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Montag, den 15. April 2019 13:00

Ein durchwachsener Grunddurchgang


Knappe Niederlage für Christian Friedrich gegen Matthias Habesohn

Wenig versöhnliches Remis in Oberwart | SPG Wels hadert ob der vergebenen Chancen im Grunddurchgang

Im letzten Spiel im Grunddurchgang musste der amtierende Meister und Cupsieger der SPG Walter Wels am Sonntagnachmittag im mittelburgenländischen Oberwart vor dem Finalturnier Ende Mai zum letzten Mal an die grüne Platte treten. So wie der gesamte Grunddurchgang war auch dieses Spiel wiederum ein Auf und Ab und über viele Strecken recht durchwachsen, so wie das Wetter am Palmsonntag.

Die Gäste aus der Messestadt Wels gingen zunächst sehr ambitioniert in das Spiel. Im ersten Spiel zeigte der zuletzt gegen Linz verletzungsbedingt fehlende Ungar Adam Szudi, dass er wieder auf dem Vormarsch ist. Er bezwang den Oberwarter Dominik Habesohn recht sicher mit 3:1. Auch in Spiel zwei war der Spielverlauf aus Sicht der Gäste ein sehr erfreulicher. Der slowenische Teamspieler Deni Kozul hatte gegen den Kroaten Kovac nur wenig Mühe, war diesem in allen Belangen überlegen und spielte er recht druckvoll. Am Ende ein 3:0 für Kozul und damit die zwischenzeitige 2:0 Führung.

Wer nun aber dachte, dass die Partie schon gelaufen sei, wurde leider eines besseren belehrt. Der Jüngste im Bunde der Welser, Christian Friedrich, war zwar über weite Strecken in seiner Partie gegen den zweiten der Habesohn Brüder, Matthias, überlegen. In den entscheidenden Momenten versagten dem jungen Oberösterreicher leider in den Sätzen 2 und 4 ein wenig die Nerven und musste er beide im Nachspiel mit 11:13 bzw. 14:16 abgeben. Friedrich hat in dieser Partie leider ein wenig Lehrgeld bezahlt, so Wels Betreuer David Huber.

Völlig indiskutabel war die Leistung der Welser im Doppel, wo es schon das ganze Jahr hindurch nicht wirklich klappt. Man musste sich trotz einiger Chancen am Ende mit 1:3 geschlagen geben. Aus Sicht des mitgereisten Wels Präsidenten Humer ist die sportliche Leitung gemeinsam mit dem Trainer hier gefordert, schon im Hinblick auf die neue Saison die klaren Signale zu setzen. Das Doppel in der Vergangenheit in der Besetzung Plattner/Petö war immer eine Bank und ist dieses gerade beim neuen Spielsystem ein sehr wichtiger Baustein der über Sieg oder Niederlage oft entscheiden kann, so Humer.

Nach dem zwischenzeitigen Ausgleich für die Hausherren hätte es der Slowene Deni Kozul in der Hand gehabt, die Seinen wieder in Führung zu bringen. Leider verstrickte er sich mehr in Diskussionen mit seinem Gegenüber Dominik Habesohn und dem Publikum und so war es kein Wunder, dass sich der an sich nominell um zwei Klassen stärkere Kozul dem Oberwarter geschlagen geben musste. Dass es am Ende doch zu einem noch versöhnlichen Unentschieden kam, war dem Ungarn Szudi zu verdanken, der nach einem 0:1 Satzrückstand sich auf seine Qualitäten besann und den Kroaten Kovac mit 3:1 in die Schranken wies.

Für die Welser gilt nun der klare Fokus auf das Finalturnier Ende Mai in Salzburg, wo Wels Boss Bernhard Humer eine klare und deutliche Reaktion des gesamten Teams einfordert. Mittelmaß kann und ist nicht mein Anspruch und gehe ich davon aus, dass dies auch nicht der Anspruch von Spielern und Verein sein kann, so Humer.

 

Bild: Knappe Niederlage für Christian Friedrich gegen Matthias Habesohn


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