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Samstag, den 09. Oktober 2021 07:00

Mit viel Zuversicht ins letzte Vierteljahr


Michael Pecherstorfer - Spartenobmann Gewerbe und Handwerk Wirtschaftskammer OÖ

Spartenobmann Pecherstorfer: Alle Zeichen stehen auf Wachstum, Corona-Einbruch ausgeglichen, Extra-Schub durch Steuerreform

Geschäftslage, Stimmung und Erwartungen in den gut 55.000 oö. Gewerbe- und Handwerksbetrieben haben im 3. Quartal erneut zugelegt. Das ergab die aktuelle Konjunkturbeobachtung der KMU Forschung Austria. „Das dritte Quartal hat das bestätigt, was wir schon in den Monaten davor gesehen haben: Wir haben die coronabedingten Einbrüche hinter uns gelassen und sind nicht nur in den investitionsgüternahen, sondern auch in den konsumnahen Branchen auf einem nachhaltigen Wachstumspfad zurückgekehrt“, fasst Michael Pecherstorfer, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk in der WKOÖ, die erfreulichen Ergebnisse zusammen.

Positive Impulse erwartet sich Pecherstorfer darüber hinaus von dem von der Bundesregierung am Sonntag bekanntgegebenen Steuer- und Entlastungspaket. „Durch das Absenken der Steuertarifstufen und anderer Maßnahmen werden Konsumenten wie Unternehmen mehr Geld zur Verfügung haben und dieses auch investieren bzw. ausgeben“, ist Pecherstorfer überzeugt, dass die Steuerreform ab dem nächsten Jahr einen kräftigen und nachhaltigen Zusatzschub für Wachstum und Wohlstand auslösen wird.

Was die Geschäftslage im 3. Quartal 2021 betrifft, so beurteilen laut KMU Forschung Austria die oö. Gewerbe- und Handwerksbetriebe diese deutlich besser als im Vorjahresquartal. Per Saldo (Anteil der Betriebe mit guten abzüglich schlechten Beurteilungen) überwiegen die Betriebe mit guter Geschäftslage um 26 Prozentpunkte. Besonders erfreulich für Pecherstorfer ist, dass „die optimistische Grundstimmung inzwischen auch bei den von den Corona-Einschränkungen deutlich härter getroffenen, konsumnahen Gewerbe- und Handwerksbranchen angekommen ist“. So melden für das 3. Quartal 23 Prozent der Betriebe in den konsumnahen Gewerbe- und Handwerksbranchen (z.B. körpernahe Dienstleister) Umsatzsteigerungen (Vorjahr: 7 Prozent) und ebenfalls 23 Prozent Umsatzrückgänge (Vorjahr: 53 Prozent). Deutlich besser hat sich die Lage in den investitionsgüternahen Branchen (z.B. gesamter Bausektor, Elektriker, Metalltechniker) entwickelt. Der durchschnittliche Auftragsbestand ist um 14,6 Prozent höher als im Vorjahresquartal und liegt sogar um 4,8 Prozent über dem Niveau vom 3. Quartal 2019.

Pecherstorfer: „Stimmungen und Erwartungen haben kräftig ins Positive gedreht“
„Die konjunkturellen Entwicklungen der letzten Monate hat Stimmungen und Erwartungen kräftig ins Positive gedreht“, unterstreicht Pecherstorfer. So erwarten für das 4. Quartal 27 Prozent der oö. Gewerbe- und Handwerksbetriebe ein Plus bei Auftragseingängen und Umsätzen und nur noch 12 Prozent ein Minus. Zum selben Zeitpunkt des Vorjahres lagen diese Werte bei erschreckenden 13 bzw. 35 Prozent. Per Saldo überwiegen somit die optimistischen Einschätzungen für das letzte Vierteljahr um 15 Prozentpunkte. Für Spartenobmann Pecherstorfer in diesem Zusammenhang besonders erfreulich ist, dass „die optimistischen Zukunftserwartungen im konsumnahen Segment kräftig angezogen haben“. So stieg der Anteil jener Betriebe, die ein Umsatzplus abzüglich jener, die ein Umsatzminus erwarten gegenüber dem Vorquartal von 4 auf 11 Prozentpunkte, im investitionsgüternahen Bereich blieb der entsprechende Wert mit 16 Prozentpunkten unverändert.

 

Bild (c) Starmayr