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Montag, den 14. September 2020 07:00

Großeinsatz der Feuerwehren


Feuerwehren bei den Löscharbeiten

Historisches Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, gefüllt mit rund 4.000 Strohballen in Bad Wimsbach-Neydharting niedergebrannt

Ein zur Gänze gefülltes landwirtschaftliches Strohlager in Bad Wimsbach geriet aus derzeit unbekannter Ursache in Vollbrand. Es musste Alarmstufe 3 ausgelöst werden.

Das Lagergebäude, Baujahr etwa 1875, war mit 3.000 bis 4.000 Strohquaderballen (á ca. 450 kg) bis zum Dachstuhl gefüllt. Weiters befanden sich ein Radlader und ein Kreiselwender im Objekt.
Auf der Rückseite des Gebäudes war das mittlere Tor geöffnet und somit das Lager frei zugänglich. Durch den Brand wurden keine Menschen oder Tiere verletzt. Es waren zwölf Feuerwehren aus der Umgebung mit etwa 210 Personen und 21 Fahrzeugen im Einsatz.

Die Schadenshöhe vom Heu wird auf ca. 360.000 Euro geschätzt. Der Gesamtschaden des Gebäudes und den Maschinen ist noch nicht bekannt.Bei den Erhebungen am Brandort wurde festgestellt, dass eine Selbstentzündung der ca. 500 kg schweren Heuballen nicht ausgeschlossen werden kann. Zeitpunkt und Menge der Heueinbringung könnten unter Umständen zu einer Selbstentzündung geführt haben.
Als weitere mögliche Brandursache wurde ein verwendeter pyrotechnischer Gegenstand im Nahbereich der Halle vorgefunden. Bei dem Gegenstand handelt es sich um einen sogenannten "Vulkan", auch Verpackungsmaterial von weiteren pyrotechnischen Gegenständen wurde am Parkplatz aufgefunden und der Spurensicherung zugeführt. Zur Zeit des Brandausbruches war eine Hochzeitsgesellschaft im Veranstaltungsbereich des Schlosses Wimsbach anwesend.
Es liegt die Vermutung nahe, dass der aufgefundene Feuerwerkskörper der Klasse F2 mit der Hochzeit in Zusammenhang steht.

Andere Brandursachen konnten anhand der Spuren und der Zeugenaussagen vorerst ausgeschlossen werden.
Durch den Brand wurde erheblicher Futtervorrat für einen landwirtschaftlichen Betrieb mit ca. 2500 Ziegen vernichtet. Für die Beschaffung der geschätzten 1000 Tonnen Heu rechnet der geschädigte Landwirt mit Kosten in der Höhe von ca. 300.000 Euro.


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