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Dienstag, den 30. November 2021 07:00

Arbeitsplatz-Motor Linz


Bürgermeister der Stadt Linz, Klaus Luger

110.000 Linzerinnen und Linzer stehen im Erwerbsleben

Bildung wirkt – je besser die Berufsausbildung, umso größer die Chancen auf einen Arbeitsplatz | Linz österreichweit im Spitzenfeld bei erwerbstätigen Menschen

Bürgermeister Klaus Luger: „AMS, Sozialpartner und Städtebund sollten wissenschaftliche Studie über Gründe für geringe Vollzeit-Arbeit von Frauen erstellen. Darauf aufbauend sollen neue Modelle zur Attraktivierung des Vollerwerbs erarbeitet werden“

Etwas mehr als die Hälfte der Linzer Wohnbevölkerung zählt laut Statistik Austria zu den Erwerbspersonen. Nach Geschlechtern aufgeteilt sind das 58 Prozent der Männer und rund 49 Prozent der Frauen. Linzer zwischen 35 und 39 Jahren weisen mit 85 Prozent die höchste Erwerbstätigenquote auf. Bei den Frauen stehen die 45-49-Jährigen am häufigsten im Berufsleben, also knapp 82 Prozent. Die Erwerbstätigenquote wird stark von der Ausbildung beeinflusst. Bei Personen mit einem über die Pflichtschule hinausgehenden Bildungsabschluss sorgen anteilsmäßig mehr Menschen für ein eigenes Einkommen als bei Personen ohne weiterführende Ausbildung.

Im Vergleich mit den anderen großen Landeshauptstädten können sich die Werte von Linz jedenfalls sehen lassen. So liegt Linz bei der Erwerbstätigenquote der 15-64-jährigen Männer mit 75 Prozent vor Salzburg, Graz und Innsbruck. Außerdem hat Linz die meisten berufstätigen Studierenden (mehr als 55 Prozent). Darüber hinaus weist Linz die geringste Teilzeitquote der unselbstständig erwerbstätigen Männer im Alter von 15 bis 64 Jahren auf.

„Die Daten der Statistik Austria zeigen, dass die Landeshauptstadt Linz weiterhin ein überaus attraktiver Arbeitsort ist, und ihren Ruf als Wirtschaftsmetropole Oberösterreichs eindrucksvoll bestätigt. Damit die Linzer Arbeitswelt auch in den kommenden Jahren ganz vorne mitspielen kann, müssen wir gemeinsam an verschiedenen Schrauben drehen und die Hebel ansetzen. Ich denke dabei etwa an die Attraktivierung der Vollzeit-Beschäftigung, den Ausbau der betrieblichen Kinderbetreuung oder die zusätzliche und kontinuierliche Verbesserung der Ausbildungsquote“, informiert Bürgermeister Klaus Luger.

„Großes Anliegen der Stadt Linz ist es, die heimische Arbeitswelt für die Zukunft fit zu machen. Mit einem hohen Maß an Innovation und gemeinsamen Einsatz wird dies auch möglich sein. Überdies gilt es, das Bildungsniveau der in Linz lebenden Menschen weiterhin hoch zu halten beziehungsweise noch zu erhöhen. Es zeigt sich nämlich immer wieder, dass Menschen mit einer höheren Schul- und Berufsausbildung bessere Chancen auf einen Arbeitsplatz und mehr Möglichkeiten in der Arbeitswelt generell haben“, so das Linzer Stadtoberhaupt. Als erste Sofortmaßnahme schlägt Luger eine wissenschaftliche Studie vor. AMS, die Sozialpartner und der Städtebund sollten die Gründe für die geringere Vollzeit-Arbeit von Frauen analysieren und in Folge ein Maßnahmenpaket zur Attraktivierung erstellen. Für Luger könnten Home-Office-Anreize in bestimmten Berufsgruppen rasch umsetzbare Ansätze darstellen.

 

Bild (c) Stadt Linz