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Samstag, den 17. Oktober 2020 07:00

Linz reagiert auf steigende Infektionen


Corona-Virus - Symbolbild

Verschärfte Maßnahmen für Gastronomie und SeniorInnenzentren

Bürgermeister Klaus Luger: „Schutzmaßnahmen für Pflegeheime sinnvoll, Registrierungspflicht in Gastronomie wenig sinnvoll!“

Gesundheitsstadtrat Michael Raml: „Neue Absonderungsstrategie notwendig, um schleichenden Lockdown zu verhindern“


Die deutlichen Zuwächse an Infizierten-Zahlen in Oberösterreich haben zu verschärften Maßnahmen im gesamten Bundesland geführt. Das gab das Land Oberösterreich heute bekannt. Konkret werden zum Schutz gegen die Ausbreitung des Corona-Virus eine Registrierungspflicht in der Gastronomie und strengere Richtlinien in Alten- und Pflegeheime eingeführt. Vorgesehen ist eine Registrierungspflicht für sämtliche Gäste eines Gastronomiebetriebs. Die Betreiber unterliegen einer Meldepflicht gegenüber der jeweiligen Gesundheitsbehörde. Wer keine Informationen über seine Gäste hat, muss mit einer Verwaltungsstrafe rechnen. Zudem sollen in Alten- und Pflegeheimen erneut schärfere Richtlinien, wie etwa strengere Besuchsregelungen, gelten.

„Es gab heute ein Koordinierungsgespräch mit Landeshauptmann Thomas Stelzer. Für die besonders gefährdete Gruppe der pflegebedürftigen Senioren sind die Schutzmaßnahmen aus meiner Sicht angebracht und richtig. Eine unterschiedliche Auffassung gibt es hinsichtlich der Gastro-Registrierungspflicht. Diese hilft den Behörden beim Contact Tracing nur wenig, da in Deutschland etwa bis zu einem Drittel der Angaben falsch waren. Zudem wird damit das Risiko erhöht, dass noch mehr Feierlichkeiten in den privaten Bereich verlegt werden. Das sollte vermieden werden, da unsere Analysen zeigen, dass zwischen 70 und 80 Prozent der Infektionen in privaten Haushalten erfolgen“, ist Bürgermeister Klaus Luger überzeugt.

„Eine Registrierungspflicht in der Gastronomie erachte ich weder als sinnvoll noch als notwendig. Generell sollten die Vorgaben für Kontaktpersonen positiv Getesteter ohne Symptome kritisch hinterfragt werden, um einen schleichenden Lockdown zu vermeiden“, erklärt Gesundheits-Stadtrat Michael Raml.


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