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Montag, den 01. Juli 2019 13:00

Vier IGLA-Athletinnen bei EM


Freuen sich über EM-Teilnahme Antonia Kaiser und Ina Huemer

Das Jahr 2019 wird als „EM-Jahr“ in die Geschichte der Sportunion IGLA long life eingehen: Gleich vier Athletinnen werden heuer bei Leichtathletik-Europameisterschaften teilnehmen.

Denn nach Patricia Madl (Speerwurf, U23) und Petra Gumpinger (800 Meter, U20) sind nun auch die beiden Sprinterinnen Ina Huemer und Antonia Kaiser fix für die U23- bzw. die U20-EM qualifiziert.

Ohne Druck zurück auf die Erfolgsspur
Die größte Überraschung stellt die Teilnahme von Ina Huemer dar. Die 20-jährige Sprinterin aus Taiskirchen hat zwar in den Jahren 2013, 2014 und 2015 bereits beachtliche internationale Erfolge gefeiert – sie schaffte es etwa in das Finale bei den Olympischen Jugendspielen und in das Semifinale bei der U18-Weltmeisterschaft –, danach aber eine Durststrecke zu bewältigen. Eine Krankheit und Verletzungen warfen sie zurück und rückten frühere Erfolge in weite Ferne. Erst zu Beginn der diesjährigen Freiluftsaison fand die Innviertlerin zu alter Stärke und damit Schnelligkeit zurück. Sie lief die 100 Meter zum ersten Mal in ihrer Karriere unter 12,00 Sekunden und blieb im ersten 200-Meter-Wettkampf nur acht Hundertstelsekunden über dem Limit für die U23-EM. Dabei blieb es schließlich auch, denn bei den folgenden Rennen spielte ihr jedes Mal der Gegenwind übel mit. Nachdem Huemer nun aber wieder zu den vier Schnellsten Sprinterinnen Österreichs gehört, wurde sie für die 4x100-Meter-Staffel nominiert. „Ich freue mich riesig, dass ich bei der EM dabei bin, auch wenn ich das Einzel-Limit so knapp verfehlt habe“, sagt die Sprinterin. Dass sie heuer endlich wieder schnelle Zeiten auf die Bahn bringt, macht sie auch glücklich. „Weniger ist mehr“ könnte man ihre Entwicklung zusammenfassen. „Ich bin im Oktober nach Wien gezogen und habe mein Studium an die erste Stelle gesetzt. So habe ich mir selbst den Druck genommen und konnte wieder locker trainieren“, sagt Huemer. Diese neue Einstellung wurde zum Erfolgsrezept, so dass die 20-Jährige von 11. bis 14. Juli in Gävle (Schweden) bei der U23-EM wieder einmal internationale Wettkampf-Luft schnuppern kann. Auch Trainer Klaus Angerer ist stolz auf das Comeback der Athletin. „An ihrer Stelle hätten andere längst den Hut drauf gehaut und aufgegeben“, so Angerer.

Training statt Matura-Reise
Ebenfalls für eine 4x100-Meter-Staffel nominiert wurde Vereinskollegin Antonia Kaiser aus Mehrnbach. Die 18-Jährige wird von 18. bis 21. Juli 2019 bei der U20-EM dabei sein und damit ihre erste internationale Meisterschaft bestreiten. Gemeinsam mit zwei Niederösterreicherinnen und einer Wienerin wird die Innviertlerin als Startläuferin des Quartetts in Boras (Schweden) ihre Schnelligkeit zeigen. Kaiser hat erst kürzlich an der Sport-HAK in Ried im Innkreis maturiert, ihre Schulkolleginnen und -kollegen sind gestern auf Matura-Reise nach Kroatien gefahren. „Das ist schon bitter für mich, aber zwei Wochen vor einem EM-Start geht das natürlich nicht“, sagt die Sprinterin. Sie hofft darauf, nach der EM etwas feiern zu können: Zum einen hat sie am Abreisetag zur EM ihren 19. Geburtstag, zum anderen will Kaiser gemeinsam mit ihren Kolleginnen das Staffel-Finale erreichen. „Dafür müssen wir etwa eine Zeit unter 45,00 Sekunden schaffen“, weiß Kaiser, die erst am vergangenen Freitag noch beim Staffeltraining in St. Pölten war und am kommenden Wochenende in Regensburg zur 4x100-Meter-Generalprobe reisen wird. Bei den Staatsmeisterschaften am vergangenen Wochenende war sie etwas zu schnell: Sie wurde nach einem Fehlstart über 100 Meter disqualifiziert. Ihr großes Saisonziel hat Antonia Kaiser jedoch mit der EM-Teilnahme in Schweden bereits erreicht.

Gold und Silber zur Bestätigung
Bei den Leichtathletik-Staatsmeisterschaften, die am vergangenen Wochenende in Linz stattfanden, bestätigten die IGLA-EM-Athletinnen ihre Stärke: Petra Gumpinger aus Zell an der Pram gewann den 800-Meter-Titel in einem taktischen Rennen über einen starken Zielsprint, Patricia Madl aus Diersbach blieb im Speerwurf zwar deutlich unter der 50-Meter-Marke, konnte sich dafür aber mit Gold trösten. Ina Huemer zeigte ein starkes 200-Meter-Rennen und holte Silber, starker Gegenwind verhinderte aber ein „Last-Minute“-EM-Ticket für diese Disziplin.


Bild (IGLA): Freuen sich über EM-Teilnahme Antonia Kaiser und Ina Huemer

 


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