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Mittwoch, den 29. Dezember 2021 07:00

Vermisstensuche endet tragisch


Polizeihubschrauber - Symbolbild

25-jähriger Wanderer 350 Meter in den Tod gestürzt

Ein 25-jähriger italienischer Staatsbürger, der in Brasilien wohnhaft war und sich seit einigen Wochen im Bezirk Perg aufhielt, begab sich wie berichtet am 26. Dezember 2021 nach Bad Ischl zu einer Wanderung. Da der Mann nicht in seine Unterkunft zurückgekehrt war, wurde am 27. Dezember 2021 am frühen Nachmittag eine Suchaktion eingeleitet. Nachdem der letzte Standort in etwa bekannt war, suchte die Polizei gemeinsam mit dem Bergrettungsdienst sowie der Besatzung des Hubschraubers der Flugpolizei "Libelle Flir Salzburg" nach dem Vermissten.

Aufgrund der Dunkelheit musste die Suche gegen 16:30 Uhr vorerst abgebrochen werden. Am 28. Dezember 2021 gegen 7 Uhr startete eine erneute Suche nach dem Mann durch mehrere Bergrettungshundeführer im Bereich der "Engen Zimnitz" sowie eine große Suchmannschaft bestehend aus Bergrettern, sowie der Alpinen Einsatzgruppe Gmunden, die von zwei Drohnenpiloten unterstützt wurden. Aufgrund des medialen Suchaufrufes meldete sich eine ortsansässige Zeugin, die den Vermissten am 26. Dezember 2021 in der Zeit zwischen 11 und 14 Uhr Richtung "Gspranggupf" aufsteigen sah. Bei dieser Suche konnten im Gipfelbereich Schuh- sowie Rutschspuren im Schnee, welche vom markierten Weg in steiles bis senkrechtes Gelände führten, vorgefunden werden. Die Suchgruppe folgte diesen Spuren und seilte sich über das steile Wiesengelände bis zu einer senkrechten Felswand ab. Unter einer Felsstufe fand die Suchmannschaft schließlich den Rucksack des Vermissten. Eine Felsstufe weiter talwärts stieß die Gruppe schließlich auf den vermissten Mann. Der angeforderte Hubschrauber der Flugpolizei führte schließlich die Bergung des Verstorbenen mittels Tauflug durch. Eine Vermessung ergab, dass der 25-Jährige etwa 500 Längenmeter bzw. 350 Höhenmeter in den Graben abgestürzt ist.