern ausbilden konnten.

„Die Häufung an Neuinfektionen lässt sich darauf zurückführen, dass die Menschen wieder mobiler sind und mehr Kontakte pflegen. Mit einem Anstieg der Zahlen war zu rechnen. Wir nehmen die Entwicklungen ernst und monitoren genau. Aber man muss die derzeitigen Infektionen in Linz auch in Relation zur Einwohnerzahl von mehr als 200.000 sehen“, erklärt Bürgermeister Klaus Luger.

 

Bild (c) Stadt Linz