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Dienstag, den 05. Januar 2021 07:00

Ein Stück regionale Geschichte


Heimatbuch Gaflenz

Neuerscheinung „Heimatbuch Gaflenz"

Im Dezember 2020 erschien mit dem „Heimatbuch Gaflenz“ die bisher umfangreichste Darstellung der Gaflenzer Geschichte. Alle wichtigen Abschnitte, von den ersten Siedlern im Gaflenztal bis zu den heutigen Bewohnern der Gemeinde, werden beleuchtet. Erstmals wird auch die völlig unbekannte Urgeschichte in den Blick gerückt: als Gaflenz einst vom „Urmeer“, später von Eismassen bedeckt war. Kaum bekannt ist auch, dass noch vor 130.000 Jahren die Ybbs durch das untere Gaflenztal in die Enns floss …

Der spannendste Abschnitt in der Gaflenzer Geschichte ist wohl seine Besiedelung im Mittelalter, als zunächst slawische, dann deutsche Siedler aus Bayern kamen und in mühevoller Arbeit die Basis für das heutige Leben schufen. Dass Gaflenz damals Teil eines slawischen Fürstentums war, dann zu Kärnten und zur Steiermark gehörte, ist heute kaum noch bewusst.

Ein Schwerpunktkapitel widmet sich erstmals den alten Höfen und Bürgerhäusern im Markt. Teilweise bis ins Mittelalter zurück wurden die Besitzer erhoben, und erstmals werden auch die alten Hofnamen erklärt, die oft bis auf die Zeit der Besiedelung zurückgehen.

Mehr als 200 Häuser wurden hier in mühevoller Kleinarbeit recherchiert, zahlreiche Quellen wurden ausgewertet und mehr als 2000 Fotos, Karten, Pläne gesammelt, von denen eine große Auswahl im Buch eindrucksvoll die Geschichte des Ortes und seiner Bewohner dokumentiert.

Dass es nicht nur um Politik, Wirtschaft, Kultur geht, zeigt das Chronik-Kapitel, in dem sich alles wiederfindet, was in Gaflenz seit der Konstituierung als selbständige Gemeinde im Jahr 1850 bis heute geschehen ist und in dem auch das Alltagsleben der Gaflenzerinnen und Gaflenzer nicht zu kurz kommt – hier stößt man auf viel Unbekanntes, Spannendes, Kurioses, eben Dokumente der jeweiligen Zeit und ihrer Gesellschaft.

Und natürlich darf der Heiligenstein nicht fehlen: Ein eigenes Kapitel widmet sich dem Wahrzeichen von Gaflenz, dokumentiert seine über 600-jährige Geschichte vom Jahr 1413 bis heute und geht der Frage nach, ob auf dem Heiligenstein einmal eine mittelalterliche Burg stand und ob die Slawen einst beim Felsen hinter der Kirche ihrem Lichtgott Svantevit Hühner opferten …

Im abschließenden Kapitel („Lebendiges Gaflenz“) werden alle Institutionen und Vereine ins Bild gerückt, die heute das Gemeinschaftsleben in der Gemeinde bestimmen und diese zu einem lebenswerten Ort mit viel Potenzial für die Zukunft machen.

Ca. 600 Abbildungen großteils unbekannter Darstellungen (Fotografien, Ansichtskarten und Pläne) machen das über 300 Seiten starke Buch zu einer bunten, abwechslungsreichen, spannenden Dokumentation des historischen und des heutigen Gaflenz.

Das „Heimatbuch“ kann auf der Gemeinde Gaflenz zum Preis von € 39,- bezogen werden.

 

Bild (c) MG Gaflenz


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