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Sonntag, den 10. Februar 2019 13:00

Blick auf die sportlichen Wurzeln


Vize-Weltmeister Vincent Kriechmayr mit seinem Welser Jugendtrainer Hermann Zemsauer.

Vize-Weltmeister Kriechmayr ist beim Welser TVN groß geworden

Mit zwei Medaillen bei der WM in Are feierte Vincent Kriechmayr seinen  bisherigen Karriere-Höhepunkt. Nach Silber im Super-G und Bronze im Abfahrtslauf zählt der 27-jährige Speed-Spezialist nun zu den Großen des Skisports. Verständlich, daß Kriechmayrs Erfolge bei seinem Stammverein TVN Sparkasse Colop Wels eine Euphorie auslösten.

„Die ganze TVN-Familie hat vor dem TV-Schirm mitgefiebert und fest die Daumen gedrückt . Wir sind mächtig stolz auf Vincent, schließlich ist er beim TVN Wels groß geworden. Er ist schon 17 Jahre lang beim TVN - und aufgrund seiner bescheidenen Art bei allen beliebt. Unser Verein hat ihm den Weg vom lokalen Welscup in den Weltcup ermöglicht. Trainer Hermann Zemsauer war dabei die treibende Kraft. Nun ist der zweifache WM-Medaillengewinner das große Zugpferd für unsere jungen Rennfahrer“, rechnet Obmann-Stellvertreter Manfred Hochhauser, seines Zeichens Chef der Welser Heimstätte, mit einem mächtigen Auftrieb für den heimischen Skisport.

Bereits im Alter von elf Jahren landete Vincent Kriechmayr eher durch Zufall beim Welser TVN. „Kannst du einen Skifahrer brauchen. Der fährt sehr gut, hat aber keinen Verein“, erinnert sich TVN-Coach Hermann Zemsauer (68) an einen Anruf im Jahr 2002 vom damaligen Lehrer Franz Pühringer aus der Ski-Hauptschule Windischgarsten. Zemsauer nahm sofort mit den Eltern des Talents Kontakt auf - und lotste den schnellen Vincent nach Wels.

Schon als Schüler fuhr Kriechmayr den „alten Hasen“ um die Ohren. Nach kurzer Zeit im TVN-Dress trug sich der ehrgeizige Nachwuchsläufer etwa bei Welscup-Riesentorläufen zwei Mal in die Siegerliste ein. Er gewann nicht nur überlegen die Schülerkategorie, sondern erzielte jeweils Tagesbestzeit in der Herrenklasse. „Er war schon im Jugendalter herausragend - und bestach durch unbändigen Siegeswillen“, begleitete ihn Zemsauer von Rennen zu Rennen. Neben drei österreichischen Jugendmeistertiteln konnte das aus Gramastetten stammende Bewegungstalent ab dem Jahr 2006 auch mehrere FIS-Rennen gewinnen.

Die harte Aufbauarbeit wurde schließlich am 19. Dezember 2010 mit der ersten Weltcup-Nominierung belohnt. Vor drei Jahren lächelte Vincent in Korea als Dritter erstmals vom Weltcup-Podest, im Jahr 2018 gelang ihm beim Super-G von Beaver Creek der erste Sieg. „Er wird uns noch mit vielen Erfolgen große Freude bereiten“, blickt Zemsauer mit großem Optimismus in die Zukunft. Nach Saisonende soll Kriechmayr im April in Wels seine gebührende Ehrung erfahren.

 

Bild (privat): Vize-Weltmeister Vincent Kriechmayr mit seinem Welser Jugendtrainer Hermann Zemsauer.

 


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