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Freitag, den 20. September 2019 07:00

Ein Weltmeister für das UJZ


Mühlviertler holen den frischgebackenen Weltmeister Noel Van T´end

Mühlviertler holen den frischgebackenen Weltmeister Noel Van T´end

Für die UJZ'ler wird die Bescherung heuer um drei Monate vorverlegt, was freilich nicht nur daran liegt, dass der Vorname Noel im französischen Weihnachten bedeutet.

Mit Noel van t'End angelte sich das UJZ einen frischgebackenen Weltmeister! Der 90 kg schwere Niederländer hatte bei den erst kürzlich in Tokio stattgefundenen Titelkämpfen den größten Erfolg seiner Karriere gelandet. Besonders in Erinnerung geblieben: Sein unwiderstehlicher Ippon im Halbfinale gegen den Serben Nemanja Majdov, der obendrein in der Ippon-Hitliste des Weltverbands IJF von der WM ganz oben gelandet ist.

Van t'End wird die Mühlviertler im Endspurt der Bundesliga verstärken. Bereits bei der vorgezogenen Partie der 8. Runde am kommenden Freitag (20 Uhr) auswärts gegen Wimpassing wird der 28-Jährige mit von der Partie sein. "Da könnte eine Vorentscheidung um die Final-Four-Plätze fallen", kennt UJZ-Trainer Martin Schlögl die Tabellensituation. Diese weist die Mühlviertler derzeit als Dritte und die Wimpassinger als Zweite aus.

Unglücklicher Termin
Zwar verfügt das UJZ mit dem verlässlichen Marcus Nyman bereits über einen Weltklasse-90er, der obendrein mit dem UJZ-Team mittlerweile regelrecht verwachsen ist. Jedoch braucht der Schwede, der in Tokio WM-Fünfter wurde, noch Punkte für die Olympia-Qualifikation, weshalb er dieses Wochenende beim Grand Prix in Tashkent startet. "Dass wir als Ersatz einen Weltmeister an Land ziehen, war nicht unbedingt zu erwarten", meint Schlögl schmunzelnd.

Ebenfalls die Destination Tashkent steuert Daniel Allerstorfer dieser Tage an. Der Mühlviertler gibt nach seiner Schulterverletzung, wegen der er unter anderem die WM verpasste, sein Comeback. Ebenso Punkte für die Olympia-Quali benötigen die Wimpassinger Nationalteamkämpfer Lukas Reiter (-73) und Aaron Fara (-100), die allesamt in Usbekistan engagiert sind.

Die eigentliche Schlagerpartie zwischen Wimpassing und UJZ muss somit ohne die besten heimischen Kämpfer auskommen. Kein glücklicher Ausweichtermin, dessen ist sich auch Schlögl bewusst. "Am ursprünglichen Termin heiratet ein Wimpassinger Kämpfer. Und als dann am Anfang des Jahres ein Ausweichtermin gesucht wurde, war der 20. September noch frei. Tashkent kam erst später in den Kalender hinein", erklärt er das Zustandekommen.

Da die insgesamt zwei Jahre dauernde Olympia-Qualifikation gerade auf Hochtouren läuft, ist die Verfügbarkeit der Spitzenkämpfer leidiger denn je. Van t'Ends Vorteil dabei: Er hat sich dank des WM-Titels aller Punktesorgen entledigt, ist als Weltranglisten-Dritter mehr oder weniger durch. "Darum sieht es auch mit den restlichen Terminen recht gut bei ihm aus", so Schlögl.

2. Bundesliga: Tabellenführer kommt
Auch in der 2. Bundesliga ist die Sommerpause zu Ende. So gastiert am Samstag (19.30 Uhr) Tabellenführer WAT Stadlau in der Niederwaldkirchner Josef-Reiter-Halle. Die zweite Mannschaft des UJZ will nach dem wegen einigen Verletzungen durchwachsenen Frühjahr zurück in die Spur finden. 

 

Bild (c) EJU


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