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Samstag, den 17. Oktober 2020 13:00

COVID 19


Bürgermeister Dr. Andreas Rabl

Aktuelle Lage laut Welser Krisenstab

Mit Stand Freitag, 16. Oktober gibt es in der Stadt Wels 168 bestätigte COVID 19-Infektionen. 206 zusätzliche Personen sind in Quarantäne und 398 wieder genesen. Welche Verschärfungen mit der „Rot-Schaltung“ der Stadt Wels auf der „Corona-Ampel“ verbunden sein könnten, wurde in den vergangenen Tagen mit dem Land Oberösterreich beraten. Die Verordnung des Landes soll demnächst in Kraft gesetzt werden.

Nach den der Stadt bekannten Krankheitsverläufen sind bei etwa drei Vierteln der positiv getesteten Personen Krankheitsverläufe mit Symptomen verbunden (die meisten davon mit leichtem Verlauf), rund ein Viertel zeigt keine Symptome. Nach derzeitigen Analysen erfolgt der Großteil der Ansteckungen im Privatbereich. Wels weist einen großen (mehr als 20 Personen) und mehrere mittlere Familiencluster auf.

Im Haus Neustadt sind aktuell 25 Bewohner (davon befinden sich sechs im Krankenhaus, der Rest ist abgesondert) und 13 Mitarbeiter (alle in Quarantäne) infiziert. Für das Haus gelten weiterhin die Bestimmungen laut der höchsten „Phase 3: Gefahrenlage (akute Pandemiewelle)“ entsprechend dem COVID 19-Stufenplan in Alten- und Pflegeheimen des Landes Oberösterreich (Details siehe Unterlage Pressegespräch Freitag, 9. Oktober unter www.wels.gv.at).

Für die restlichen drei Häuser der Seniorenbetreuung (Leopold Spitzer, Vogelweide Laahen und Noitzmühle) gilt ab sofort „Phase 2: Erhöhte Gefahr“. Das bedeutet unter anderem: Besuche nur mehr mit Voranmeldung und vorwiegend in definierten Besuchszonen (und natürlich unter den Vorkehrungen der „Phase 1: Normalbetrieb), externe Dienstleister nur wenn dringend nötig und Einschränkung der Gemeinschaftsaktivitäten. Die sieben Generationentreffs werden – wie berichtet – ab Montag, 19. Oktober für vorerst drei Wochen geschlossen.

Lediglich der Rest von acht Prozent der Infektionen passierte im öffentlichen Bereich. Davon wiederum sind aktuell nur ein Kind oder 0,04 Prozent in einer Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtung in Wels (insgesamt 2.681 Kinder städtisch und privat) und lediglich sieben Schüler oder 0,05 Prozent von insgesamt 13.258 (Pflicht-, Berufs- und höhere Schulen) positiv getestet.

Aus diesem Grund bleibt Wels-Stadt trotz der „Rot-Schaltung“ auf der allgemeinen „Corona-Ampel“ bei der eigenen „Schulampel“ wie bisher weiterhin auf „Gelb“ (laut Auskunft der Bildungsdirektion für Oberösterreich). Eine Einschränkung in den Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen ist ebenfalls nicht geplant.

Bürgermeister Dr. Andreas Rabl: „Die Rot-Schaltung für Wels hat uns nicht überrascht, wir waren darauf vorbereitet. Wir konzentrieren uns bei den Maßnahmen auf den Schutz von alten und kranken Welsern. Konkret werden daher die Generationentreffs geschlossen und Zugangsbeschränkungen für die Altersheime verschärft. Wichtig ist, dass die Schulen und Kindergärten geöffnet bleiben und ein Lockdown verhindert wird.“

Gesundheitsreferentin Vizebürgermeisterin Silvia Huber: „Wels ist nun auf der ‚Corona-Ampel‘ auf ‚Rot‘ geschaltet‘. Ich ersuche nochmals die gesamte Bevölkerung um dringende Einhaltung der Schutzmaßnahmen, damit sich die Lage in der Stadt möglichst bald wieder bessert. Eine weitere Verschlechterung – und die damit möglicherweise verbundenen Konsequenzen – können wir nur gemeinsam verhindern!“

 

Bild (c) Stadt Wels


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