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Dienstag, den 29. September 2020 07:00

Kunst und gute Laune auf unseren Straßen


Jasmin Pauzenberger mit ihrem prämierten Entwurf und den Initiatoren des Kunstpreises „VOI fesch“, Helmuth Stöber und Gerald Bucher.

Junge Kallhamerin mit Handycap unter Österreichs Besten

Altenhof/Kallham. Über einen großartigen Erfolg kann sich Jasmin Pauzenberger aus Kallham freuen. Die junge Frau, die mit  einer Behinderung zur Welt gekommen ist und im Rollstuhl sitzt, hat sich am österreichweiten Kunstpreis „VOI fesch“ beteiligt und unter 285 TeilnehmerInnen den 12 Platz belegt. Damit hat sie gute Chancen, dass Ihr Kunstwerk bald auf Österreichs Straßen zu bewundern ist – imposant gedruckt auf Seitenwände von LKWs.

Jasmins prämierter Entwurf „Bunte Liebe“ quillt über vor Herzen – bunt, fröhlich, in allen Farben und Größen – und stimmt einfach positiv. „Ich male immer nur Herzen“, erzählt die 25jährige. „Sie machen mich einfach glücklich.“ Und das möchte sie auch anderen Menschen vermitteln.

Jasmin lebt bei ihren Eltern in Kallham und fährt täglich zu Assista nach Altenhof, wo sie seit sieben Jahren im Atelier ihrer großen Leidenschaft, der Malerei, nachgehen kann. Dass sie es bei fast 300 Einreichungen unter die 15 FinalistInnen des österreichweiten Kunstpreises geschafft hat, freut die junge Frau riesig und macht sie stolz.

Begegnungen schaffen und Kunst sichtbar machen
Mit „VOI fesch“ wird seit Beginn ein Ziel verfolgt: Das künstlerische Potenzial von Menschen mit Behinderungen sichtbar zu machen und zu fördern. Mit Kunstwerken auf T-Shirts, Taschen und einer Vielfalt an weiteren Produkten wurde dies bereits realisiert. 2018 wurde der „VOI fesch“ Kunstpreis ins Leben gerufen. 2020 sollte der Wow-Effekt österreichweit groß sein: Farblose, teils graue LKW-Anhänger werden zu imposanten Botschaftern mit den Kunstwerken der FinalistInnen. Alle Einreichungen sind äußerst farbfrohe Werke und bereiten große Freude beim Betrachten. Eine Realisierung aller Werke steht zwar noch aus, dennoch zeigt sich „VOI fesch“-Gründer Helmuth Stöber zuversichtlich: „Zweifellos wären diese Werke eine große und vor allem bunte Bereicherung für Österreichs Straßen. Wir bleiben jedenfalls dran und sind sehr zuversichtlich noch einige weitere rollende Kunstwerke zu verwirklichen.“ Interessenten, die ihre Fahrzeuge mit einem der Kunstwerke verschönern wollen, sind herzlich eingeladen, sich zu melden.

Originelle Designs für mehr Inklusion
Mit dem Kunstpreis setzt „VOI fesch“ einmal mehr ein klares Statement für eine inklusive Gesellschaft. „Die Aufmerksamkeit gilt dem Menschen, der Künstlerin und dem Künstler, ihren Fähigkeiten und Talenten, nicht der Beeinträchtigung“, so Helmuth Stöber, Gründer und Geschäftsführer von VOI und „VOI fesch“. Und er ergänzt: „Menschen mit Behinderungen wollen kein Mitleid. Sie wollen Anerkennung und Teil der Gesellschaft sein. Ganz einfach“.

 

Bild (VOI fesch):

Jasmin Pauzenberger mit ihrem prämierten Entwurf und den Initiatoren des Kunstpreises „VOI fesch“, Helmuth Stöber und Gerald Bucher.


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