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Donnerstag, den 25. November 2021 07:00

Autobuslenker fristlos entlassen


OÖVV-Bus - Symbolbild

Durch Hinweise von Zeuginnen und Zeugen zu der äußerst negativen und inakzeptablen Botschaft auf einem Regionalbus konnte der verantwortliche Mitarbeiter zweifelsfrei ausgeforscht werden.

In der Nacht von Freitag auf Samstag am vergangenen Wochenende tauchte ein Bild eines Regionalbusses auf, auf dem eine äußerst negative und inakzeptable Botschaft bezüglich der Corona-Impfung zu sehen war.

Der OÖ Verkehrsverbund erfuhr erstmals am frühen Samstagvormittag davon, dass dieses mittlerweile weit verbreitete Bild im Internet kursiert. Die Verantwortlichen beim OÖVV nahmen sofort Kontakt mit Dr. Richard, dem Eigentümer des auf dem Foto abgebildeten Busses, auf. Sowohl der OÖ Verkehrsverbund als auch Dr. Richard waren von der Botschaft auf dem Bild entsetzt und distanzierten sich sofort deutlich davon.

Herbert Kubasta, Geschäftsführer der OÖ Verkehrsverbund Gesellschaft: „Der OÖ Verkehrsverbund distanziert sich vehement von der Aufschrift auf einem OÖVV Regionalbus, die auf einem im Internet verbreiteten Bild zu sehen war. Wir sind der Überzeugung, dass die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen und die Corona-Impfung Leben retten und somit widerspricht diese private Meinung zu 100 Prozent dem, wofür wir als Unternehmen stehen!

Es wurden sofort alle Schritte in die Wege geleitet, um den Verantwortlichen oder die Verantwortliche ausfindig zu machen. Zudem hat der OÖ Verkehrsverbund geprüft, ob es sich bei dem Bild um eine Fälschung handeln könnte. Mehrere Experten kamen allerdings zu der Erkenntnis, dass es sich wohl um ein echtes Bild handeln musste. Auf dem im Internet kursierenden Bild wurde das Kennzeichen unkenntlich gemacht und es war auch keine Uhrzeit angeführt, wann das Bild aufgenommen wurde. Das machte die Suche nach dem Urheber oder der Urheberin sehr schwierig bis nahezu unmöglich.

Am Montag meldeten sich dann einige Zeuginnen und Zeugen, die den Bus mit der mittlerweile weit bekannten Aufschrift am Freitagabend gesehen hatten. Zudem wurden dem OÖ Verkehrsverbund Bilder übermittelt, auf denen das Kennzeichen zu sehen war.

Mit der Information zur Uhrzeit, wann der Bus gesichtet wurde und dem Kennzeichen des Fahrzeugs war es dem Verkehrsunternehmen, das die Linie im Auftrag der OÖ Verkehrsver-bund Gesellschaft betreibt, dann möglich, den verantwortlichen Lenker zweifelsfrei zu identifizieren. Das Verkehrsunternehmen Dr. Richard hat danach rasch und entschlossen gehandelt und sah sich leider gezwungen, eine fristlose Entlassung auszusprechen.

„Wir sind froh, dass der Sachverhalt nun aufgeklärt werden konnte. Wir akzeptieren und respektieren jede private Meinung und Haltung. Sobald allerdings öffentliche Verkehrsmittel des OÖ Verkehrsverbundes instrumentalisiert werden, um private Meinungen und Ansichten zu verbreiten, müssen wir natürlich handeln und gemeinsam mit dem verantwortlichen Verkehrs-unternehmen entsprechende Maßnahmen einleiten. Nichtsdestotrotz bedauern wir es sehr, dass die sehr angespannte Corona-Situation Menschen zu solchen Handlungen veranlasst und im konkreten Fall dazu geführt hat, dass ein Lenker in Zukunft keine OÖVV Busse mehr steuern wird“, sagt Herbert Kubasta, Geschäftsführer der OÖ Verkehrsverbund Gesellschaft.

 

Bild (c) wolfography.at