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Mittwoch, den 13. Januar 2021 07:00

Oö. Lehrlingsbilanz 2020


WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer

Gesamtlehrlingszahlen sind im Vorjahr leicht gesunken — Lehrstellenmarkt wäre aber massiv aufnahmefähig!

Die duale Ausbildung war auch im vergangenen Jahr weiterhin die beliebteste Ausbildungsform bei der oö. Jugend. Konkret haben per 31. Dezember 2020 15.443 Burschen und 7.442 Mädchen eine Lehre in Oberösterreich absolviert. Gegenüber 2019 ist dies eine geringfügige Abnahme von –405 Lehrlingen oder -1,7-Prozentpunkten. Mit 22.885 Lehrlingen ist unser Bundesland sowohl bei den Lehrlingszahlen aber auch der Anzahl an Lehrbetrieben weiterhin die absolute Nummer 1.

„Bei den Lehranfängern gab es im letzten Jahr insgesamt 6.582 Personen (-435 Lehrlinge gegenüber 2019), die ihre berufliche Karriere über eine Lehre gestartet haben. Erfreulich ist, dass sich damit im abgelaufenen Jahr erneut knapp die Hälfte der 15- bis 17-jährigen für die Duale Ausbildung in Oberösterreich entschieden hat. Dies ist ein Rekordwert für ganz Österreich, wo der Anteil bei nur rund 35 Prozent liegt“, betont WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer.

Der Rückgang — speziell bei den Lehranfängern — unterstreicht, dass der Wirtschaft derzeit leider nicht die ausreichende Zahl an geeigneten Bewerbern für die angebotenen Lehrstellen zur Verfügung stehen bzw. gestanden sind. Oberösterreichs Lehrbetriebe wären auch 2020 viel stärker aufnahmebereit gewesen, als tatsächlich Lehrverträge abgeschlossen worden sind. Gründe für diese mangelnden Bewerber sind klar auch auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie im abgelaufenen Jahr zurückzuführen.

Einer der zentralen Hemmschuhe für die oö. Wirtschaft bleibt der Fachkräftemangel. Das WKO-Fachkräfteradar, das bewusst mitten in der Corona-Zeit durchgeführt wurde, bestätigt einmal mehr, dass rund zwei Drittel aller oö. Betriebe sehr stark bzw. stark vom Fachkräftemangel betroffen sind.

Im Sinne ihres Selbstverständnisses als zentraler Standortpartner für Oberösterreich wird die WKOÖ auch heuer ihre Verantwortung wahrnehmen und in diesem Zusammenhang zentrale Initiativen selbst — teilweise gemeinsam mit dem Land OÖ — einbringen. Dazu gehören beispielsweise das erneute Angebot der oberösterreichweiten DIGI Jugend und Beruf (25. Jänner bis 12. Februar - www.jugendundberuf.info), digitale Messeangebote und Matching-Plattformen auch in den Bezirken, digitale Berufsorientierungsworkshops in den Schulen oder eine adaptierte Form der Potenzialanalysen.

 

Bild (c) WKOÖ


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