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Samstag, den 20. Februar 2021 07:00

Dringender Handlungsbedarf


Gemeinde wehrt sich gegen die Schließung des Bahnüberganges „Schatzsiedlung“ in Lacken

Gemeinde wehrt sich gegen die Schließung des Bahnüberganges „Schatzsiedlung“ in Lacken

Nach wie vor steht die Schließung des Bahnüberganges „Schatzsiedlung“ in Lacken im Raum. Das würde bedeuten, dass hunderte Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger die Zu- und Abfahrt „Schatzsiedlung“ von der B127 zur Schatzsiedlung nicht mehr nutzen könnten. Der ganze Verkehr müsste durch Lacken unmittelbar an der Volksschule und am Kindergarten vorbeigeführt werden. Nachdem im letzten Jahr bei einer Bürgerinformation von Land und ÖBB dringender Handlungsbedarf in Richtung Schließung des Bahnüberganges signalisiert und mögliche Alternativrouten präsentiert wurden, war es in den darauffolgenden Monaten um dieses Thema ruhig geworden.

Leider kam ein für den Herbst letzten Jahres beabsichtigter Verhandlungstermin zur „Überprüfung der Sicherung der Eisenbahnkreuzung“ coronabedingt nicht zustande. Nun wird diese Verhandlung am 1.3.2021, wie auf der Gemeindehomepage veröffentlicht, nachgeholt. Für viele Lackener und Bewohner der angrenzenden Ortschaften geht es bei diesem Verhandlungstermin um viel. Besonders dramatisch wären die Auswirkungen der Schließung des Bahnüberganges „Schatzsiedlung“ aber für den Ort Lacken selbst. Es würde zu einem täglichen Verkehrschaos führen und die Lebensqualität in Lacken massiv beeinträchtigen. Auch hinsichtlich Verkehrssicherheit wäre das stark vermehrte Verkehrsaufkommen äußerst bedenklich, zumal die Durchfahrtsstraße durch Lacken unmittelbar an der Volksschule und am Kindergarten vorbeiführt. Der im Fall der Schließung des Bahnüberganges um etwa zwei Kilometer längere Fahrtweg ist auch ökologisch nicht unbedeutend. Gegen die Schließung des Bahnüberganges sind alle Bewohnerinnen und Bewohner von Lacken. Etwa 500 Bürgerinnen und Bürger haben ihre ablehnende Position durch ihre Unterschrift bekräftigt. 

Auch die Gemeindepolitiker stehen geschlossen hinter der Forderung, dass der Bahnübergang offenbleiben muss. „Die Ausfahrt auf die B127 ist nicht optimal. Eine Lösung des Problems kann niemand einfach „aus dem Ärmel schütteln“, sondern braucht die Anstrengung, den Willen und vor allem die Bereitschaft aller.“, so Bürgermeister David Allerstorfer. Das ist die Grundhaltung aller Gemeindemandatare. Unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit sprechen sich daher alle gegen die Schließung des Bahnüberganges und für gemeinsame Anstrengungen zur Erarbeitung einer den Sicherheitserfordernissen entsprechenden Lösung der Zu- und Abfahrt zur Schatzsiedlung aus. Konkret zeigt die Gemeinde ihre Bereitschaft, konstruktive Lösungsvorschläge zur Entschärfung der Gefahrensituation einzubringen und im Rahmen ihrer Möglichkeiten durch einen entsprechenden Planungsvorschlag, der bereits an die zuständigen Stellen übermittelt wurde, ihren Beitrag dazu zu leisten.

„Ziel muss jedenfalls sein, dass der Bahnübergang offenbleibt!“, so die Gemeindepolitiker. Mit Unterstützung von Verkehrslandesrat Mag. Steinkellner wurden in der Gemeinde in den letzten Jahren einige nachhaltige und wichtige Verkehrsprojekte gemeinsam umgesetzt. Gerade für Lacken hoffen jetzt alle, dass der konstruktive Weg gemeinsam weitergegangen wird. Die angesprochene Planung, die ein Offenhalten des Bahnüberganges ermöglicht, wurde von Dr. August Pernsteiner in Abstimmung mit der Gemeinde in Auftrag gegeben. „Wenn jetzt alle an einem Strang ziehen, schaffen wir das. Lacken hat das schon so oft bewiesen.“, so der Lackener August Pernsteiner. 

 

Bild (c) Mag. David Allerstorfer


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