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Donnerstag, den 25. November 2021 07:00

Aktionen der SPÖ-Frauen


Sujet - Diese Hände schlagen nicht

Diese Hände schlagen nicht

Kein Tag vergeht, ohne dass einer Frau in Österreich Gewalt angetan wird. Gewalt, die verhindert werden muss. Mit österreichweiten Aktionen „Diese Hände schlagen nicht“ fordern die SPÖ-Frauen die Bundesregierung auf, zu handeln. „Krisenzeiten und Isolation erhöhen die Gefahr. Der Schutz von Frauen muss rasch verbessert werden“, so Eva-Maria Holzleitner, Nationalratsabgeordnete und SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende.

Im Jahr 2020 wurden den Gewaltschutzzentren 11.495 Betretungs- und Annäherungsverbote von der Polizei gemeldet. Im Bezirk Wels waren es insgesamt 230 – 75 in Wels Land und 155 in der Stadt Wels.

Frauenorganisationen und Gewaltschutzorganisationen schlagen seit Monaten Alarm. In Österreich fehlen 228 Millionen Euro für den Gewaltschutz. 3000 zusätzliche Mitarbeiter*innen, die Vollzeit arbeiten, sind notwendig, um Hilfesuchenden Beratung anzubieten. Denn lange Wartezeiten sind lebensgefährlich.

Noch immer viel zu wenige Hochrisikofallkonferenzen

Ein wichtiges Mittel um Frauenmorde zu verhindern sind Hochrisikofallkonferenzen. Dabei tauschen Polizei und Mitarbeiter*innen von Gewaltschutzorganisationen wichtige Informationen zu konkreten Fällen aus. Der Schutz des Opfers wird erhöht, wenn ein Fall als Hochrisiko eingestuft wird. Wichtig ist dabei auch die Zusammenarbeit über die Bundesländergrenzen hinweg. „Warum werden diese so wichtigen Konferenzen nicht endlich in ganz Österreich regelmäßig durchgeführt? Frauenmorde müssen verhindert werden!“ so Heidi Strauss, Landtagsabgeordnete und SPÖ Bezirksfrauenvorsitzende.  

Gewalt an Frauen sichtbar machen

Die Gewalt an Frauen durch ihre (Ex)Partner findet oft im Verborgenen statt und beginnt meist schleichend mit Vorwürfen, Anschuldigungen, Beleidigungen und Drohungen. Es ist wichtig, Gewalt an Frauen sichtbar zu machen. Die SPÖ-Frauen fordern die tägliche Veröffentlichung der Gewaltzahlen in den österreichischen Medien. Konkret sollen die aktuellen Zahlen zu Betretungs- und Annäherungsverboten ähnlich der Impfstatistik bzw. Neuinfektionen täglich veröffentlicht werden. „Gewalt an Frauen muss endlich sichtbar werden! Österreich ist das Land mit den meisten Frauenmorden EU-weit. Der Handlungsbedarf ist groß!“ mahnt Petra Wimmer, Nationalratsabgeordnete und SPÖ Bezirksvorsitzende.

Petition der SPÖ-Frauen
Die Bundesregierung muss endlich handeln. Eine Petition der SPÖ-Frauen „Stoppt Femizide. Endlich ein Ende der Gewalt an Frauen“ kann hier unterzeichnet werden: https://frauen.spoe.at/2021/04/29/spoe-petition-stoppt-femizide-endlich-ein-ende-der-gewalt-gegen-frauen/

Das fordern die SPÖ-Frauen

  • mehr Hochrisikofallkonferenzen
  • ständiger Krisenstab von Innenministerium, Frauenministerium und aller im Gewaltschutz tätigen Organisationen
  • tägliche Veröffentlichung der Gewaltzahlen in den österreichischen Medien
  • Aufstockung der Mittel, wie sich Österreich im Rahmen der „Istanbul-Konvention“ verpflichtet hat
  • 228 Millionen Euro für den Gewaltschutz und 3000 Vollzeitstellen in Beratungseinrichtungen
  • Ausbau und Erhöhung der bundesweiten Basisfinanzierung der Frauen- und Mädchenberatungseinrichtungen

Österreichweite Daten zu Betretungs- und Annäherungsverboten
(Quelle: Statistik der Gewaltschutzzentren / Wiener Interventionsstelle)

Im Jahr 2020

  • wurden von den Gewaltschutzzentren / der Interventionsstelle 11.495 Betretungs- und Annäherungsverbote von der Polizei gemeldet.
  • Wurden 20.587 Opfer familiärer Gewalt von den Gewaltschutzzentren / der Interventionsstelle beraten
  • waren rund 81.5 % der Opfer von häuslicher Gewalt weiblich
  • waren ca. 91 % der Gefährder männlich

Bild (c) SPÖ