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Donnerstag, den 02. Dezember 2021 07:00

Turbulunezen am LKH Freistadt


Klinikum Freistadt

Urheberschaft diverser Audiofiles in Social Media geklärt – OÖG zieht Konsequenzen und entlässt Pflegemitarbeiterin

Seit vergangener Woche kursieren mehrere Audio-Nachrichten – vor allem im Social-Media-Kanal „Telegram“, aber auch in diversen anderen Chats – in denen eine angebliche Mitarbeiterin eines OÖ Spitals inhaltlich völlig falsche Informationen zur Situation der Corona-Fälle im Klinikum Freistadt gibt. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums und diverse Medien werden in diesen Sprachnachrichten pauschal der Korruption durch Verfälschung von Daten in Bezug auf den Impf- und Genesungsstatus und den Umgang mit diesen Patientinnen und Patienten bezichtigt.

Zwischenzeitlich hat die OÖG die Urheberschaft dieser Audio-Nachrichten überprüft. Leider stellte sich dabei heraus, dass diese Sprachnachrichten tatsächlich und eindeutig von einer Mitarbeiterin des Klinikums Freistadt stammen, wie sich bestätigt hat. Die langjährige Mitarbeiterin des Klinikums wurde mit den Vorwürfen konfrontiert, war vollinhaltlich geständig und wurde in weiterer Folge fristlos entlassen.

„Wir können und wollen derartige Verleumdungen weder auf unserem Klinikum, noch auf unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sitzen lassen, daher war das für uns die einzig mögliche Konsequenz. Wir bedauern sehr, dass es dazu kommen musste, gerade in einer so herausfordernden Zeit. Man kann aber an diesem bedauerlichen Fall gut erkennen, dass Verschwörungstheorien leider auch vor unseren Spitälern und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht Halt machen,“ sagt Mag.a Jutta Oberweger, Konzernpressesprecherin der OÖ Gesundheitsholding.

Über ihre Motivation, diese Falschinformationen zu verbreiten, gibt es seitens der Entlassenen keine Erklärung, sie sei auch von niemandem dazu angestiftet worden. Sie war allerdings im Klinikum als deklarierte Impfgegnerin bekannt. Die Mitarbeiterin war nicht in die Versorgung von Covid-PatientInnen involviert – weder auf der Covid-Normalstation, noch auf der Covid- Intensivstation.

Die OÖ Gesundheitsholding überlegt, weitere rechtlichen Schritte gegen die ehemalige Mitarbeiterin zu unternehmen. Diese kommen jedenfalls dann in Betracht, wenn sie es ab sofort nicht unterlässt, die Unwahrheit über das Corona-Management im Spital und über ehemaligen Kolleginnen und Kollegen zu verbreiten.

 

Bild (c) OÖG


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