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Montag, den 07. Oktober 2019 13:00

Eine besondere Premiere


Erster Leschetizky World Congress mit Oper und Galakonzert und musikwissenschaftlichem Seminar fand in Bad Ischl statt

Erster Leschetizky World Congress mit Oper und Galakonzert und musikwissenschaftlichem Seminar fand in Bad Ischl statt

Erstmals fand der Theodor Leschetizky Weltkongress statt und hatte mit Bad Ischl jenen Ort für die Tagung gewählt, in dem der Komoponist, Pianist und Klavierpädagoge lebte und arbeitete! Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus vielen Ländern wie Japan oder den USA kamen dazu in  die Kaiserstadt. Neben wissenschaftlichen Vorträgen und Referaten über Leschetizkys Leben und Schaffen, gab es fulminante künstlerische Darbietungen, die das Publikum begeistern konnten.

Das Leschetizky-Galakonzert im Kongresshaus wurde zu einer Sternstunde im Kongressprogramm! Vor allem mit die Ouvertüre Solennnelle ,Das Jahr 1812' von Peter Iljitsch Tschaikowski (1840-1893) wußte das Publikum zu begeistern, wobei die Blechbläser vom Landesmusikschule Bad Ischl mit den New Cosmos Philharmonikern unter die begeisterte Leitung des künstlerischen Leiters Peter Ritzen glänzten.
Am Freitag ging es dann inhaltlich weiter. Über die verschiedenen Stationen seines Lebens hörten wir von Marianne Müller (2. Vorsitzende der Dt. Leschetizky-Gesellschaft).

Burkhart Muth, der Kongressdirektor erzählte in seinem Referat über seine spannende Entdeckungsreise zu Theodor Leschetizky. Ralph Petruschka, der sich als Pianist in Bad Ischl mit seinen Sonderkonzerten und seinem Spiel im Esplanaden-Café Zauner einen Namen machte, überraschte mit Klaviermusik von Leschetizky sowie dessen Schüler und Freund Eduard Schütt (1856-1933).

Dr. Peter Brugger, der Direktor der Musikschule von Bad Goisern referierte über den Künstlertreffpunkt im Salzkammergut und gab Impulse für das Lehren und Lernen in der Region. Dr. Werner Pelinka  analysierte drei Lieder von Theodor Leschetizky, "Frage nicht warum", "Zwei Wölkchen spielten auf sonniger Au" und "Das Waldvöglein". Barbara Pavelka, Sopranistin und Schriftführerin des Leschetizky World Congress, sang sie für uns sehr gefühlvoll, begleitet von Werner Pelinkas einfühlsamen Spiel.

Prof. Adam Wibrowski , Präsident der Paderewski Gesellschaft Paris und Direktor des Paderewski Festivals Raleigh (USA), erzählte über den großen Einfluss von Leschetizky auf Paderewskis Spiel und ihre tiefe Freundschaft, die dadurch entstand. Ulrich Reukauf, MA, Gründungsmitglied Der Deutschen Leschetizky-Gesellschaft, gab eine Einführung in die Oper "Die erste Falte" von Theodor Leschetizky, die Abends von der Karlsruher Salonoper im Lehár-Theater zu genießen war.

Prof. Hubert Rutkowski, Präsident der Leschetizky-Gesellschaft, Warschau, Fachbereichsleiter Klavier an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg, Deutschland sprach über den "Bel Canto"-Stil beim Klavierspiel, den Leschetizky pädagogisch geprägt hat und so die Pädagogik von einem hammernden Stil zu einem singenden legato Stil veränderte..

Am Samstag sprachen dann noch Mara Waldman, die ehemalige Präsidentin der Leschetizky-Gesellschaft von New York, und Zelma Bodzin, die aktuelle Präsidentin der Gesellschaft in New York über die Geschichte der 1942 gegründeten Gesellschaft und über die künstlerischen und pädagogischen Programme.


Resumee dieses ersten Leschetizky Weltkongresses: Die Veranstaltungen mit Vorträgen waren gut besucht, obwohl es sich um ein musikwissenschaftliches Seminar handelte. Die beiden Abendveranstaltungen  - Galakonzert und Opernaufführung - fanden großes Interesse beim musikinteressierten Publikum.

 

Bild (c) Bad Ischl


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