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Freitag, den 14. Februar 2020 07:00

Gespräch mit Ärztekammer zum Start


v.l.: Hofrat Hon.-Prof. Dr. Johannes Zahrl, LH-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander, ao.Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres

LH-Stv.in Haberlander: OÖ hat Vorsitz in der Gesundheitsreferentenkonferenz übernommen

Oberösterreich hat im ersten Halbjahr 2020 den Vorsitz in der Gesundheitsreferentenkonferenz der Bundesländer übernommen. Die Tagung der GesundheitsreferentInnen findet am 28. und 29. Mai 2020 in Traunkirchen statt.

„Wir wollen die Zeit des Vorsitzes gut nutzen und mit allen wesentlichen Partnern im Gesundheitswesen Gespräche führen“, kündigt Gesundheitsreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander an.

Einer der ersten Gesprächspartner war der Präsident der Österreichischen Ärztekammer a.o. Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres. „Der oberösterreichische Weg der Gemeinsamkeit aller Systempartner im Gesundheitswesen hat sich sehr gut bewährt. Das kann ein Vorbild auch für die Bundesebene sein. Präsident Szekeres hat mir bestätigt, dass das gute Miteinander in Oberösterreich auch in Wien bekannt ist. Und wir sind uns einig, dass die aktuellen Herausforderungen nur gemeinsam zu bewältigen sind“, so Haberlander.

So erfordere die Demographie einen Fokus auf die Entwicklung von Fachkräften im Gesundheitswesen: „Wir brauchen noch mehr Anreize, um junge Medizinerinnen und Mediziner für Hausarztpraxen in den ländlichen Regionen zu gewinnen. Auch für Mangelfächer wie die Kinder- und Jugendpsychiatrie gilt es beim medizinischen Nachwuchs Begeisterung zu wecken“, nennt Haberlander zwei Beispiele.

„Noch mehr Gewicht müssen wir der Gesundheitsförderung und Prävention geben, mit dem gemeinsamen Ziel, die gesunden Lebensjahre der Menschen zu erhöhen. Da brauchen wir auch eine Bewusstseinsänderung und Stärkung der Eigenverantwortung“, so die oö. Gesundheitsreferentin weiter. Prävention wird daher auch ein Schwerpunktthema bei der Tagung der GesundheitsreferentInnen Ende Mai in Traunkirchen sein.

Die Fortschritte in der Digitalisierung sollen auch im Gesundheitsbereich klug genutzt werden. „Das reicht von einem vereinfachten und verbesserten Zugang zu medizinischen Leistungen bis zu konkreten telemedizinischen Anwendungen, die für die Patientinnen und Patienten Vorteile bringen, und natürlich auch Unterstützung und Entlastung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, erläutert Haberlander einen weiteren Schwerpunkt ihres Vorsitzes.

„Ich bedanke mich bei Präsident Szekeres für das konstruktive Gespräch und bei der Ärztekammer für das gute Miteinander. Wir werden gemeinsam in den kommenden Monaten auch bei Bundesminister Rudolf Anschober eine Reihe von Themen ansprechen, denn im Regierungsprogramm sind viele gute Punkte enthalten, die nun miteinander rasch näher definiert und umgesetzt werden sollten. Wir haben uns also für das Vorsitzhalbjahr ein umfangreiches Arbeitsprogramm vorgenommen. Aber ich bin zuversichtlich, dass einiges gelingen wird“, betont Oberösterreichs Gesundheitsreferentin abschließend.

 

Bild (Land OÖ/Engelsberger): v.l.: Hofrat Hon.-Prof. Dr. Johannes Zahrl – Kammeramtsdirektor der Österreichischen Ärztekammer, LH-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander, ao.Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres – Präsident der Österreichischen Ärztekammer und der Ärztekammer für Wien.


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