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Mittwoch, den 13. Oktober 2021 07:00

Zivildiener des Jahres


Landessieger aus Oberösterreich, Tobias Lang mit Bundesministerin Elisabeth Köstinger

Landessieger aus Oberösterreich: Tobias Lang

Bundessieger 2020: Sebastian Jehle
Der junge Vorarlberger hat seinen Zivildienst im Kindergarten Neunteln geleistet

„Durch seine Lehre als Tischlertechniker, seinem Hobby als Musiker und seinem Wissen als Jungimker hat er nicht nur Kinderaugen zum Strahlen gebracht, sondern war auch eine Bereicherung für das gesamte Team. Neben seinen laufenden Aufgaben hat er sich Zeit genommen und ist für seine Schützlinge mehrere Extrameilen gelaufen. Er hat etwa ein Schattentheater gebaut, das heute noch immer fleißig bespielt wird. Und er hat sich besonders dafür eingesetzt, die Neugier der Kinder für Bienen und ihre wichtige Aufgabe in der Natur zu vermitteln. Der nächsten Generation Wissen zu vermitteln ist eine sehr wichtige Aufgabe. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass sich die Jury rasch einig war, dass er den Titel ‚Bundessieger‘ bekommen soll“, so Zivildienstministerin Köstinger in ihrer Laudatio.

Oberösterreich: Tobias Lang
Er hat seinen Zivildienst im Bezirksseniorenzentrum Eggelsberg absolviert. Neben der täglichen Unterstützung der Mitarbeiter hat er erheblich zur Lebensqualität und Wertschätzung der Bewohnerinnen und Bewohner beigetragen.

Außerordentliche Zivildiener des Jahres 2020
„Im Jahr 2020 waren nicht nur über 14.000 ordentliche Zivildiener im Einsatz, sondern auch rund 4.500 außerordentliche Zivildiener. Aufgrund der besorgniserregenden Corona-Situation haben wir im März letzten Jahres zum ersten Mal in dieser Republik den außerordentlichen Zivildienst ausgerufen. Unsere Zivildiener haben sich als wichtige strategische Reserve im Gesundheitssystem bewährt. Darum zeichnen wir heuer auch stellvertretend für alle Außerordentlichen einen verlängerten und einen freiwilligen Zivildiener dieser herausfordernden Zeit aus“, so Köstinger.

Matthias Lung hat das Team des Roten Kreuzes in Hohenems tatkräftig unterstützt. Während seines verlängerten Zivildienstes wurde er an die Corona-Teststation in Röthis versetzt und hat dort unter anderem Tourismus-Massentests organisiert. Außerdem brachte er Vorschläge ein, um die Zusammenarbeit von Rotem Kreuz, Feuerwehr und Landeswarnzentrale zu verbessern.

Daniel Derajic hat seinen ordentlichen Zivildienst im Franz Gerstenbrand Wachkoma Department der Geriatrischen Gesundheitszentren Graz geleistet und hat auch als freiwilliger außerordentlicher Zivildiener dort unterstützt.  In den Zeiten des Besuchsverbotes am Departement sorgte er mit seiner herzlichen und positiven Ausstrahlung sowie Spaziergängen und Musik immer für gute Stimmung.

Zivildiener der ersten Stunde
Heuer wurden erstmals aber auch „Zivildiener der ersten Stunde“ geehrt. Also jene Männer, die im Jahr 1975 als erste Zivildiener beim Roten Kreuz in Graz ihren Dienst für die Gesellschaft geleistet haben.

„1955 wurde die allgemeine Wehrpflicht in Österreich eingeführt. Erst 20 Jahre später gab es auch die Möglichkeit, Zivildienst zu leisten. Es hat sehr viel Mut gebraucht, sich für diesen Weg zu entscheiden. Zivildiener wurden damals als ‚Drückeberger‘ und sogar als ‚Vaterlandsverräter‘ bezeichnet. Zum Glück hat es zahlreiche Burschen gegeben, die sich getraut haben, diesen Weg zu gehen. Wir haben es Ihnen zu verdanken, dass der Zivildienst so erfolgreich geworden ist. Sie haben Pionierarbeit geleistet. Daher freue ich mich besonders, dass wir die Gelegenheit haben einigen dieser Helden Dank und Anerkennung auszusprechen“, betont Zivildienstministerin Elisabeth Köstinger.

„Weil sich das System bewährt hat, konnte der Zivildienst schließlich zu dem Sicherheitsnetz wachsen, von dem wir alle profitieren. Unsere Zivildiener sind heute nicht mehr wegzudenken! Jede Stadt und jedes Land braucht Zivildiener. Gerade die Coronakrise hat gezeigt, wie wichtig unsere Zivildiener als strategische Reserve im Gesundheitsbereich sind. Ob als ordentlicher oder außerordentlicher Zivildiener - jeder einzelne leistet einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft! Die Österreicherinnen und Österreicher können sich auf unsere Zivildiener verlassen. Und als Zivildienstministerin setze ich mich dafür ein, dass das auch in Zukunft so bleibt!“

 

Bild (c) Paul Gruber


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