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Sonntag, den 22. August 2021 07:00

Gemeinschaft leben im Gemeindegrün


Stadtförster Georg Brenn, Bürgermeister Mag. Werner Krammer, Agnes Hirsch (Goldhauben- und Trachtenverein) mit Jan-Michael Fabian und Alexandra Bacher (beide Stadtgärtner) (v.l.) im essbaren Waldgarten.

Waidhofens Waldgärten nominiert für den „European Award for Ecological Gardening“

Der essbare Waldgarten, der Andachtsgarten und der Pilzgarten am Buchenberg sind nominiert für den „European Award for Ecological Gardening“. Mit diesem Preis zeichnet „Natur im Garten“ herausragende, qualitativ hochwertige Projekte aus, die das ökologische Gärtnern zur Grundlage haben. Waidhofens Waldgärten wurden in der Kategorie „Klimafitte Gärten, Grünflächen und Gebäudebegrünung“ nominiert.

„Es ist eine große Auszeichnung und Ehre hier überhaupt nominiert zu sein. Danke an alle, die dafür verantwortlich sind, dass dieses Projekt realisiert werden konnte und wir in Waidhofen Stadt erleben und Grün genießen können“, betont Bürgermeister Werner Krammer.

Die Waldgärten sind im Rahmen der Initiative „kost.bares Waidhofen“ entstanden. Mehr Natur in der Stadt und Gärten für alle so der Gedanke, der der Initiative zugrunde liegt. Der erste Garten entstand 2015 mit dem Bürgergarten. Seither spannt sich das grüne Netz kontinuierlich über die ganze Stadt weiter. Nach den beiden Gemeinschaftsgärten in Zell und am Krautberg kamen die Waldgärten am Buchenberg hinzu. 2019 fiel mit der Bepflanzung des essbaren Waldgartens der Startschuss für dieses Projekt. Mittlerweile gehören auch der Andachtsgarten und der Pilzgarten zum vielfältigen Waldensemble. Das Konzept stammt von Landschaftsarchitektin Karin Standler.

Essbarer Waldgarten
Der Waldgarten integriert sich in den bereits vorhandenen Generationenpark und ist in sieben Modulen aufgebaut, die verschiedene Themen zu nutzbaren und essbaren Gehölzen bieten. Er orientiert sich an dem stufenweisen Aufbau lichter Naturwälder. In der jeweiligen Baum-, Strauch- und Krautschicht finden sich nutzbare Wildpflanzen, fruchttragende Kletterpflanzen, wenig bekannte Beerensorten genauso wie altbewährte und neue Obstbäume. „Aktive Beteiligung, Begegnung, Naschen und Entdecken ist hier für alle Altersgruppen möglich“, so Umweltstadtrat Fritz Hintsteiner.

Ein angenehmes Kleinklima, der hohe ökologische Wert, die Schönheit des Waldes und die faszinierende wie köstliche Welt der Nutzpflanzen machen den Waldgarten zu einem umfassenden Erlebnis.

Andachtsgarten
Der Andachtsgarten bei der „Unteren Kapelle“ am Buchenberg ist ein Ort des Gedenkens, des Weihens und der Besinnung. Bepflanzt wird das Andachtsplatzl mit Gehölzen für das Osterfest, mit Kräutern für die Kräuterweihe und mit Blumen, die symbolische Bedeutung in der christlichen Religion haben. Besucherinnen und Besucher der Kapelle erleben hier die inspirierende Verschmelzung von Natur und christlicher Tradition. Der Andachtsgarten sowie die dazugehörige Untere Kapelle werden vom Goldhauben- und Trachtenverein liebevoll in Schuss gehalten und gepflegt.

Pilzgarten
Der bereits bestehende Schwammerlplatz am Buchenberg wird innovativ genutzt und ein Pilzgarten errichtet, in dem essbare Schwammerln und Heilpilze erkundet werden können. Wald und Pilz sind in der Natur untrennbar miteinander verknüpft.

Der Pilzgarten ist ein Modul des Waldgartens in dem die Pilze als Früchte des Waldgartens gezeigt werden. Einige Arten können regelrecht angebaut werden. Zum Pilzezüchten empfehlen sich essbare Arten, die Holz oder Stroh ersetzen wie verschiedene Seitlinge, das Stockschwämmchen oder der Shiitake-Pilz. Weniger bekannt ist, dass Pilze auch für Heilzwecke und technische Anwendungen gezüchtet werden. Dazu zählen der Igelstachelbart oder der glänzende Lackporling.

 

Bild (Stadt Waidhofen): Stadtförster Georg Brenn, Bürgermeister Mag. Werner Krammer, Agnes Hirsch (Goldhauben- und Trachtenverein) mit Jan-Michael Fabian und Alexandra Bacher (beide Stadtgärtner) (v.l.) im essbaren Waldgarten.