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Samstag, den 09. Oktober 2021 07:00

Naturfreunde Windischgarsten


Naturfreunde Windischgarsten - Mit der Draisine im Burgenland unterwegs

Mit der Draisine im Burgenland unterwegs

Zugfahren kennt jeder. Aber im Burgenland gibt es eine besondere Attraktion auf Gleisen: eine Draisinenstrecke zwischen Horitschon und Oberpullendorf. Dabei sitzt man auf einem Schienengefährt, das wie ein Fahrrad angetrieben wird. Links und rechts ist jeweils ein Pedalantrieb, in der Mitte eine Sitzbank für die Mitfahrer.

 

Am vergangenen Freitag gings los. Um die Mittagszeit fuhren 8 Naturfreunde gemeinsam nach Horitschon, wo wir uns sogleich von der Qualität der burgenländischen Küche und ihres Weines überzeugen konnten. Die Vorbereitung auf den schweißtreibenden Radelspaß erfolgte selbstverständlich und ausgedehnt bei einem Heurigen im Ort. Am Samstagfrüh war es dann soweit. Am stillgelegten Bahnhof in Horitschon, wo einst die Güterwaggons beladen wurden, begann unsere Tour.

 

Mit dem Basiswissen im Kopf, das uns der "Chef de Draisine" in seinem charmantem Schwyzerdütsch vermittelte, stiegen wir auf die Draisine und strampelten los.Es knatterte und ratterte, wie auf einem Zug. Zwei Personen treteten, zwei saßen in der Mitte auf der Bank und genossen die Aussicht. Davon gab es eine Menge. Weingärten, Sonnenblumenfeldern, herrliche Laubwälder, ein Schloss und und und.. Zum Glück war es nicht so heiß, das Treten kostete Kraft und es gab nur einen Gang! So ging es 23 Kilometer lang bis zum Endbahnhof in Oberpullendorf.

 

Zum Einkehren lagen unterwegs Stationen direkt neben den Gleisen, die an diesem sonnigen Herbsttag allerdings ziemlich gut besucht waren. Der Ausklang des Tages fand natürlich beim obligatorischen Heurigen statt, bevor wir uns alle ziemlich müde in die Federn fallen ließen. Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen von Kultur und Genuss. Zuerst stand die Besichtigung der Ritterburg Lockenhaus auf dem Programm. In der imposanten Burg kann man Rittersäle, eine Folterkammer und einen Templer-Kultraum erkunden sowie viel über die Geschichte der Burg,  von den Tempelrittern, über die schaurige Blutgräfin, bis hin zu den Fledermäusen, erfahren.

 

Im Schloss Esterhazy in Eisenstadt "stärkten" wir uns mit original Esterhazyschnitten und feinstem Kaffee, bevor wir uns den Schlosspark mit seinem Leopoldinentempel und dessen malerischen Teich angesehen haben. Zum Schluss gab es noch eine Einkehr am Semmering. Am Fuße des Zauberbergs gelegen,  gönnten wir uns im "Seewirtshaus" letzte Leckereien "für Menschen, für die Essen und Trinken zu den drei schönsten Dingen des Lebens zählen. "

 

Es war ein tolles Wochenende!

 

Bilder (c) MMitter | BHuber | RQuatember